Heterodoxes Reformprojekt zum Scheitern verurteilt

Kardinal Müller_ Synodaler Weg sei schlimmer als Schisma

»Der ‚Synodale Weg‘ hat das Wesen der katholischen Kirche verlassen und ist daher schlimmer als ein Schisma. Er ist kein Weg der Erneuerung, sondern ein Weg der Zerstörung.«

Freie Welt

Kardinal Gerhard Müller, ehemaliger Präfekt der Glaubenskongregation, hat kürzlich in einem Interview mit Tichy’s Einblick seine Besorgnis über die Richtung des deutschen Synodalweges geäußert und erklärt, dass dieser das Wesen des Christentums aufgegeben hat und schlimmer als ein Schisma sei.

»Der ‚Synodale Weg‘ hat das Wesen der katholischen Kirche verlassen und ist daher schlimmer als ein Schisma. Er ist kein Weg der Erneuerung, sondern ein Weg der Zerstörung.«

Er führte weiter aus, dass »die Kirche keine politische Partei ist, die nach den Wünschen der Mehrheit reformiert werden muss« und dass der Synodale Weg »ein deutscher Sonderweg geworden ist, der sich das Recht anmaßt, das Glaubensgut neu zu interpretieren.«

Müller zeigte sich besorgt darüber, dass sich der deutsche Synodalweg in wesentlichen Fragen wie dem Priestertum, der Eucharistie und der Rolle der Frau in der Kirche von der katholischen Lehre entfernt hat. »Es ist unmöglich, die Priesterweihe von Frauen zu legitimieren, genauso wie es unmöglich ist, die Segnung homosexueller Paare zu legitimieren«, sagte er.

Er kritisierte auch die Missachtung der Autorität des Papstes und des Lehramtes der Kirche durch den Synodalweg. »Die katholische Kirche ist keine Demokratie, und der Papst ist kein Parteichef, der die Mehrheitsmeinung vertritt«, sagte er.

Müller warnte, die Agenda des Synodalweges könne zu einem Bruch in der Einheit der katholischen Kirche führen. »Wenn der Deutsche Synodalweg nicht zu den Grundlagen des katholischen Glaubens zurückkehrt, wird er zu einer Spaltung führen«, sagte er.

Er rief die Katholiken auf, der Lehre der Kirche treu zu bleiben und sich nicht von den falschen Versprechungen des Synodalweges beeinflussen zu lassen. »Die katholische Kirche ist kein Supermarkt, in dem man sich aussuchen kann, was man will«, sagte er. »Wir müssen den Lehren der Kirche treu bleiben, die auf dem Wort Gottes und der Tradition der Apostel beruhen.«

Der Synodale Weg ist ein heterodoxes Reformprojekt, das von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken im Dezember 2019 gestartet wurde. Bei seiner letzten Versammlung im März stimmte eine überwältigende Mehrheit der Mitglieder des Synodalen Weges, darunter mehr als zwei Drittel der deutschen Bischöfe, für häretische Dokumente, in denen Frauen als Diakone, »Segnungen« gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und sogar »Transgender«-Priester in einem Text voller Gender-Ideologie gefordert werden.

Sven von Storch

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