In einem kürzlich erschienenen Artikel für Catholic World Report analysierte Carl Olson eine Aussage von Kardinal Jean-Claude Hollerich, dem Vorsitzenden der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union, über die Lehre der Kirche zur Homosexualität.
Kardinal Hollerich sagte: »Die Kirche lehrt, dass homosexuelle Handlungen von Natur aus ungeordnet sind, aber sie sagt nicht, dass homosexuelle Orientierung von Natur aus ungeordnet ist.«
Olson wies darauf hin, dass diese Aussage zwar technisch korrekt, aber auch irreführend sei. Er erklärte: »Es ist allgemein bekannt, dass sich die Lehre der Kirche über Homosexualität nicht nur auf sexuelle Handlungen, sondern auch auf Wünsche und Neigungen bezieht.«
Olson wies auch darauf hin, dass die Lehre der Kirche zur Homosexualität auf dem Naturrecht beruht, demzufolge sexuelle Handlungen auf die Fortpflanzung und die Einheit der Eheleute ausgerichtet sind. Homosexuelle Handlungen werden als ungeordnet betrachtet, weil sie nicht in der Lage sind, diesen Zweck zu erfüllen.
»Kardinal Hollerichs Erklärung war kein Beispiel für eine ehrliche Kommunikation über ein schwieriges Thema.«
Er betonte die Bedeutung von Klarheit und Genauigkeit in Diskussionen über die Lehre der Kirche, insbesondere bei kontroversen Themen wie Homosexualität. »Die Lehre der katholischen Kirche zur Homosexualität wird oft falsch dargestellt und missverstanden«, sagte er. »Es ist wichtig, dass diejenigen, die sich zu diesem Thema äußern, in ihren Aussagen klar und präzise sind.«
Abschließend rief Olson die Kirchenführer auf, in ihrer Kommunikation über die Lehre der Kirche ehrlich und geradlinig zu sein. »Die Lehren der Kirche sind nicht immer leicht zu verstehen oder zu akzeptieren, aber wir sind es den Gläubigen schuldig, sie wahrheitsgemäß und genau zu erklären«, sagte er. »Alles andere wäre ein Bärendienst für die Kirche und für die Menschen, denen wir dienen.«


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