Der Zeitpunkt ist brisant

Ghislaine Maxwell packt aus – und wird dafür in Luxushaft belohnt_

Der Epstein-Skandal droht erneut hohe Wellen zu schlagen: Ghislaine Maxwell wird plötzlich verlegt, erhält Kronzeugenstatus – und landet im »Club Fed«. Was steckt dahinter?

Ghislaine Maxwell packt aus – und wird dafür in Luxushaft belohnt_

 

Ghislaine Maxwell, die zu 20 Jahren Haft verurteilte Komplizin des berüchtigten Sexualverbrechers Jeffrey Epstein, wurde laut New York Post klammheimlich verlegt – vom Hochsicherheitsgefängnis in Florida in das vergleichsweise komfortable Bundesgefängnis Bryan in Texas, bekannt als »Club Fed« für privilegierte Häftlinge. Dort können sich Insassen frei bewegen, es gibt kaum Zäune, der Ton ist freundlich – alles also, was man sich unter einer »Haft light« für VIPs vorstellt.

 

 

 

Und das ausgerechnet jetzt, wo Maxwell laut Insidern versucht, einen Deal mit der US-Regierung auszuhandeln: Kronzeugenschutz im Austausch gegen brisante Aussagen über Epstein und dessen mächtige Netzwerke. Wie New York Post berichtet, traf sie sich gleich zweimal mit dem stellvertretenden US-Justizminister Todd Blanche, ehemals Trumps Verteidiger. Was genau besprochen wurde, bleibt geheim – doch Maxwells Anwalt versicherte, sie habe »ehrlich« auf alle Fragen geantwortet.

 

 

 

Das Timing wirft Fragen auf. Maxwell soll eigentlich bis 2037 in Haft bleiben. Doch Insassen wie sie kommen laut Gefängnisbeamten nur dann in ein Minimum-Security-Camp, »wenn sie kooperieren«. Was also ist sie bereit preiszugeben? Und noch wichtiger: Wessen Namen stehen auf ihrer Liste?

 

 

 

Bis heute liegen über 300 Gigabyte Epstein-Material in den Archiven von FBI und Justizministerium. Der Öffentlichkeit wurde nur ein Bruchteil präsentiert. Währenddessen verstummten viele einstige politische Rufe nach Aufklärung. Selbst Trumps ehemalige Staatsanwältin Pam Bondi kündigte einst eine Veröffentlichung an – und ruderte später zurück.

 

 

 

Dass Maxwell, eine verurteilte Menschenhändlerin von Minderjährigen, nun in einem Wellness-Knast mit Wirtschaftsbetrügern und Reality-TV-Stars einsitzt, offenbart die ganze Perfidie eines Systems, das sich offenbar selbst schützt. Wer mitspielt, bekommt Erleichterung. Wer schweigt, bleibt sicher. Wer aufklärt, wird bekämpft.

 

 

 

Der Skandal um Epstein und Maxwell ist kein alter Hut – er ist brandaktuell. Denn wenn Maxwell jetzt auspackt, könnten Namen fallen, die noch immer an den Schalthebeln der Macht sitzen. Die Frage ist nur: Dürfen wir das je erfahren? Oder endet alles wieder in einem Deal hinter verschlossenen Türen?

 

Sven von Storch

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