Es geht um die Dekonstruktion des Glaubens

Von den deutschen Bischöfen unterstützte Website parodiert kirchliches Lehramt

Die offizielle Seite der deutschen Bischöfe ist Vorreiter der progressistischen Linie in der Kirche.

Ein kurzer Blick auf die Inhalte von Katholisch.de - der von der Deutschen Bischofskonferenz unterstützten Nachrichten-Website - zeigt, dass die heutige deutsche Kirche, deren Mitglieder auf ihrem mehrjährigen Synodenweg eine radikal heterodoxe Agenda vorantreiben, vor der viele gewarnt haben, dass sie zu einer Spaltung führen könnte, regelrecht parodiert wir, wie Edward Pentin auf National Catholic Register kommentiert.

Katholisch.de mit Sitz in Bonn, wo die Bischofskonferenz ihren Hauptsitz hat, bezeichnet sich selbst als »das Nachrichten- und Informationsportal der katholischen Kirche in Deutschland«, das »mit den 27 deutschen Diözesen und anderen kirchlichen Einrichtungen zusammenarbeitet.« Obwohl es nicht offen zur Bischofskonferenz gehört, sollen wichtige Vertreter der Konferenz erheblichen Einfluss auf den Inhalt haben.

An erster Stelle steht ein Artikel über einen Kommentar aus der Feder des deutschen Theologen Hermann Häring, eines ehemaligen Schülers und Kollegen des verstorbenen heterodoxen Schweizer Theologen Hans Küng, der die christliche Lehre von der Erbsünde für viele kirchliche Fehlentwicklungen verantwortlich macht.

Der Artikel gibt unumwunden Härings Ansichten wieder, die zuerst in der deutschen Zeitschrift Christ in der Gegenwart veröffentlicht wurden. Darin schreibt er, dass die katholische Kirche »von diesem dunklen, traumatisierenden Menschenbild geprägt« sei, das dem christlichen Bild des Menschen als »unverminderter Freiheit« widerspreche.

Der Glaube an die Erbsünde habe »zu einer allgemeinen Angst vor der Freiheit und der Welt, zu einer Angst vor Unabhängigkeit und Autonomie und schließlich zu Sexualphobie und Frauenhass« geführt. Dieses »Erbsünden-Syndrom«, das noch immer tief in Traditionen, Liturgie, Kirchenliedern und Gebeten verwurzelt ist, müsse überwunden werden, fordert Häring, sonst werde der Sinnverlust in der Kirche noch dramatischer. 

In einem weiteren Artikel berichtet Katholisch.de über einen Vortrag der deutschen Theologin Julia Knop, die fordert, dass Frauen in der kirchlichen Liturgie das Evangelium lesen dürfen. »Mir ist erst vor kurzem, dann aber schmerzlich bewusst geworden, dass ich die Worte Jesu - einzelne Sätze, Gleichnisse, Predigten, Ermahnungen - nur aus dem Mund von Männern kenne, in priesterlicher Rolle, mit Tenor- oder Bassstimme", sagt Knop, die Mitglied des Synodalweges ist. Die Tatsache, dass die Worte Jesu in der katholischen Kirche in der Regel von einem Priester oder einem Diakon gelesen werden, führe zu einer "eklatanten Verengung der Vielstimmigkeit der Kirche«, so Knop. 

Knop, Professorin für Dogmatische Theologie an der Universität Erfurt, hat sich oft für die Frauenordination eingesetzt, was die letzten Pontifexe, einschließlich Papst Franziskus, kategorisch ausgeschlossen haben. Anfang dieses Jahres fragte sie rhetorisch, ob es der Wille Gottes sei, dass

Sven von Storch

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