Wie Katholisches.info berichtet, hat das Lateinische Patriarchat von Jerusalem am 17. Juli einen schweren Angriff der israelischen Streitkräfte auf die Kirche der Heiligen Familie in Gaza gemeldet. Dabei kamen vier katholische Christen ums Leben, sieben weitere wurden verletzt, darunter auch der Pfarrer der Gemeinde, Pater Gabriel Romanelli. Die Kirche selbst wurde ebenfalls beschädigt – das Kreuz auf ihrer Fassade steht jedoch noch, als stilles Symbol des Leidens und der Hoffnung.
Der Vatikan reagierte umgehend. In einem Telegramm, das Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin im Namen von Papst Leo XIV. übermittelte, heißt es, der Papst sei »zutiefst betrübt« über den Angriff auf die Pfarrei, die seit Beginn der Kämpfe über 500 Flüchtlingen Schutz geboten hatte. Er rief zu einem »sofortigen Waffenstillstand« auf und forderte »Dialog, Versöhnung und dauerhaften Frieden in der Region«.
Auch der Orden der Grabesritter bekundete seine Solidarität mit Kardinal Pizzaballa, dem Lateinischen Patriarchen, und den Katholiken im Heiligen Land. Während das israelische Militär eine Untersuchung der Umstände ankündigte und bedauerte, dass es zu zivilen Opfern kam, bleibt der Eindruck zurück, dass selbst Kirchen und ihre Bewohner nicht mehr sicher sind.
Wenn selbst die Heilige Familie in Gaza unter Beschuss gerät – was bleibt dann noch heilig?


Add new comment