Als Teil der ursprünglichen Vorstellung von König Friedrich Wilhelm IV. wurde die Kuppel des Stadtschlosses Berlins mit einem Bibelzitat verschönert: »Es ist in keinem andern Heil, (…) denn in dem Namen Jesu, zur Ehre Gottes des Vaters. Dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,« heißt es dort.
Dieses Zitat soll ein »Herrschaftsanspruch des Christentums« suggerieren meinen Kritiker. Die Bundesstiftung HUmbolt Forum will jetzt zurückrudern und kleinlaut eine Tafel aufstellen, auf der steht: »Alle Institutionen im Humboldt Forum distanzieren sich ausdrücklich von dem Alleingültigkeits- und Herrschaftsanspruch des Christentums, den die Inschrift zum Ausdruck bringt,« wie BZ Berlin berichtet.
Die Verse drücken aber eine allgemeingültige Wahrheit aus, konterte Bischof Heiner Koch von Berlin. Sie drückten aus, „dass die Menschen sich nur vor Gott verbeugen und keiner irdischen Macht diese Ehre erweisen sollen“.
Wie Gunnar Schupelius auf BZ kommentierte ist diese Tafel eine Schande aber passt ins große Konzept des Verhaltens der Humboldstiftung. Diese habe auch beim Ethnologischen Museum ein faux pas gemacht und in einer Berlin-Ausstellung die Stadt als einzigen Problemfall dargstellt.
Das der betreffende Bibelvers und das Christentum generell Teil und DNA der europäischen und deutschen Kultur sind, geht im ständigen hin- und her sowieso unter.


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