Konzentrationslager und Totalüberwachung für ethnische Minderheit

Unternehmen, das Uiguren überwacht, spielt wichtige Rolle bei den Olympischen Spielen

Gesetzgeber kritisieren die »beschämende« Entscheidung des IOC, ein von den USA sanktioniertes Unternehmen als Sponsor der Spiele zuzulassen.

Ein chinesisches Unternehmen, das von den Vereinigten Staaten sanktioniert wurde, weil es die Regierung bei der Überwachung von Uiguren unterstützt, ist ein wichtiger Sponsor der bevorstehenden Olympischen Spiele in Peking, berichtet der Washington Free Beacon.

iFlytek ist der exklusive Lieferant von automatischer Übersetzungssoftware für die kommenden Olympischen Winterspiele. Die chinesische Regierung nutzt die Technologie des Unternehmens zur Überwachung der chinesischen Uiguren und anderer verfolgter Gruppen. Das Handelsministerium hat iFlytek zusammen mit anderen chinesischen Firmen für künstliche Intelligenz im Jahr 2019 wegen ihrer Rolle bei »Menschenrechtsverletzungen und Missbrauch bei der Umsetzung von Chinas Kampagne der Unterdrückung, willkürlichen Massenverhaftungen und High-Tech-Überwachung« sanktioniert.

Der US-Senator Jim Risch (R., Idaho), der ranghöchste Republikaner im Ausschuss für auswärtige Beziehungen des Senats, nannte die Beteiligung von iFlytek an den Olympischen Spielen »wirklich beschämend.«

»Das Internationale Olympische Komitee, das behauptet, 'die Menschenrechte anzuerkennen und zu wahren', erlaubt einem vom chinesischen Staat gesponserten Unternehmen, das die grausamen Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung gegen die Uiguren unterstützt, das Organisationskomitee der Olympischen Spiele in Peking zu sponsern«, sagte Risch dem Washington Free Beacon. »Das zeigt, dass dem IOC der Profit und seine Beziehungen zu Peking wichtiger sind als alles andere.«

Die Olympischen Spiele in Peking stehen wegen der chinesischen Menschenrechtsverletzungen unter internationaler Beobachtung. Die Vereinigten Staaten haben als Reaktion auf den Völkermord an der muslimischen Bevölkerung der Uighuren einen diplomatischen Boykott der Spiele angekündigt. China drohte diese Woche damit, dass olympische Athleten, deren Äußerungen gegen den »olympischen Geist« verstoßen, mit »gewissen Strafen« rechnen müssen.

Menschenrechtsorganisationen kritisieren iFlytek seit langem wegen seiner Zusammenarbeit mit der Kommunistischen Partei Chinas. »Die Behörden können diese Daten in einem Land mit einer langen Geschichte unkontrollierter Überwachung und Vergeltungsmaßnahmen gegen Kritiker leicht missbrauchen«, so Human Rights Watch.

Cybersecurity-Gruppen sagen, dass China die Technologie von iFlyTek ausnutzen könnte, um die Teilnehmer der Spiele in Peking zu überwachen. Die App, mit der Olympioniken und andere Teilnehmer vor den Spielen ihre Gesundheits- und Reisedaten melden müssen, enthält laut Citizen Lab zahlreiche Schwachstellen in der Verschlüsselung. Die App enthält außerdem einen Computercode, der bestimmte politische Äußerungen zensiert.

Sven von Storch

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