Sie war die jüngste deutsche Fernsehansagerin beim BR und immer eine Verteidigerin von Frauenrechten und Gleichberechtigung…und sie ist strikt gegen Gendern. Antje-Katrin Kühnemann wettert gegen die Verhunzung der deutschen Sprache: »Das ist keine Emanzipation, sondern ein Rückschritt«.
»Ich gendere nicht,« fügte Kühnemann hinzu, »Ich freue mich, als Frau denselben Beruf wie ein Mann ergreifen zu können – da will ich doch nicht auf eine Verniedlichung mit -in und -innen reduziert werden. Das ist keine Emanzipation, sondern ein Rückschritt. Wer wirklich emanzipiert ist, sollte in meinen Augen darüber stehen,« erklärte sie in der AZ.
Sie sei Doktor, erklärte die TV-Moderatorin: »Es gibt ja schon länger die Ärztin und den Arzt, aber ich bleibe Frau Doktor – und nicht Frau Doktorin. Für mich ist das eine Berufsbezeichnung genauso wie beispielsweise Minister, keine Geschlechterzuweisung. Bloß, weil kein -in anhängt, muss ich mich nicht auf den Schlips getreten fühlen. Ich weiß, dass die Zeiten sehr aufgeregt sind und dass viele alles besonders richtig machen wollen. Doch dabei passiert auch viel grauseliger Schmarrn.«
Kühnemann ergänzt: »Viele TV-Moderatoren - damit meine ich auch weibliche - machen diese lange Kunstpause, die ich als besonders störend empfinde, weil sie unsere schöne Sprache und den Redefluss verhohnepipelt. Wenn man schon gendern will, sollte man sich bitte die Sekunde Zeit nehmen und etwa sagen: liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Und nicht: liebe Zuschauer...innen.«
Außerdem sei sie keine »…innen«: »Und ich verstehe nicht, warum das viele Frauen so klaglos hinnehmen oder gar toll und unterstützenswert finden. Ist das kleine Wort -innen der große Erfolg, der uns von jahrzehntelangem Einsatz für mehr Frauenrechte bleibt? Na, bravo. Das wäre äußerst schade und bedauerlich."
Absurd fände sie auch das Gendersternchen: »Diversgeschlechtliche Personen brauchen mehr, was sie in der Akzeptanz weiterbringt – als ein Sternchen.«


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