Die Kirche wird zur UNO

Argentinischer Erzbischof_ Synode versucht, neue progressive Kirche zu schaffen

»Das Instrumentum Laboris legt dar, wie die globalistische Agenda 2030 kirchlich angenommen werden kann«, erklärte er.

Der argentinische Erzbischof Hector Aguer hat die Synode zur Synodalität mit der »globalistischen Agenda 2030« der UNO und der protestantischen Spaltung verglichen.

Aguer ist der emeritierte Erzbischof von La Plata in Argentinien. Sein Nachfolger wurde 2018 der höchst umstrittene neue Leiter des Dikasteriums (ehemals Kongregation) für die Glaubenslehre, Erzbischof Victor Manuel Fernandez, wie LifeSiteNews berichtet.

In einem von Rorate Caeli veröffentlichten Brief kritisierte Aguer das neue Arbeitsdokument oder Instrumentum Laboris (IL) der Synode zur Synodalität, in dem die Notwendigkeit betont wird, »diejenigen aufzunehmen, die sich aufgrund ihres Status oder ihrer Sexualität von der Kirche ausgeschlossen fühlen.«

Aguer sagte, dass »die synodale Kirche eine progressive Glosse über das Evangelium formuliert«.

»Das Instrumentum Laboris legt dar, wie die globalistische Agenda 2030 kirchlich angenommen werden kann«, erklärte er. »Es ist bewundernswert, wie die päpstliche Monarchie die 'synodale Demokratie' dazu bringt, genau das zu sagen, was sie von dieser ‘Demokratie’ hören will. Das ist so, als ob man einen Stein wirft und die Hand versteckt.«

Er stellte fest, dass die katholische Kirche durch die Synode »mit Verspätung beginnt, den Weg zu beschreiten, den die protestantische Reformation eröffnet hat, und das zu einer Zeit, in der der Protestantismus längst von der Welt verschluckt worden ist.«

»Dies ist der Moment, um zu zitieren, was ein dänischer Lutheraner, der ein großer christlicher Philosoph war, Soren Kierkegaard, 1848 in sein Tagebuch schrieb: ‚Gerade jetzt, wo von einer Neuordnung der Kirche die Rede ist, wird deutlich, wie wenig Christentum in ihr steckt‘«, so der Erzbischof weiter.

Aguer kritisierte außerdem die Beteiligung von Laien am Synodalprozess, insbesondere von Laienfrauen, und meinte, dass »Priesterberufungen in der ‚Synodalkirche‘ keine Priorität mehr haben«.

»Der Ablauf der zukünftigen Versammlung, die bereits seit zwei Jahren vorbereitet wird, lässt die 'Menge' sprechen und abstimmen - insbesondere und neuartig die weibliche«, schrieb er. »Das ist es, was ich mit dem bekannten Beispiel des Steins andeuten wollte. Wenn der Entwurf dieser anderen Kirche fertiggestellt ist, wird der Papst angesichts der Kritik, die nicht ausbleiben wird, sagen können: 'Ich habe es nicht getan'!«

Aguer sagte, dass die neue Ekklesiologie, die »Synodalität« genannt wird, zweideutig ist, da sie nicht klar sagt, in welche Richtung sich die Kirche bewegen soll.

»Das Ziel kann also eine neue progressive Kirche sein, die im Widerspruch zur großen kirchlichen Tradition steht«, schrieb der Erzbischof.

»Eines der Themen auf der Tagesordnung, das schnell die Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist 'wie kann die Kirche mehr auf LGBTQ+ Menschen eingehen'«, sagte er und bemerkte, dass der Ausdruck »Personen mit homosexuellen Tendenzen«, der im Katechismus und anderen kirchlichen Dokumenten verwendet wurde, durch diesen neuen ideologischen Begriff »LGBTQ+ Menschen« ersetzt wird.

Aguer schlussfolgerte, dass »objektive Wahrheit und die Anerkennung von Geboten, nach denen Tugend und Sünde beurteilt und anerkannt werden, nicht mehr zählen«. Vielmehr »kommt es jetzt darauf an, wie sich diejenigen fühlen, die sich selbst als ausgeschlossen betrachten; es ist ihr Gefühl, das zählt, nicht der objektive Zustand, in dem sie sich befinden.«

Sven von Storch

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