Junge Menschen, Familien, Kirchenmänner - gute Stimmung bei der friedlichen Demo

4.500 Teilnehmer beim 17. Marsch für das Leben in Berlin

Ein klarer Aufruf zum Lebensschutz, eine Woche vor der Bundestagswahl.

»Jugendgruppen, Familien, Senioren, Gemeinden, Busgemeinschaften, Gäste aus dem In- und Ausland: Vor dem Brandenburger Tor, umrahmt von Ständen der Mitgliedsvereine im Bundesverband Lebensrecht, nahmen 4.500 Menschen aller Altersgruppen am Marsch für das Leben teil,« lautete eine Pressemitteilung des Bundesverbands Lebensrecht.

Der Marsch für das Lebensrecht fand erstmals 2002 unter dem Titel »1000 Kreuze für das Leben« statt. Die Kreuze, die von den Teilnehmern im Schweigen getragen wurden, sollten die 1000 Abtreibungen pro Tag in Deutschland darstellen. Seit 2006 hieß der Marsch dann – in Anlehnung an die anderen großen Lebensschutzmärsche in vielen Hauptstädten der Welt »Marsch für das Leben.«

Wie jedes Jahr waren auch diese Mal hohe Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft dabei. Bischöfe Voderholzer aus Regensburg und Ipolt aus Görlitz waren stellvertretend für die Katholische Kirche dabei. der Vorsitzende der Evangelischen Allianz, Ekkehart Vetter, Vertreter der orthodoxen Kirchen oder Johannes Singhammer, ehemaliger Bundestagsvizepräsident gesellten sich zu den friedlichen Demonstranten.

»Die Lebensrechtsbewegung ist jung und kreativ. Sabina Scherer berichtete über ihre Motivation, den Podcast ‚Zellhaufen‘ ins Leben zu rufen, die Jugend für das Leben Deutschland wächst stetig, unter anderem mit Pro-Life-Touren und -Kongressen, eine junge Studentin trug einen selbstverfassten, tiefgehenden ‚Poetry Slam‘ aus Sicht eines Kindes vor der Geburt vor,« berichtet der Bundesverband.

»‚Abtreibung gehörte zur sozialistischen Familienplanung‘ hatte der ehemalige Chef der evangelischen Nachrichtenagentur idea, Helmut Matthies, gewarnt. ‚Alle Kinder sind Ebenbilder Gottes.‘ Kurz danach erklärte er, nur Union und AfD wollten den Lebensschutz nicht aufweichen,« berichtet Pro-Medienmagazin.

Auch der Gegenproteste blieben nicht aus. Demonstranten mit bunten Haaren und knapper Kleidung demonstrierten am Berliner Hauptbahnhof gegen die friedliche Kundgebung und für die Anerkennung transidentitärer Menschen und Prostitution. Mit geschmacklosen Bannern wie: »Hätt’ Maria abgetrieben, wärn’ wir für sie da gewesen« konnten die Gegendemonstranten »punkten«.  Große Störungen wie bei vergangenen Märschen blieben aber aus.

Die Botschaft an Politiker, eine Woche vor den Bundestagswahlen war klar: »Bei allem, was Sie entscheiden, prüfen Sie, ob diese Entscheidung mit der Menschenwürde jedes Menschen von der Zeugung bis zum Tod vereinbar ist.«

Live wurde der Marsch von EWTN übertragen, die Aufzeichnung ist auf YouTube abrufbar.

Sven von Storch

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