Am 11. November 2023 sorgte die Abberufung von Bischof Joseph E. Strickland aus dem Bistum Tyler durch Papst Franziskus für Aufsehen. Der Hauptgrund dafür soll sein vermeintlicher Mangel an Einigkeit mit anderen US-Bischöfen gewesen sein. Strickland, der sich vehement gegen das Schweigen zur Kirchenkrise aussprach, weigerte sich jedoch, aufgrund ungerechter Anschuldigungen von seinem Amt zurückzutreten. Während er die päpstliche Autorität anerkennt, betont Strickland entschieden, dass der Papst ihn aus dem Amt entfernen könne, jedoch nicht seine sakramentale Stellung als Bischof. Er formulierte dies klar mit den Worten: »Der Papst hat die Autorität, mich zu entfernen, aber ich bleibe ein Bischof und ein Nachfolger der Apostel.«
Die Haltung von Bischof Strickland findet Unterstützung bei Weihbischof Athanasius Schneider. Schneider hebt hervor, dass die gegen Strickland erhobenen Anschuldigungen substanzlos waren und dazu dienten, eine unbequeme Stimme in der Kirche zum Schweigen zu bringen. Er distanziert sich deutlich vom Sedisvakantismus und unterstreicht, dass die Akzeptanz eines gewählten Papstes durch die Kirche dessen Gültigkeit bekräftigt, selbst im Fall einer möglicherweise ungültigen Wahl.
Erzbischof Carlo Maria Viganò vertritt jedoch eine abweichende Meinung und behauptet, dass Papst Franziskus aufgrund eines »Mangels an Zustimmung« das Papsttum verloren habe. Viganò, obwohl er sich nicht als Sedisvakantist bezeichnet, kritisiert die Position von Schneider. Diese Debatte über die Legitimität von Papst Franziskus wirft tiefgreifende Fragen auf und erfordert eine eingehende Untersuchung.
Originalartikel von Roberto de Mattei (29. November 2023): Bishops Strickland, Schneider and Viganò: a few essential points


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