»Letzte Woche habe ich an dieser Stelle meine Bestürzung über die Nachricht zum Ausdruck gebracht, dass Papst Franziskus einen Abtreibungsgelehrten in die Päpstliche Akademie für das Leben (PAL) berufen hat - und dass Erzbischof Vincenzio Paglia, der Präsident der PAL, das Problem noch verschlimmert hat, indem er die Rhetorik der Abtreibungslobby übernommen und darauf bestanden hat, dass sein neuer Kollege nicht ‚für die Abtreibung‘, sondern lediglich ‚für die Wahl‘ ist,« schreibt Phil Lawler auf der Webseite Catholic Culture.
»Dann erfuhren wir, dass ein anderes neu ernanntes Mitglied der PAL sich der Pro-Abtreibungs-Parole hingegeben hatte, indem es sagte, dass die Dobbs-Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die Roe v. Wade aufhob, grundlegende Anforderungen an die Toleranz gegenüber dem Pluralismus der moralischen Perspektiven in der Gesellschaft untergräbt.«
Unter den 14 neuen PAL-Mitgliedern befanden sich also zwei bekennende Befürworter der legalen Abtreibung. Aber es gab noch mehr schlechte Nachrichten.
In dieser Woche wurde bekannt, dass zwei weitere neue PAL-Mitglieder stark in die Förderung der Empfängnisverhütung involviert waren. Keines der beiden Mitglieder hat sich in der Öffentlichkeit ausdrücklich für Abtreibung ausgesprochen (soweit ich weiß), aber eines arbeitet für eine Gruppe, die Material für sichere Abtreibung und Betreuung nach der Abtreibung bereitstellt, während das andere von Planned Parenthood sehr empfohlen wurde. Ich kann also mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass keiner der beiden dem Lager der Abtreibungsgegner zuzurechnen ist.
Auch nachdem er der Akademie 2016 eine neue Ausrichtung gegeben hatte, hielt Papst Franziskus an der Forderung fest, dass die Mitglieder nicht nur aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation, sondern auch aufgrund ihres bewährten Engagements für die Förderung und den Schutz des menschlichen Lebens ausgewählt werden. Damals, 2016, war es (kaum) möglich zu argumentieren, dass der Schutz des menschlichen Lebens eine breitere Perspektive erfordert, die wirtschaftliche und soziale Fragen ebenso einschließt wie das grundsätzliche Beharren auf dem Gebot ‚Du sollst nicht töten‘. Wenn nun aber die Befürworter der Abtreibung zu diesem großen Zelt gehören, ist es völlig absurd zu behaupten, dass sich die PAL-Mitglieder für die ‚Förderung und den Schutz des menschlichen Lebens einsetzen.‘


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