Scott Yenor, Professor für politische Philosophie, wirft in seinem Buch Die Wiederherstellung des Familienlebens einen kritischen Blick auf das, was er als den »wälzenden Feminismus« bezeichnet. Diese Analyse erstreckt sich über die philosophischen Wurzeln bis hin zu den zeitgenössischen Auswirkungen dieser Bewegung.
Der Begriff »wälzender Feminismus« bezieht sich auf eine fortschreitende und unaufhaltsame feministische Revolution, die sich über Jahrzehnte erstreckt. Yenor verfolgt die Ursprünge dieser Bewegung bis zu feministischen Denkerinnen wie Simone de Beauvoir und Shulamith Firestone. Die Grundidee hinter diesem Konzept ist, dass die Perfektion der Menschheit erst erreicht werden kann, wenn Ehe und Familie abgeschafft sind. Dabei verdeutlicht Yenor, dass diese radikale Vision nicht explizit verkündet wird, sondern schleichend und durch Stufen der Eroberung in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft voranschreitet.
Die Akteure dieser »rollenden Revolution« sind für Yenor »Unterarbeiter«, auch bekannt als »Einzelhandelsfeministinnen«. Diese Personen setzen sich für scheinbar moderate Ziele wie die Gleichstellung in der Ehe oder gleiche Bezahlung ein, ohne das langfristige Ziel der Abschaffung von Ehe und Familie zu betonen. Yenor argumentiert, dass Feministinnen bewusst darauf bedacht sind, keine Vorschläge zu machen, die die Mehrheit ablehnen würde, und ihre Forderungen nach Gleichheit ständig vorantreiben, ohne den Punkt zu definieren, an dem sie aufhören werden.
Die Herausforderung besteht darin, die subtilen Schritte dieser rollenden Revolution zu erkennen und ihre Auswirkungen auf verschiedene Bereiche der Gesellschaft zu verstehen, angefangen von Universitäten bis hin zu militärischen Strukturen. Yenors Analyse enthüllt eine tiefgreifende Verschwörung, die darauf abzielt, Beziehungen zu minimieren und die Autonomie jedes Individuums zu maximieren, wobei letztendlich die Abschaffung von Ehe und Familie angestrebt wird.
Insgesamt bietet Yenor einen scharfen Einblick in die verborgenen Mechanismen des wälzenden Feminismus, der die Grundfesten traditioneller Werte herausfordert und die Suche nach Autonomie und Gleichheit vorantreibt, selbst wenn dies die grundlegenden Strukturen von Ehe und Familie gefährdet.


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