Der Papst müsste sie zurechtweisen

Kardinal Müller_ Homo-Segen der belgischen Bischöfe ist Ketzerei und Schisma

»Das ist nichts anderes als Häresie gegen die christliche Ehe«, sagte der ehemalige Vatikan-Chefdogmatiker.

Kardinal Gerhard Müller wiederholte diese Woche in einem Interview mit LifeSiteNews seine scharfe Kritik an abweichenden Bischöfen und beschuldigte die belgischen Bischöfe der »Ketzerei und des Schismas«, weil sie die »Segnungen« homosexueller Partnerschaften genehmigt hatten.

Kardinal Müller, der emeritierte Präfekt der Glaubenskongregation, sagte dem LifeSite-Korrespondenten Jim Hale, dass die Einführung gleichgeschlechtlicher »Segnungen« durch die Bischöfe der belgischen Region Flandern »nichts anderes als Ketzerei« sei.

»Es ist nichts anderes als Ketzerei gegen die christliche Ehe«, sagte er. »Es ist eine absolute Häresie und ein Schisma.«

»Kein Bischof oder Papst hat die Autorität, etwas zu segnen, das gegen den Willen unseres Schöpfers und unseres Erlösers ist«, fügte der frühere Chef der vatikanischen Doktrin im Interview hinzu.

Kardinal Müller wies darauf hin, dass es in der Geschichte der Kirche »oft« vorgekommen sei, dass einige Bischöfe vom Glauben abgewichen und »Häretiker und Schismatiker« geworden seien.

Der deutsche Prälat beklagte jedoch, dass es heute »keine Disziplin« für häretische Bischöfe gebe. »Normalerweise wäre das die Aufgabe der Glaubenskongregation«, erklärte er, »diese falschen Lehren zu korrigieren, die nicht nur gegen die Offenbarung als logische Lehre, sondern gegen die geoffenbarte Lehre der Kirche, das depositum fidei, verstoßen.«

»Wir müssen der Lehre der Apostel treu sein, denn die Offenbarung ist das Wort Gottes und nicht nur unsere Spekulationen und Ideen«, sagte er.

Der derzeitige Leiter der Glaubenskongregation, Kardinal Luis Ladaria Ferrer, S.J., hat es abgelehnt, abweichende Meinungen zu korrigieren, und mindestens ein belgischer Bischof, Johan Bonny von Antwerpen, hat behauptet, dass Papst Franziskus die flämischen Richtlinien über homosexuelle »Segnungen« unterstützt.

Kardinal Müller betonte jedoch wiederholt, dass die Bischöfe keine Befugnis haben, dem katholischen Glauben zu widersprechen, und sagte, dass es ein »Missbrauch« der »geistlichen Macht« sei, die ihnen von Christus anvertraut wurde, wenn sie die Lehre durch irrige Meinungen ersetzen.

»Der Heilige Vater hat die Verpflichtung und die Pflicht, gute Bischöfe mit intellektueller und geistlicher Kompetenz einzusetzen, die der Lehre Gottes treu sind, denn die Bischöfe sind die Nachfolger der Apostel. Sie sind nicht die Herren, die Chefs unseres Glaubens, sondern sie sind nur Diener der Offenbarung«, sagte Kardinal Müller.

Die Kongregation für die Glaubenslehre erklärte im März 2021, dass die »katholische Kirche nicht befugt ist, den Segen für gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu erteilen.«

In seinem Interview mit dem Westen im Juni bekräftigte Kardinal Müller, dass »niemand«, auch nicht der Papst, »die Lehre unseres katholischen Glaubens ändern kann, dass homosexuelles Verhalten eine schwere Sünde ist.«

Sven von Storch

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