Während der Vatikan von Papst Franziskus das Fernsehspektakel der Olympischen Winterspiele 2022 genießt, die angeblich »dem Papst am Herzen liegen«, scheint es, dass etwas, das ihm nicht am Herzen liegt, die katholische Kirche in China ist, da Franziskus weiterhin die Augen vor dem Leid verschließt, das durch sein Geheimabkommen mit dem kommunistischen China verursacht wird, wie LifeSiteNews berichtet.
Msgr. Melchor Sanchez de Toca, der Untersekretär des Päpstlichen Rates für Kultur, sagte kürzlich gegenüber EWTN, dass die Olympischen Spiele »dem Herzen des Papstes und damit dem Herzen der Kirche nahe sind«. Dies geschah, nachdem der Papst zwei Botschaften an die Teilnehmer der Spiele gerichtet hatte, in denen er so weit ging, diese Olympischen Spiele als eine »einzigartige Erfahrung menschlicher Brüderlichkeit und des Friedens« hervorzuheben.
Vielleicht hätte Papst Franziskus mit »einzigartiger Erfahrung von Brüderlichkeit und Frieden« die Spiele eher als ein Mittel beschreiben sollen, um die Welt von dem schockierenden Verrat abzulenken, den er an den Katholiken in eben diesem Land begangen hat, als er das Abkommen mit Peking für 2018 unterzeichnete.
Die genauen Details des Abkommens, das 2018 unterzeichnet und 2020 erneuert wurde, wurden nicht bekannt gegeben, aber der China-Experte Stephen Mosher beschrieb es als »das vielleicht umstrittenste Abkommen eines von Kontroversen geplagten Papsttums«.
Angeblich erkennt das Abkommen zwischen dem Vatikan und China die staatlich anerkannte Kirche an und erlaubt der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), Bischöfe zu ernennen. Der Papst behält offenbar ein Vetorecht, obwohl in der Praxis die KPCh die Kontrolle hat. Angeblich ist es auch möglich, rechtmäßige Bischöfe abzusetzen und durch von der KPCh anerkannte Bischöfe zu ersetzen.
Doch in der Praxis hat der bergoglianische Vatikan Peking die weiße Fahne geschwenkt, die gläubigen chinesischen Katholiken staatlichen Sanktionen, Verfolgungen, Entführungen und Folterungen überlassen und jetzt einfach den Fernseher eingeschaltet, um die Olympischen Spiele zu sehen.
Doch während Papst Franziskus das Abkommen beschämend als ein »neues Kapitel der katholischen Kirche in China« verteidigte, ist die blutige Realität vor Ort weit entfernt von Worten wie »Dialog« oder der Aufforderung an die chinesischen Katholiken, »gute Bürger« zu sein.
Verfolgung hat dank des Abkommens des Papstes mit Peking zugenommen
Kaum war die Tinte auf dem Abkommen getrocknet, berichtete AsiaNews – eine Website, die regelmäßig die Entführungen und Folterungen von Katholiken im Untergrund dokumentiert –, dass »Katholiken im Untergrund bitterlich vermuten, dass der Vatikan sie im Stich gelassen hat«.
AsiaNews berichtete über die fünfte Verhaftung innerhalb von zwei Jahren von Bischof Peter Shao Zhumin, dem vom Vatikan anerkannten Bischof von Wenzhou, und schilderte die Lage der chinesischen Katholiken vor Ort:
»geschlossene und versiegelte Kirchen, zerstörte Kreuze, dem Erdboden gleichgemachte Kuppeln, abgerissene Heiligtümer, das von der Polizei durchgesetzte Verbot für Minderjährige unter 18 Jahren, die Kirche oder den Katechismus zu besuchen ...«
Die Verhaftungen des guten Bischofs sind auch nicht zufällig: Die KPCh hat ihn mit »fast wissenschaftlichem« Timing rund um wichtige katholische Feste wie Weihnachten, Ostern, Mariä Himmelfahrt und November, dem Monat des Gebets für die Toten, festgenommen.
Im Sommer 2021 verhaftete die KPCh auch eine Reihe von Geistlichen: »Bischof Joseph Zhang Weizhu von der Diözese Xinxiang wurde im Mai zusammen mit zehn Priestern und zehn Seminaristen entführt, als etwa 100 Agenten der Staatssicherheit« eine stillgelegte Fabrik stürmten, die als Seminar für diejenigen genutzt wurde, die nicht der von der KPCh anerkannten Kirche beitreten wollten. Ihr Verbrechen war es, nicht der staatlich anerkannten Kirche, der »Patriotischen Vereinigung«, beizutreten, deren Loyalität letztlich Xi Jinping gilt.
Das ist der Ruhm des »neuen Kapitels der katholischen Kirche in Chin«, auf das Papst Franziskus so stolz ist – eine Kirche, die jetzt von einer Ära der Verfolgung und der notwendigen Geheimhaltung geprägt ist, die mehr an die elisabethanischen Zeiten der katholischen Verfolgung in England und Irland erinnert als an die angeblich zivilisierte Welt des 21.


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