In der aktuellen politischen Diskussion hat der ungarische Kultur- und Innovationsminister Hankó Balázs klargestellt, dass die traditionelle Familie die grundlegende Einheit der ungarischen Gesellschaft darstellt. Er äußerte sich am 23. September 2024 während der Konferenz »Identität als politisches Werkzeug« in Budapest und betonte: »Wir sind nicht bereit, irgendein Element des westlichen Identitätschaos auf ungarische Familien zu übertragen«.
Hankó betonte, dass Ungarn die Rechte der Eltern und den Schutz der Kinder nicht gefährden wird. Er stellte klar, dass es in Ungarn kein Platz für die Zerschlagung binärer Geschlechteridentitäten gibt und dass die Einführung eines dritten Geschlechts nicht zur Debatte stehe. »Wir lassen weder Eltern noch Kinder in Unsicherheit«, fügte er hinzu, wie MTI berichtet.
Er verwies darauf, dass die Fragen der menschlichen, gemeinschaftlichen und nationalen Identität in letzter Zeit in Bewegung geraten sind. Wenn jedoch auch die Identität an ihren sicheren Platz verschoben wird, »dann bleibt kein Punkt mehr, der die Welt zusammenhält«. Für Hankó ist die Reproduktion und Erhaltung der menschlichen Spezies aus biologischen, kulturellen und sakralen Gründen von entscheidender Bedeutung.
Er kritisierte den Liberalismus dafür, dass er eine »innere Gedankenpolizei« etabliert, die Menschen zur Rechtfertigung ihrer Ansichten zwingt. »Heute sind wir an einem Punkt angelangt, an dem Normalität Erklärungen bedarf«, stellte er fest.
Die Ministerin für Innovation betonte außerdem die Wichtigkeit einer stabilen Basis für die Jugend in der Hochschulbildung und stellte fest, dass ungarische Universitäten im Interesse der ungarischen Gesellschaft und Wirtschaft tätig sein sollten. Hankó warnte davor, dass der Fokus auf Selbstverwirklichung nicht die Familiengründung unterstützen würde.
Die Konferenz brachte auch die Meinung anderer Experten hervor. Schmidt Mária, Direktorin des XXI. Század Intézet, wies darauf hin, dass der »Export amerikanischer Demokratie« eine Wertvorstellung aufzwingt, die mit den über 1100 Jahren kristallisierten Traditionen Ungarns nicht vereinbar ist. Sie kritisierte die amerikanisierte Denkweise als lebensfeindlich und als Bedrohung für die ungarische Kultur.
Lánczi András, ein preisgekrönter Philosoph, sprach sich ebenfalls für die Beibehaltung der traditionellen Werte aus. Er erklärte, dass die Sexualität nicht objektiviert werden dürfe und dass das Kindergeschlecht nicht relativiert werden sollte. »Es ist eine Utopie zu glauben, dass der Mensch als völlig freies Wesen existieren kann«, sagte er.
Die Diskussion über die Bedeutung der traditionellen Familie in Ungarn ist von zentraler Bedeutung, um die kulturellen und nationalen Werte zu bewahren und den Druck des westlichen Identitätschaos abzuwehren. Die Konferenz verdeutlichte die Entschlossenheit der ungarischen Regierung, an den traditionellen Werten festzuhalten, um eine stabile und gesunde Gesellschaft zu fördern.


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