Wenn Ideologie den Takt angibt:

Wie Mädchen im Namen der "Diversität" verdrängt werden

Ein Junge gewinnt zum dritten Mal eine Mädchen-Meisterschaft im irischen Tanz – und Funktionäre erklären das zur Frage der "Toleranz".

Kinder tanzen


Ein biologischer Junge hat erneut eine regionale Mädchenmeisterschaft im irischen Tanz gewonnen – und das bereits zum dritten Mal. Wie LifeSiteNews berichtet, siegte Elias "Alyssa" Saltzman bei den Southern Region Oireachtas 2025 in der U16-Kategorie der Mädchen und qualifizierte sich damit erneut auf Kosten weiblicher Konkurrentinnen für höhere Wettbewerbe.

Was hier als Randnotiz des Kulturkampfs erscheinen mag, ist in Wahrheit ein Paradebeispiel für die systematische Verdrängung von Mädchen aus ihren eigenen Wettbewerben. Der irische Tanz, eine traditionsreiche Disziplin mit klaren Geschlechterkategorien, wird zunehmend zum Experimentierfeld ideologischer Gleichmacherei. Das berichtet LifeSiteNews.

Fairness wird zur Gefühlssache erklärt

Die Verantwortlichen wissen um den Unmut der Eltern. Der regionale Direktor des irischen Tanzlehrerverbandes räumte öffentlich ein, dass es eine "große Aufregung" über die Teilnahme sogenannter "transgender Tänzer" gebe. Doch statt sich der eigentlichen Frage zu stellen – ob es fair ist, Mädchen gegen Jungen antreten zu lassen – wich er aus.

In seiner Stellungnahme erklärte er, man müsse alle Tänzer "respektieren" und "Toleranz" üben. Fairness wird damit nicht mehr als objektives Kriterium verstanden, sondern als subjektives Empfinden. Dass getrennte Kategorien für Mädchen und Jungen überhaupt existieren, um körperliche Unterschiede auszugleichen, wird schlicht ignoriert.

Das eigentliche "persönliche Interesse" der Mädchen – nämlich eine faire Chance auf Sieg – spielt keine Rolle mehr. Stattdessen wird Ideologie zum Maßstab erklärt.

Die Verdrängung ist kein Zufall

Dass Saltzman wiederholt Siege in Mädchenkategorien erringt, ist kein Unfall. Es ist die logische Folge einer Politik, die biologische Tatsachen leugnet und stattdessen Selbstdefinition absolut setzt. Wer sich "als Mädchen identifiziert", gilt als Mädchen – unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Leistungsunterschieden oder den Konsequenzen für andere.

So werden Preise, Titel und Qualifikationsplätze, die ausdrücklich für Mädchen geschaffen wurden, systematisch umverteilt. Nicht durch bessere Leistung, sondern durch Regeländerung. Nicht durch Training, sondern durch Identitätspolitik.

Besonders perfide ist die moralische Umkehr: Eltern, die sich für ihre Töchter einsetzen, gelten als intolerant. Mädchen, die verlieren, sollen schweigen und "lernen", dass ihre Niederlage ein Beitrag zur Vielfalt sei.

Eine Kultur verliert ihren Maßstab

Der Fall zeigt exemplarisch, wie tief die kulturelle Selbstverleugnung reicht. Der irische Tanz ist nicht irgendein Wettbewerb, sondern Teil nationaler Identität und Tradition. Doch selbst hier kapitulieren Verbände vor einem Aktivismus, der weder Fairness noch Wahrheit kennt.

Wenn Funktionäre ernsthaft behaupten, es sei "gerecht", Mädchen gegen Jungen antreten zu lassen, dann ist das nicht nur sportlich absurd, sondern moralisch bankrott. Hier wird nicht Gleichberechtigung verwirklicht, sondern Ungleichheit institutionalisiert.

Am Ende bleibt eine simple Frage: Wozu gibt es noch Mädchenkategorien, wenn sie jederzeit aufgehoben werden können, sobald ein Junge Anspruch darauf erhebt? Wer diese Frage nicht beantworten will, hat sich längst von Fairness verabschiedet.

Der Kampf um Wahrheit, Realität und Gerechtigkeit wird heute nicht nur in Parlamenten und Gerichten geführt, sondern auf Tanzbühnen, Sportplätzen und Schulhöfen. Und jedes Mal, wenn Mädchen lernen sollen, ihre Niederlage als Fortschritt zu feiern, verliert unsere Gesellschaft ein weiteres Stück Maß und Anstand.

Sven von Storch

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Kommentare

Worin genau liegt denn der biologische Vorteil des Jungen, wenn es um "irischen Tanz" geht? Kraft oder Schnellkraft kann es ja nicht sein. Ich sehe da jedenfalls absolut keinen Vorteil im männlichen Geschlecht, weshalb ich auch die Intention des Artikels nicht verstehe. Dass in diesem Fall Mädchen eine geschlechtsspezifische Domäne "weggenommen" wird, ist bedauerlich - aber umgekehrt, wenn es auf Kosten der Jungen geht, ist mittlerweile genau das die Regel, die interessanterweise aber weder hinterfragt noch über die sich empört wird. Ich rede hier zum Beispiel von der eklatanten Benachteiligung der Jungen im (hyperfeminisierten) Bildungssystem, Quotenregeln und unterschiedlichen Bewertungen und Kriterien bei gemischtgeschlechtlichen Leistungswettbewerben und Auswahlverfahren - immer ! zu Lasten der Jungen. Und auch in diesem Fall ist der Junge - OHNE wie gesagt tatsächlich einen biologisch körperlichen Vorteil zu haben - im Irischen Tanz offenbar besser als die Mädchen, und daran ist, im Gegensatz zu Kraft- oder Schnellkraftsportarten wie dem Boxen, nichts unfair! Ich bin zwar absolut kein Befürworter des Genderegaga, aber wenn man sich schon über die Auswüchse der Genderideologie empört, dann bitte nicht so einseitig gynozentrisch und latent misandrisch!

Vielleicht gewinnen Jungen nun immer die Tänze ,damit sie lernen ,nach der Pfeife von arroganten Politikern zu tanzen ?

Die Dummheit solcher Politiker ,liegt inn der Nichtbeachtung des Resonanzgesetzes.

Denn wer zu lange nach der Pfeife tanzt ,wird später auf deren Nase tanzen .

Macht also Euren Vampirstanz selber und saugt gegenseitig euer Blut !

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