Gott habe »transgender« Menschen geschaffen

Oberer der deutschen Franziskaner outet sich

»Viele Menschen sind von Gott heterosexuell begabt, und einige Menschen sind homosexuell oder bisexuell, transgender oder nicht-binär, also sind sie queer», sagte Fuhrmann. »Das zeigt die wunderbare Vielfalt von Gottes Schöpfung.«

In einem aktuellen Interview mit dem deutschen katholischen Nachrichtenportal katholish.de hat der Provinzialoberer der deutschen Franziskaner, Bruder Markus Fuhrmann, der offen zugibt, homosexuell zu sein, die katholische Lehre über Sexualität angegriffen und Homosexualität sowie »Geschlechtervielfalt« blasphemisch als »wunderbare Vielfalt« von Gott verteidigt.

Fuhrmann wies die katholische Lehre über die schwerwiegende Sündhaftigkeit homosexueller Handlungen zurück und kritisierte die Sprache der Kirchenlehre sowie diejenigen, die sie aus der Naturgesetzlichkeit verteidigen, als »herabsetzend und diskriminierend«. Er behauptete, die moderne Wissenschaft unterstütze die »Vielfalt« der Geschlechter und schrieb diese blasphemisch Gott selbst als ihre Quelle zu.

Der homosexuelle Bruder sagte: »Es gibt immer noch Menschen, die sagen, dass Homosexualität eine Sünde, eine Krankheit oder eine Aberration ist. In der Regel rechtfertigen diese Stimmen dies mit dem Naturgesetz oder der Schöpfungsordnung, wobei sie dann glauben, selbst definieren zu können, was 'natürlich' oder 'gemäß der Schöpfungsordnung' ist.« Sowohl die Schrift (Röm 1,26-27) als auch die katholische Lehre verurteilen Homosexualität als gegen das Naturgesetz.

Fuhrmann kritisierte jedoch Aussagen, die Homosexualität als unnatürlich verurteilen, und nannte sie »herabsetzend und diskriminierend«, und behauptete, dass sie »der Realität des Lebens« von sogenannten »queeren Menschen« nicht gerecht würden. Er behauptete auch, dass sie »nicht dem aktuellen Stand der humanwissenschaftlichen, sexualethischen und exegetischen Expertendiskussion« entsprächen, trotz der autoritativen Lehre der Kirche zu diesem Thema und weit verbreiteter wissenschaftlicher Beweise für die extremen Schäden durch Homosexualität.

Der Bruder deutete weiterhin blasphemisch an, dass Gott einige Menschen homosexuell, »transgender« oder »nicht-binär« erschaffe. »Viele Menschen sind von Gott heterosexuell begabt, und einige Menschen sind homosexuell oder bisexuell, transgender oder nicht-binär, also sind sie queer», sagte er. »Das zeigt die wunderbare Vielfalt von Gottes Schöpfung.«

Fuhrmann sagte katholish.de, dass er sich bereits vor seiner Wahl zum Provinzialoberen im Jahr 2022 als homosexuell geoutet habe und behauptete, dass dies eine Frage der »Ehrlichkeit« sei.

Er fügte hinzu, dass er sich nach den deutschen Missbrauchsskandalen von 2022 dazu entschieden habe, offener seine Ablehnung der katholischen Lehre zu zeigen, weil er selbst »schwul« sei. Der Bruder verteidigte auch seine Beteiligung am Manifest der heterodoxen Gruppe »Out in church« im Jahr 2022, einer pro-LGBT-Lobby, die innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland dafür kämpft, die katholische Sexualmoral ohne mögliche Beendigung von Arbeitsverträgen offen abzulehnen.

Indem er seine Stimme und Unterstützung den heterodoxen Forderungen von »Out in church« leiht, versteckt Fuhrmann die Ablehnung der ständigen und universellen Lehre der Kirche über Homosexualität und andere sexuelle Themen als Aufruf zu einer "Erneuerung" der katholischen Sexualmoral.

Fuhrmann hat auch Unterstützung für viele der Forderungen des heterodoxen Synodalen Weges der deutschen Bischöfe geäußert, darunter die Aufhebung der Zölibatspflicht für Priester und die Ordination von Frauen, entgegen der apostolischen Tradition und der katholischen Lehre.

Die Debatte um Homosexualität und Transgenderismus in der katholischen Kirche bleibt weiterhin kontrovers und polarisiert sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche. Während einige die Notwendigkeit einer »Erneuerung« der Lehre und eine »queere« Kirche betonen, beharren andere auf der Wahrung der traditionellen Lehre und Moral der Kirche.

Sven von Storch

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