Ein 34-Millionen-Skandal zeigt, wie naiv westliche Regierungen noch immer mit Pekings Einfluss umgehen

Kanadas Drohnen-Debakel: Wie China sich in die innerste Sicherheitsarchitektur einnistet

Kanadas Polizei kaufte fast tausend chinesische Drohnen – und stellt nun fest, dass sie ein Sicherheitsrisiko darstellen. Das Problem ist größer als falsche Beschaffung: Es ist ein Symptom für jahrelange politische Blindheit gegenüber Pekings Strategie.

Bild: Drone, Flickr


Dass China längst eine systematische Strategie der Unterwanderung westlicher Institutionen betreibt, gilt nicht mehr als Verschwörungstheorie, sondern als nüchterne Analyse – wie LifeSiteNews berichtet. Nun enthüllt ein interner Bericht der kanadischen Bundespolizei RCMP, dass Ottawa 34 Millionen Dollar für Drohnen ausgerechnet jenes Landes ausgegeben hat, das als Hauptverantwortlicher für ausländische Einflussoperationen in Kanada gilt. 79 Prozent der RCMP-Drohnenflotte gelten inzwischen offiziell als Sicherheitsrisiko. Ergebnis: Die teuer gekauften Geräte dürfen in heiklen Einsätzen kaum noch genutzt werden.

China hat also geliefert – und Kanada hat blind vertraut. Wie konnte es so weit kommen?

Die RCMP selbst spricht erstaunlich klar: Chinesische Hersteller seien wegen unsicherer Datenverarbeitung, mangelnder Lieferkettenintegrität und potenzieller Verwundbarkeit ein hohes Risiko. Das ist diplomatische Umschreibung für eine viel einfachere Wahrheit: Chinesische Technik gehört nicht in westliche Sicherheitsbehörden. Punkt.

Pekings langer Arm: Einfluss, Einschüchterung und politische Naivität

Dass die RCMP solche Drohnen überhaupt beschafft hat, ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck einer strukturellen politischen Schwäche. Dieselbe Polizei warnte bereits früher vor gezielten Einschüchterungsversuchen der Kommunistischen Partei Chinas an Universitäten. Die nationale Untersuchungskommission zu ausländischer Einflussnahme kam zu dem Schluss, dass chinesische Akteure aktiv halfen, Abgeordnete bei den Wahlen 2019 und 2021 ins Parlament zu bringen. China sei die größte ausländische Bedrohung für Kanada.

Doch trotz dieser Erkenntnisse wurden Millionen Steuergelder in Technik investiert, deren Hersteller eng mit dem chinesischen Staat verknüpft sind. Man könnte meinen, Ottawa wolle Pekings Spionagebemühungen auch noch subventionieren.

Dass frühere Regierungsvertreter wie Justin Trudeau offen die angeblichen Vorteile von Chinas „Grunddiktatur“ lobten, macht die politische Lage nicht gerade glaubwürdiger. Auch Spitzenpolitiker wie Mark Carney, heute als globaler Strippenzieher gehandelt, stehen seit Jahren im Verdacht, sich von internationalen Netzwerken beeinflussen zu lassen, die China und den Weltwirtschaftsforen-Kreisen näher stehen als den Bürgern Kanadas.

China denkt strategisch – der Westen verwaltet seinen eigenen Niedergang

Der wahre Skandal liegt nicht darin, dass China Einfluss nimmt. Das tut jede geopolitische Macht. Der Skandal liegt darin, dass westliche Regierungen diese Einflussnahme wider besseres Wissen zulassen. Wer sicherheitsrelevante Ausrüstung aus einem Land kauft, dessen Regierung offen gegen die eigene Ordnung arbeitet, verabschiedet sich de facto von der Selbstverteidigungsfähigkeit.

Denn China verfolgt eine klare Linie: Kontrolle über Daten, Überwachung westlicher Infrastruktur, wirtschaftliche und politische Abhängigkeitserzeugung. Die kanadische Regierung hingegen wirkt wie ein Schlafwandler, der erst wach wird, wenn der Einbrecher schon im Schlafzimmer steht.

Es ist ein Weckruf – für Kanada und für jede westliche Nation. Wer seine Sicherheit an ein Regime auslagert, das unsere Werte verachtet, verliert am Ende beides: Sicherheit und Souveränität. Und die Bürger zahlen den Preis, während die politischen Eliten so tun, als sei alles ein technisches Problem und nicht Ausdruck einer gefährlichen politischen Naivität.

Wenn der Westen nicht bald lernt, dass man kommunistischen Staaten weder Technik noch kritische Infrastruktur anvertrauen kann, wird der nächste Skandal nicht 34 Millionen kosten, sondern die eigene strategische Handlungsfähigkeit.

Sven von Storch

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