Ein führender katholischer Intellektueller ruft dazu auf, den Juni als »Monat der Treue« (»Fidelity Month)« zu bezeichnen, im Gegensatz zum LGBT-Fest »Monat des Stolzes« (»Pride Month«).
In einem kürzlich geführten Interview schlug Robert P. George, Professor an der Princeton University, vor, den Juni als »Monat der Treue« zu begehen. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab, dass die Unterstützung für traditionelle Werte in Amerika abnimmt, wie LifeSiteNews berichtet.
»Ich habe den Juni zum Monat der Treue erklärt, und zwar mit der Autorität, die mir von niemandem verliehen wurde«, sagte George dem National Catholic Register. »Aber ich fühlte mich bewegt, eine Gelegenheit zu finden, bei der Amerikaner aller Glaubensrichtungen und Schattierungen zusammenkommen können, um einige sehr grundlegende Werte zu bekräftigen und sich ihnen neu zu widmen, die in dieser außerordentlich pluralistischen Gesellschaft schon immer Punkte der Einheit und Quellen der Stärke waren.«
George, McCormick-Professor für Rechtswissenschaften in Princeton und Direktor des James Madison Program in American Ideals and Institutions, zitierte eine Umfrage des Wall Street Journal vom März 2023, die einen zunehmenden Mangel an Engagement der Amerikaner für Religion, Familie, Gemeinschaft und Patriotismus aufzeigt.
George erklärte, dass die Amerikaner den Zweck des Geldes »missverstanden« haben und es eher als Ziel denn als Mittel zum Erreichen ihrer Ziele betrachten.
Als Katholik sieht George die Wurzel des Problems in einem Mangel an Religion. Er argumentiert jedoch, dass »selbst der gläubigste Atheist erkennen würde, dass dieses Problem eine wichtige spirituelle Dimension hat.«
»Es wird nicht verstanden, dass die Dinge, die an sich wertvoll sind, wie Familie und Freundschaft, Ehre und Integrität, Wissen und Schönheit, Vorrang vor rein instrumentellen Werten wie Reichtum, Macht oder Status haben sollten«, fuhr er fort.
»Das ist ein spirituelles Problem«, erklärte George. »Und wenn Sie eine große buddhistische Autorität fragen, einen großen Mönch zum Beispiel [...], dann werden sie das Problem auf dieselbe Weise identifizieren, wie ich es als Christ tun würde.«
»Treue ist wie Nächstenliebe: Sie beginnt zu Hause«, argumentierte er. »Sie wird von Generation zu Generation weitergegeben, von Eltern zu Kindern, von Großeltern zu Enkeln.«
»Sie beginnt am Esstisch, wenn wir das Tischgebet sprechen, oder, für Katholiken, wenn wir den Familienrosenkranz beten«, so George weiter.
Er wies darauf hin, dass im Katholizismus die Familie als Hauskirche betrachtet wird. In der jüdischen Religion "ist das Heim mehr noch als die Synagoge das Zentrum des religiösen Lebens. Treue zu unserer Ehefrau bedeutet, dass wir nicht nur im sexuellen Sinne treu sind, sondern ihr dienen und sie an die erste Stelle setzen".
»Als Katholik betrachte ich den Juni als den Monat, der dem Heiligsten Herzen Jesu gewidmet ist«, erklärte er. »Ich glaube nicht, dass ich durch die Benennung des Juni als Monat der Treue das Heilige Herz beeinträchtige oder davon ablenke oder eine Aussage über das Heilige Herz mache.«
George erklärte, dass er mit dem Monat Juni als Monat der Treue alle Menschen, unabhängig von ihrer Religion, dazu inspirieren möchte, zu traditionellen Werten zurückzukehren.


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