Drakonische Verbote kriminalisieren Spaziergänge und Angeln

Kanada im Klima-Ausnahmezustand_ Bürger klagen gegen Wald-Lockdowns

Kanadier wegen Spaziergang im Wald während eines Waldbrandverbots zu einer Geldstrafe von 28.872 Dollar verurteilt

Kanadas Osten erlebt in diesem Sommer ein beispielloses Experiment staatlicher Kontrolle. Die Provinzregierungen von Nova Scotia und New Brunswick haben weite Teile der Wälder für die Bevölkerung gesperrt. Wandern, Angeln, Campen oder selbst das Beobachten von Vögeln – alles verboten, unter Androhung von Geldstrafen bis zu 25.000 Dollar. Offiziell begründet man dies mit der anhaltenden Trockenheit und einer erhöhten Waldbrandgefahr. Doch für viele Bürger ist dieser Schritt nichts anderes als ein »Klima-Lockdown«, der unter dem Vorwand der Sicherheit fundamentale Freiheiten außer Kraft setzt, wie Legal Insurrection berichtet.

Canadian Constitution Foundation (CCF) wehrt sich mit Klage gegen das umfassende Nutzungsverbot

In Nova Scotia wehrt sich nun die Canadian Constitution Foundation (CCF) mit einer Klage gegen das umfassende Nutzungsverbot. Die Organisation argumentiert, das geltende Forstgesetz erlaube nur gezielte Einschränkungen in bestimmten Risikogebieten – nicht jedoch ein pauschales Verbot für ganze Provinzen. Darüber hinaus verstoße die Regelung gegen die Kanadische Charta der Rechte und Freiheiten. »Fining people thousands of dollars for no-risk activities like hiking or birdwatching is not a rational way to manage wildfire concerns«, erklärte die CCF-Juristin Christine Van Geyn.

Auch in New Brunswick regt sich Widerstand. Die Justice Centre for Constitutional Freedoms (JCCF) hat der Regierung in Fredericton ein juristisches Warnschreiben zugestellt. Darin heißt es, das Verbot verletze das Grundrecht auf persönliche Freiheit, das in Abschnitt 7 der Charta garantiert wird. Spazierengehen oder Angeln stellten keinerlei unmittelbare Gefahr dar, weshalb die Maßnahme »überbreit, willkürlich und grob unverhältnismäßig« sei. Stattdessen empfehlen die Juristen gezielte Eingriffe, etwa ein Rauchverbot in Waldgebieten oder zusätzliche Patrouillen.

Keine wissenschaftliche Grundlage für drastische Verbote

Die Kritik kommt nicht nur aus juristischen Kreisen. Auch Experten wie der Geologe und Klima-Forscher Dr. Matthew Wielicki betonen, dass es keinerlei wissenschaftliche Grundlage für derart drastische Verbote gebe. Vielmehr deute alles darauf hin, dass es hier um den Aufbau neuer Machtstrukturen gehe. Bürger sollten sich daran gewöhnen, dass staatliche Behörden unter dem Banner des Klimas nahezu jede Einschränkung rechtfertigen können.

Die Debatte bekommt zusätzlich Brisanz durch den politischen Kontext. Immer mehr Kanadier im Westen des Landes sprechen offen über Unabhängigkeitsbestrebungen. Vor allem in Saskatchewan und Alberta wächst der Widerstand gegen die Klima-Agenda aus Ottawa und den atlantischen Provinzen. Beobachter warnen, dass die aktuellen »Öko-Verbote« den föderalen Zusammenhalt weiter gefährden könnten.

Kritiker vergleichen die neuen Regeln bereits mit den autoritären Maßnahmen während der Corona-Pandemie. Damals wie heute werde unter Berufung auf »Sicherheit« ein Ausnahmezustand geschaffen, der Grundrechte faktisch aushebelt. Dass man in Kanada inzwischen sogar für das Betreten der Wälder kriminalisiert werden kann, zeigt für viele Bürger, wie sehr sich das Land von den eigenen freiheitlichen Traditionen entfernt hat.

Ob die Gerichte dem massiven Druck auf die Regierung standhalten und die Freiheit der Bürger wiederherstellen, bleibt offen. Klar ist jedoch: Der juristische Widerstand markiert einen Wendepunkt. Immer mehr Kanadier haben genug davon, ihre Lebensweise unter das Diktat einer radikalisierten Klima-Politik zu stellen.

Sven von Storch

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