Wie LifeSiteNews berichtet, haben Una Voce International und die Latin Mass Society of England and Wales in einer gemeinsamen Erklärung auf die Pläne der Priestly Society of St. Pius X reagiert, im Juli ohne Zustimmung Roms neue Bischöfe zu konsekrieren.
Sorge über eine Eskalation – und ein klarer Wunsch
Die Verbände betonen, dass sie sich eine kanonische Regularisierung der SSPX wünschen, damit deren „viele gute Werke“ in voller kirchlicher Gemeinschaft fruchtbar werden können. Zugleich weisen sie aber auf eine pastorale Realität hin, die ihrer Ansicht nach häufig übersehen wird: Für viele Gläubige sei der Zugang zur überlieferten Liturgie seit Traditionis Custodes massiv erschwert worden.
Gerade diese Situation lasse das Argument der SSPX von einem „Notstand“ für viele Katholiken nachvollziehbar erscheinen.
Wenn Gläubige faktisch keinen Zugang mehr haben
Die Erklärung verweist darauf, dass es Orte gibt, an denen selbst wohlwollende Priester und Bischöfe faktisch daran gehindert sind, die Alte Messe für die Gläubigen anzubieten. Dadurch entstehe ein Klima, in dem Gläubige sich notgedrungen an die SSPX wenden, um weiterhin die überlieferte Liturgie und die Sakramente empfangen zu können.
Ein besonders deutliches Beispiel sei die Diözese Charlotte, wo alle diözesanen Messorte der Alten Messe auf eine kleine Kapelle reduziert wurden – ausdrücklich ohne die Möglichkeit, alle Interessierten aufzunehmen. In der Folge sei die SSPX-Kapelle St. Anthony of Padua stark gewachsen und plane nun einen Neubau.
Appell an Papst Leo XIV. und die Bischöfe
Die Verbände wenden sich direkt an Pope Leo XIV und die Bischöfe mit der Bitte, diese pastoralen Realitäten ernst zu nehmen. Sie erinnern daran, dass John Paul II die Hinwendung zur alten Liturgie als „rechtmäßiges Verlangen“ bezeichnet habe und Benedict XVI von den „Reichtümern“ dieser Form gesprochen habe.
Es gehe den Gläubigen nicht um eine „neue“ oder „problematische“ Liturgie, sondern um das Messbuch, das über Jahrhunderte die Liturgie zahlloser Heiliger gewesen sei.
Deutliche Stimmen aus dem Episkopat
Auch namhafte Bischöfe hätten wiederholt betont, dass die Alte Messe niemals rechtlich abgeschafft worden sei. Raymond Leo Burke habe darauf hingewiesen, dass kein Papst eine „absolute Macht“ besitze, eine gewachsene liturgische Tradition auszulöschen. Athanasius Schneider habe unterstrichen, dass es nicht ungehorsam sei, an dieser Liturgie festzuhalten, da sie ein Erbe der ganzen Kirche sei.
Zwischen Rom und Ecône wächst der Druck
Vor diesem Hintergrund erscheint die Ankündigung der SSPX, neue Bischöfe zu weihen, nicht als isolierter Akt, sondern als Symptom einer tieferen kirchlichen Spannung. Die Verbände warnen davor, dass die gegenwärtige Situation auf eine Krise zusteuert, deren Folgen niemand absehen kann.
Ihr implizites Fazit ist klar: Nicht neue Sanktionen, sondern ein großzügiger Zugang zur überlieferten Liturgie könnte helfen, den Druck aus der Situation zu nehmen – und Gläubige davon abhalten, sich außerhalb der regulären kirchlichen Strukturen versorgen zu müssen.


Kommentare
... „Die Erklärung verweist…
... „Die Erklärung verweist darauf, dass es Orte gibt, an denen selbst wohlwollende Priester und Bischöfe faktisch daran gehindert sind, die Alte Messe für die Gläubigen anzubieten. Dadurch entstehe ein Klima, in dem Gläubige sich notgedrungen an die SSPX wenden, um weiterhin die überlieferte Liturgie und die Sakramente empfangen zu können.“ ...
Ja mei: «Dieser kirchliche Apparat ist wie eine Teflonpfanne»!!! https://www.beobachter.ch/gesellschaft/dieser-kirchliche-apparat-ist-wie-eine-teflonpfanne-639659?srsltid=AfmBOoqjYrfutQOPB0KYYLgYm38zvYcQwDfHOs8dO2uNHCt5Mt-bOSA6
Klar: „Die Verbreitung von Angst vor Gott durch die Kirche ist ein vielschichtiges Phänomen, das tief in der Geschichte, der Theologie und der Absicht wurzelt, Menschen zu lenken und zu formen“!!!!!!! https://www.google.com/search?q=warum+die+kirche+angst+vor+gott+verbreitet+&sca_esv=45db5178ae3da301&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&ei=8VSMabC_JJaUxc8P6djL0Qk&ved=0ahUKEwjw-43ZmNGSAxUWSvEDHWnsMpoQ4dUDCBM…
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