Der Bischof von Stuttgart- Rottenburg, Gebhard Fürst, hat in einem Rundbrief an die Priester und Diakone des Bistums gefordert: »Bei denen, die noch nicht geimpft sind, muss ich nachdrücklich anmahnen, sich impfen zu lassen«, »ich erinnere Sie an Ihr Gehorsamsversprechen bei Priester-/Diakonenweihe.«
Wie kath.net berichtete, machte der Bischof die Impf-Frage zur Glaubensfrage: »Allen, die bereits geimpft sind, danke ich sehr herzlich! Bei denen, die noch nicht geimpft sind, muss ich nachdrücklich anmahnen, sich impfen zu lassen. Die Lage ist – nach meinem Wissen und Urteil – so schwerwiegend, dass ich als Ihr Bischof – was ich äußerst selten tue – Sie an Ihr Gehorsamsversprechen bei der Priesterweihe und der Diakonenweihe erinnere, wenn ich von Ihnen erwarte, alles Ihnen mögliche zu tun – in der Tat und im Gebet – um bei der Bewältigung der Pandemie zu helfen und unsere Mitmenschen zu schützen und sich deshalb impfen zu lassen.«
Anstelle sich um die Glaubensverbreitung zu kümmern, setzt Bischof Fürst lieber darauf, sich zum Vehikel der staatlichen Vorgaben und Empfehlungen zu machen. Anstelle Katechismus gibt es Corona-Impfdruck. Der Bischof überschreitet mit diesen Sätzen die Grenze von einer dringenden Impfempfehlung, die er angesichts der Corona-Pandemie durchaus aussprechen kann, zur Frage des kirchlichen Gehorsams, die in dieser südwestdeutschen Diözese auch bei eklatanten Vorgängen nur »äußerst selten« angemahnt wird, wie Bischof Fürst in seinem Brief zu Recht eingesteht, kommentiert kath.net.


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