Der »Abortion Topical Guide« der Nachrichtenagentur fordert Journalisten auf, die Begriffe »fetal heartbeat bill«, »heartbeat bill« und »six-week abortion ban« zu vermeiden. Die AP behauptet, dass diese Begriffe »zu weit gefasst und irreführend sind, wenn man die Uneinigkeit über Details bedenkt, wie z.B. was einen Herzschlag in verschiedenen Schwangerschaftsaltern ausmacht«, wie die Christian Post berichtet.
Während die Ultraschalltechnologie bereits in der sechsten Schwangerschaftswoche ein »Flackern« erkennen kann, argumentiert AP, dass der Embryo erst begonnen hat, ein »rudimentäres Herz« zu bilden.
AP sagt, dass Medien dies als »kardiale Aktivität« bezeichnen sollten und bezieht sich dabei auf den Sprachführer des American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG). Die ACOG behauptet, dass die Sprache in abtreibungsbezogenen Richtlinien oft auf »Anti-Wahl-Rhetorik« beruht.
»Verwenden Sie nicht den Begriff ‚Spätabtreibung‘. Das American College of Obstetricians and Gynecologists definiert den späten Termin als 41 Wochen bis 41 Wochen und 6 Tage der Schwangerschaft, und eine Abtreibung findet in diesem Zeitraum nicht statt«, schrieb AP Style Book in einem Tweet vom Dienstag.
Stattdessen rät die Agentur Journalisten, den Begriff »Abtreibung später in der Schwangerschaft« zu verwenden, wenn ein allgemeiner Begriff benötigt wird.
»Die meisten Schwangerschaftsabbrüche in den USA finden im ersten Trimester statt. Nach einigen Definitionen gelten alle Abtreibungen danach - ab der 13. Schwangerschaftswoche - als Spätabtreibungen. Andere verwenden den Begriff für Schwangerschaftsabbrüche, die in der 20. Woche oder später stattfinden, also in der Nähe des Zeitpunkts, an dem ein Fötus als lebensfähig gilt«, heißt es in den AP-Leitlinien.
Dr. Donna Harrison, Geschäftsführerin der American Association of Pro-Life Obstetricians and Gynecologists (Amerikanischer Verband der Geburtshelfer und Gynäkologen, die für das Leben eintreten), argumentierte, dass die Entscheidung der AP die Diskussion über Abtreibung in eine voreingenommene Richtung verschiebt, anstatt in eine neutrale und wissenschaftliche.
Harrison sagte, dass die ACOG davon abrät, im Zusammenhang mit einer Abtreibung von einem Herzschlag zu sprechen, und zitierte das »Practice Bulletin 200« der Organisation. In dem Bulletin wird die Diagnose von Fehlgeburten erörtert und, wie Harrison betont, behauptet, dass Ärzte nach dem Herzschlag des Embryos suchen, um die Lebensfähigkeit der Schwangerschaft festzustellen.
Tara Sander Lee, die Direktorin für Biowissenschaften bei der Pro-Life-Forschungsorganisation Charlotte Lozier Institute, äußerte sich im September gegenüber CP in ähnlicher Weise über den fötalen Herzschlag. Die Wissenschaftlerin reagierte auf die Behauptung der demokratischen Gouverneurskandidatin von Georgia, Stacey Abrams, dass der Klang eines fötalen Herzschlags in der sechsten Woche nur hergestellt sei.
»Das Herz eines Babys schlägt in der sechsten Schwangerschaftswoche aktiv und hat bis zur 15. Woche bereits fast 16 Millionen Mal geschlagen«, erklärte sie. »In der Tat schlägt das Herz des Babys in der sechsten Woche, wenn Stacey Abrams sagt, dass es keinen Herzschlag gibt, mit 110 Schlägen pro Minute (bpm)«.


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