In den letzten Tagen ist immer wieder die Kritik von linken Politikern und Journalisten zu hören, dass das Ehegatten-Splitting traditionelle Rollenmuster verfestigen würde. Doch oft fehlt eine Erklärung, warum diese Rollenmuster so negativ betrachtet werden. Es scheint, dass jahrelange sozialistische Familienpolitik, Gender-Ideologie und jetzt auch Trans-Ideologie den Wert und die Wertschätzung für traditionelle Familien ausgelöscht haben. Mathias von Gersdorff hat auf der Aktion Kinder in Gefahr seine Gedanken dazu entfaltet.
Es lohnt sich, kurz zu reflektieren, was diese traditionellen Rollenmuster eigentlich bedeuten. Ehefrauen waren gerne Mütter und hatten keine Probleme damit, viele Kinder großzuziehen. Kinder hatten klare und deutlich unterscheidbare Bezugspersonen in ihren Müttern und Vätern. Vor allem für Kinder war es von großer Bedeutung zu wissen, dass ihre Mutter in allen Lebenssituationen für sie da war.
Diese traditionellen Rollenmuster, die von den Linken verachtet werden, haben über viele Jahrhunderte hinweg stabile Familien und selbstbewusste Persönlichkeiten hervorgebracht. Heutzutage wissen viele Kinder nicht mehr, ob sie Mädchen oder Jungen sind. Könnte dies nicht mit der Zerstörung der traditionellen Rollenmuster zusammenhängen?
In der Diskussion um das Ehegatten-Splitting wird deutlich, dass die traditionelle Ehe und Familie eines der größten Feindbilder für jene ist, die ein linkes Weltbild pflegen. Für Linke sind Familien, bestehend aus einem Mann, einer Frau und Kindern, Symbole konservativer Lebenseinstellungen und werden daher bekämpft. Dies geschieht durch die Förderung familienfeindlicher Ideologien oder durch eine zunehmende Verstaatlichung des Familienlebens.
Die deutsche Familienpolitik folgt seit vielen Jahren einem klaren Muster: das Familienleben bis ins Detail anhand von Steuern, Abgaben und Zuwendungen festzulegen. Das Ziel scheint zu sein, Familien finanziell vollständig vom Staat abhängig zu machen, insbesondere in Bezug auf die Kindererziehung. Es ist an der Zeit, einen Paradigmenwechsel in der Familienpolitik herbeizuführen.


Add new comment