Gefahr des Schismas geht vom Synodalen Weg aus

Kardinal Pell_ Papst wird intervenieren, um die Gefahr einer Spaltung der Kirche zu beenden

Pell unterstützt kritischen Brief an die deutschen Bischöfe, der bereits von 85 Bischöfen der Welt unterzeichnet wurde.

Kardinal George Pell bekundete, er sei sicher, dass Papst Franziskus das Petrusamt ausüben werde, um die Einheit der Lehre innerhalb der katholischen Kirche gemäß der Lehre Jesu Christi und der Apostel sicherzustellen. Das berichtet The Catholic Herald.

Seine Äußerungen folgen auf die Forderungen des deutschen Synodalweges, den Katechismus der katholischen Kirche in Fragen der Sexualethik zu ändern und die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare zuzulassen, sowie auf Äußerungen einiger hochrangiger europäischer Prälaten, die derartige Schritte unterstützen.

»Zweifellos wird sich der Heilige Vater zu diesem Thema äußern, um die Tradition zu klären und zu bekräftigen«, sagte Kardinal Pell gegenüber Dr. Gavin Ashenden, Mitherausgeber des Catholic Herald und Moderator des neuen Podcasts Merely Catholic.

Er fügte hinzu: »Ich habe großes Vertrauen in den Nachfolger von Petrus. Anders als die orthodoxe und die anglikanische Kirche hat die katholische Kirche ein Instrument, von dem wir glauben, dass es von Gott geweiht ist - Petrus, der Fels.«

»Die besondere Rolle des Papsttums besteht darin, die Reinheit der apostolischen Tradition und die Einheit der Kirche um diese Tradition herum zu bewahren. Ich bin also zuversichtlich, dass der Heilige Vater sprechen wird.«

»In der Frage der weiblichen Priester oder der homosexuellen Aktivitäten ist die Situation nicht unklar und verworren, wo die Menschen aus einer Vielzahl von Möglichkeiten wählen können.«

»Es ist ganz grundlegend und ganz einfach«, folgerte Pell, »Wir berufen uns auf Christus, wir berufen uns auf die Offenbarung, auf unsere jüdisch-christliche Tradition und nicht auf Soziologie oder Medizin. Welches Gewicht geben wir der Lehre von Jesus und den Aposteln? Das ist eine grundlegende Herausforderung, der wir uns stellen müssen.«

Kardinal Pell sprach auch zur Unterstützung eines »brüderlichen offenen Briefes der Korrektur« an die deutsche Kirche, der von mehr als 85 Bischöfen aus der ganzen Welt unterzeichnet wurde, darunter Bischof Mark Davies von Shrewsbury, Erzbischof Leo Cushley von St. Andrews und Edinburgh und Bischof Stephen Robson von Dunkeld, Schottland.

Der Brief warnt die deutschen Bischöfe, dass die radikalen Veränderungen, die der Synodalweg vorschlägt, »unweigerlich zu einer Spaltung führen werden« und dass er »mehr Unterwerfung und Gehorsam gegenüber der Welt und den Ideologien als gegenüber Jesus Christus als Herrn und Erlöser« offenbart.

Kardinal Pell, selbst einer der Unterzeichner, sagte, der Brief sei eine »wichtige Initiative«, um zu zeigen, »dass die überwältigende Mehrheit der katholischen Bischöfe in der ganzen Welt zur Tradition steht.«

Sven von Storch

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