John Smeaton, langjähriger Pro-Life-Aktivist in Großbritannien, schlägt Alarm: Die aktuellen Kampagnen von »Right to Life UK« zur Senkung der Abtreibungsfrist wiederholen die verhängnisvollen Fehler der 1970er und 80er Jahre. Damals führten ähnliche Kompromisse nicht zu einer Einschränkung, sondern zu einer massiven Ausweitung des Abtreibungsrechts – bis hin zur Tötung ungeborener Kinder bis zur Geburt. Das berichtet Voice of the Family.
Wie die Abtreibungslobby gestärkt wurde
Smeaton erinnert daran, wie David Alton 1987 in seinem »Abortion (Amendment) Bill« argumentierte, dass Kinder mit schweren Erkrankungen wie Anenzephalie abgetrieben werden dürften. Damit sei die Tür geöffnet worden, das Lebensrecht von Kindern mit anderen Behinderungen zu relativieren. Eine Linie, die das Prinzip der Unantastbarkeit des Lebens zerstörte.
Die Folge: Am 24. April 1990 stimmte das Parlament mit überwältigender Mehrheit für eine Anhebung der Frist auf 24 Wochen – und für Abtreibungen bis zur Geburt im Fall von Behinderung. Statt Schutz für Ungeborene brachte der »taktische Kompromiss« den größten Sieg für die Abtreibungslobby.
Heute dieselben Fehler
Heute, so Smeaton, drängt »Right to Life UK« Premierminister Keir Starmer, ein erklärter Abtreibungsbefürworter, auf eine Senkung der Frist. Doch genau das sei ein trojanisches Pferd: Jede vermeintliche Einschränkung würde mit neuen »Ausnahmen« erkauft und endete, wie die Geschichte zeigt, in einer noch radikaleren Ausweitung der Abtreibung. Schon vor drei Monaten hat das Parlament beschlossen, dass Frauen straffrei bis kurz vor der natürlichen Geburt abtreiben dürfen.
Keine »realpolitischen« Deals mit dem Tod
Smeaton warnt eindringlich: Wer an der Unantastbarkeit des Lebens rüttelt, verliert den moralischen Boden. Die Kultur des Todes lebt von solchen »Deals«. Was gebraucht wird, ist nicht taktisches Feilschen um Fristen, sondern eine kompromisslose Verteidigung des Lebens – von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.


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