Disneys jüngster Versuch, klassische Zeichentrickfilme in moderne Live-Action-Adaptionen zu verwandeln, ist krachend gescheitert. Wie Breitbart berichtet, hat die neue Version von »Snow White« mit Hauptdarstellerin Rachel Zegler das bislang schlechteste Eröffnungswochenende aller Realfilm-Remakes des Konzerns hingelegt: gerade einmal 43 Millionen Dollar in den USA. Damit unterbietet der Film sogar den bisherigen Tiefpunkt »Dumbo« (2019), der damals noch 46 Millionen einspielte – inflationsbereinigt wären das heute 57 Millionen.
Auch international sieht es nicht besser aus: Statt der ohnehin mager prognostizierten 100 Millionen Dollar weltweit wird der Film laut Breitbart voraussichtlich nur rund 87 Millionen erreichen. Dabei belaufen sich die reinen Produktionskosten – ohne Marketing – auf satte 270 Millionen Dollar. Unter Berücksichtigung der üblichen Abgaben an die Kinos dürfte Disney also einen massiven Verlust einfahren.
Die Ursachen sieht Kommentator John Nolte klar: Zum einen sei Hauptdarstellerin Zegler durch »arrogante« und »belehrende« Auftritte im Vorfeld negativ aufgefallen, zum anderen habe Disney mit seiner »woke« Neuausrichtung des Märchens das Publikum verschreckt. »Hollywood wird sich nie erholen, solange niemand bereit ist, die Wahrheit auszusprechen: Disney und Zegler haben normale Menschen vergrault – und der Film ist einfach schlecht«, so Nolte.
Statt einer zeitlosen Geschichte über Schönheit, Tugend und Neid erwartet die Zuschauer laut Kritikern eine feministische Umerziehungskur, die mit der ursprünglichen Vorlage kaum noch etwas zu tun hat. Selbst Hollywood-nahe Medien rätseln, warum »Die kleine Meerjungfrau« mit ähnlich alter Vorlage deutlich besser lief, während »Snow White« wie Blei in den Kinos liegt. Nolte nennt die Argumente der Disney-Verteidiger – etwa das Alter der Geschichte – eine lächerliche Ausrede: »Wenn das der Grund wäre, hätte 2015er-Cinderella nicht 542 Millionen weltweit eingespielt.«
Der Fall »Snow White« wird zunehmend zum Symbol für Disneys gescheiterte Identitätspolitik-Strategie. Anstatt den kulturellen Reichtum der klassischen Stoffe zu bewahren, werden diese mit ideologischer Agenda überfrachtet – zum Unmut der Zuschauer, wie die Kinokassen nun eindeutig beweisen.


Add new comment