Outreach-Konferenz in den USA

Papst Franziskus grüßt LGBTQ-Tagung an Jesuiten-Universität

Die Konferenz ist hochkarätig besetzt und spiegelt die Unterstützung der gegenwärtigen Kirchenführung für die LGBTQ-Agen­da wider.

In dieser Woche findet an der Georgetown University in Washington D.C., der ältesten katholischen Universität in den USA, eine bedeutende Tagung für die LGBTQ-Community statt. Diese Veranstaltung, bekannt als Outreach-Konferenz, wird von Pater James Martin organisiert, einem prominenten katholischen Priester und Aktivisten für die Anerkennung der Homosexualität. Papst Franziskus hat ihm zu Ehren eine persönliche Grußadresse geschickt, die bereits die vierte dieser Art ist, die er an Pater Martin gerichtet hat. Diese wiederholte Anerkennung unterstreicht, wie zentral die Frage der Homosexualität für das Pontifikat von Franziskus geworden ist.

Die Outreach-Konferenz, die sich selbst als »LGBTQ Catholic Ministry Conference« bezeichnet, wird von der von Pater Martin gegründeten Internetplattform Outreach organisiert. Diese Plattform operiert unter der Schirmherrschaft von America Media, der Mediengesellschaft, die das »America Magazine« herausgibt, dessen Redaktion Pater Martin angehört. Die Veranstaltung ist ein Beispiel für die enge Verbindung zwischen dem Jesuitenorden und der homosexuellen Lobby innerhalb der Kirche, da sowohl Pater Martin als auch Papst Franziskus dem Jesuitenorden angehören.

Die Konferenz ist hochkarätig besetzt und spiegelt die Unterstützung der gegenwärtigen Kirchenführung für die LGBTQ-Agen­da wider. Neben der Grußadresse von Papst Franziskus wird Kardinal Wilton Gregory, der Erzbischof von Washington, morgen eine Messe für die Teilnehmer der Veranstaltung zelebrieren. Das Programm führt Gregory als »Vorsitzenden« auf, eine Formulierung, die sich immer mehr etabliert, auch wenn die genaue Rolle nicht klar ist. Papst Franziskus selbst wird oft als »Vorsitzender« von Messefeiern bezeichnet, obwohl er nicht am Altar steht.

Pater James Martin, der von Papst Franziskus tatkräftig gefördert wird, hat nicht nur wiederholt persönliche Grußschreiben vom Papst erhalten, sondern wurde auch als Konsultor nach Rom berufen. Franziskus hat die Weltöffentlichkeit aufgefordert, mehr Bücher von Martin zu lesen und hat ihm sowie der LGBTQ-Lobby Türen zu wichtigen weltweiten Familientreffen geöffnet.

Die Ernennung von Wilton Gregory zum Erzbischof von Washington und zum Kardinal erfolgte durch Franziskus, der auch für seine Nähe zu den umstrittenen »McCarrick-Boys« bekannt ist. Diese Nähe zu homosexuellen und progressiven Kreisen innerhalb der Kirche zeigt sich in der Messe, die Gregory für die Homo-Aktivisten zelebrieren wird, während Franziskus betont, dass er »im Gebet vereint« mit den Teilnehmern sei.

In der Grußadresse an Pater Martin schrieb Papst Franziskus:

»Lieber Bruder,

vielen Dank für Deine E-Mail.

Ich freue mich, dass Kardinal Gregory die Messe zelebrieren wird; ich werde geistig mit ihm und mit Euch zusammen im Gebet vereint sein.

Danke, dass Ihr für mich betet. Ich tue es für Euch.

Möge Jesus Euch segnen und die Heilige Jungfrau über Euch wachen.

Mit brüderlichen Grüßen

Franziskus«

Papst Franziskus’ Engagement für die Anerkennung der Homosexualität ist somit deutlich sichtbar. Er folgt damit dem Zeitgeist und setzt sich für eine religiöse Perspektive ein, die oft als Verklärung der Homosexualität angesehen wird. Während einige diese Haltung als Ausdruck von Barmherzigkeit und Nähe deuten, gibt es auch Kritik an der offensichtlichen Priorität dieser Thematik innerhalb seines Pontifikats.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.