Problem: Vor allem Afrika

Rom verteidigt die Ehe: Vatikan kündigt Dokument zur Monogamie an

Neue Note aus dem Glaubensdikasterium über den Wert der christlichen Ehe – Reaktion auf Polygamie in Afrika und moralische Auflösung im Westen

Bild: Veronica Reggis, Wedding Planner

Ende November veröffentlicht der Vatikan ein Schreiben über die »Lob der Monogamie« – ein Signal, das die universelle Kirche in einer Welt der Polygamie, des Ehezerfalls und der ideologischen Angriffe auf die Familie dringend braucht. Das berichtet kath.net.

Rom verteidigt die Ehe: Vatikan kündigt Dokument zur Monogamie an

In Rom formiert sich offenbar Widerstand gegen die weltweite Auflösung der Familie: Der Vatikan kündigt eine neue Note mit dem Titel »Wir beide. Lob der Monogamie« an. Laut Armando Matteo, Sekretär des Glaubensdikasteriums, reagiert das Schreiben insbesondere auf Anliegen afrikanischer Bischöfe. Sie drängen seit Jahren auf eine verbindliche Klärung, wie die Kirche mit der auf ihrem Kontinent weit verbreiteten Polygamie umzugehen hat.

Die Monogamie ist keine kulturelle Spezialität Europas oder ein Produkt bürgerlicher Moral, sondern Ausdruck des christlichen Glaubens an die unteilbare Würde von Mann, Frau und Kind. Dass Rom dieses Thema nun wieder offensiv behandelt, zeigt: Die endlose Selbstrelativierung katholischer Lehre hat einen Punkt erreicht, an dem selbst der Vatikan nicht mehr schweigen kann.

Monogamie als Schutz vor Zerstörung der Familie

Die afrikanischen Bischöfe warnen seit langem vor den realen gesellschaftlichen Verwüstungen, die Polygamie verursacht. Frauen werden rechtlos, Kinder zerrieben, familiäre Loyalitäten zerstört. Wer vier Frauen hat, liebt keine – und hinterlässt ein Heer von vaterlosen Kindern. Dass Rom nun darauf reagiert, ist ein später, aber notwendiger Schritt.

Die neue Note wird vermutlich klarstellen, dass Polygamie unvereinbar ist mit dem katholischen Glauben und dass Männer mit mehreren Frauen sich zwar pastoraler Begleitung erfreuen können, aber nicht zum Sakrament der Ehe zugelassen werden. Zugleich wird Rom wohl anerkennen, dass bestehende polygame Verbindungen nicht einfach aufgelöst werden können – eine Gratwanderung zwischen Wahrheit und Barmherzigkeit.

Inhaltlich dürfte die Note auch den Westen treffen. Denn unsere Gesellschaft kennt längst ihre eigene Form von Polygamie: serielle Monogamie, Scheidung und Wiederheirat ohne Ende. Das katholische Eheverständnis wird zwar sonntags gefeiert, aber werktags ignoriert. Afrika kämpft gegen Polygamie, Europa gegen ihre moderne Version – dieselbe Zerstörung, anderer Stil.

Angriff von zwei Seiten

Die Feinde der Familie kommen von beiden Enden der Weltkarte. Aus Afrika drängt islamische Polygamie nach Europa, getragen von Migration und rechtlicher Duldung. Zugleich unterminiert der Westen selbst die Familie durch Gender-Ideologie, durch staatlich geförderte Dekonstruktion und durch eine Kultur, die die Ehe nur als romantisches Abenteuer sieht.

So entsteht ein perfides Bündnis aus Islamisierung und westlicher Selbstzerstörung. Die ersten dulden die Vielehe, die zweiten die Zer-Ehe. Das Ergebnis ist dasselbe: Das Kind verliert den Vater, die Frau ihre Würde, die Gesellschaft ihr Rückgrat. Wer die Monogamie angreift, legt die Axt an die Wurzel jeder Zivilisation.

Weckruf statt Folklore

Dass Rom nun – erstmals seit Jahren – ein Dokument veröffentlicht, das nicht schwächt, sondern stärkt, ist bemerkenswert. Man darf hoffen, dass diese Note nicht in die übliche vatikanische Watte verpackt wird, sondern klar benennt: Ehe ist die lebenslange Verbindung von einem Mann und einer Frau. Nicht zwei, nicht vier. Nicht heute so, morgen anders.

Es ist höchste Zeit, dass die Kirche den Mut wiederfindet, das Offensichtliche auszusprechen. Die Zukunft der Menschheit beginnt nicht im Genderseminar und nicht in internationalen Gremien, sondern in der Familie. Wer die Monogamie verteidigt, verteidigt den Menschen. Rom hat das erkannt. Jetzt muss es handeln – und wir mit ihm.

Sven von Storch

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