Papst Franziskus Gesundheit nimmt ab

Vatikan_ Man erwartet bald eine neue Papstwahl

»Das nächste Konklave wird chaotisch sein«: erklärt Henry Sire, katholischer Historiker und Verfasser des Buches »Der Diktator-Papst.«

Der britische Historiker Henry Sire – Autor des Buchs »Der Diktator-Papst« - ist sich sicher, dass nach Papst Franziskus ein großes Chaos entstehen wird.

Sire, der wegen seines Ende 2017 unter dem Pseudonym Marcantonio Colonna vorgelegten Buches aus dem Malteserorden ausgeschlossen wurde, rechnet im nächsten Konklave mit Bestrebungen, einen Papst »der Mitte« zu wählen, als Nachfolger des progressistischen Papst Franziskus. Damit werde man die Wogen glätten wollen, die das derzeitige Pontifikat so zahlreich verursacht. Auch eine »Spaltung innerhalb des Konklaves« schließt der in Spanien geborene Brite mit französischen Wurzeln nicht aus, wie katholisches.info berichtet.

Mit der Wahl eines Papstes »der Mitte« werde allerdings die Verwirrung, »die durch die Zweideutigkeiten von Franziskus entstanden ist, noch größer werden«, denn ein Kompromisskandidat werde »keine klare Linie vorgeben« so Sire im Interview mit Gloria.TV.

Sire Einschätzung nach gibt es derzeit keinen klaren Favoriten, der die Fähigkeit besitze, Rechtgläubigkeit in der Kirche »wiederherzustellen und auf den Weg echter Reformen zu führen.« Das sei nämlich »das Gegenteil der imageorientierten Gesten«, mit denen Papst Franziskus die weltlichen Medien »verblüfft hat«. Die Gesten von Franziskus seien im übrigen »völlig unzuverlässig«.

Auf die Frage, was Sire nach jüngsten Erkenntnissen seinem Buch hinzufügen würde, erklärt er:
»Tatsächlich haben mir weitere Nachforschungen gezeigt, dass ich den Morast der Korruption unterschätzt habe, zu dem Bergoglio während seiner argentinischen Karriere gehörte. Ein Beispiel war seine Rolle als Beschützer von klerikalen Sexualstraftätern. Ich bedaure sehr, dass mir nicht mehr Fakten zur Verfügung standen, um ein wahrheitsgetreues Bild des Mannes zu zeichnen, den die Kardinäle 2013 zum Papst gewählt haben. Als ich mein Buch schrieb, war ich mir der Kultur der moralischen und finanziellen Korruption, in die die Erzdiözese Buenos Aires eingetaucht war, nicht in vollem Umfang bewusst; für diese Kultur war Bergoglio nicht selbst verantwortlich, aber er tat nichts, um sie zu reformieren, und er unterstützte sie durch seine Politik der Vertuschung. Es gibt auch Aspekte der frühen Karriere von Bergoglio, die nur ein argentinischer Forscher vollständig erforschen konnte, insbesondere die umstrittene Frage seines Verhaltens während der Militärdiktatur.«

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.