Die römische Klarstellung ist kein Rückschritt, sondern ein Schutz des Weihesakraments

Rom sagt Nein: Warum die Kirche Frauen nicht zum Diakonat weihen kann

Eine von Papst Franziskus eingesetzte Kommission bestätigt: Eine Weihe von Frauen zum Diakonat als Stufe des Weihesakraments ist ausgeschlossen. Linkskatholische Funktionäre toben – doch die eigentliche Frage lautet: Dürfen wir den Glauben nachträglich umschreiben?

Bild: BBC


In Rom ist etwas passiert, das in Deutschland wie ein Donnerschlag wirkt: Eine vom Papst selbst eingesetzte Kommission kommt zu dem Schluss, dass Frauen nicht zur Diakonenweihe zugelassen werden können. Wie kath.net unter Berufung auf VaticanNews berichtet, schließt der Bericht ausdrücklich die Möglichkeit aus, in Richtung einer Zulassung von Frauen zum Diakonat als Stufe des Weihesakraments voranzuschreiten. Begründet wird dies mit Heiliger Schrift, Tradition und Lehramt. Mit anderen Worten: Nicht „Rom blockt“, sondern die Kirche nimmt ernst, was sie von Christus empfangen hat.

Dass die Kommission zugleich festhält, man fälle noch kein endgültiges Urteil wie bei der Priesterweihe, ist theologisch präzise formulierte Zurückhaltung – kein Hintertürchen zur Frauenweihe. Es bedeutet: Die Datenlage aus Schrift, Tradition und Dogma spricht klar gegen ein sakramentales Diakonat für Frauen. Wer trotzdem Druck macht, kämpft nicht um Gerechtigkeit, sondern gegen die innere Struktur des sakramentalen Amtes.

Die Wut des ZdK – Symptom einer falschen Kirche

Kaum war der Text veröffentlicht, liefen die üblichen Maschinen an. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, erklärte, Frauen werde damit signalisiert, sie seien Menschen „zweiter Klasse“. Das ist nicht nur sachlich falsch, sondern geistlich brandgefährlich. Wer die sakramentale Weihe mit Menschenwürde verwechselt, hat das Wesen des Christentums nicht verstanden.

Die Logik ist absurd: Wenn jemand nicht Bischof werden kann, ist er dann automatisch minderwertig? Sind auch die meisten Männer „zweite Klasse“, weil sie nie zum Priester geweiht werden? Ist die Gottesmutter Maria weniger wert, weil sie keine sakramentale Weihe empfangen hat? Genau dieses Denken, das geistliche Würde mit Ämtern und Karriere verwechselt, ist zutiefst klerikal – ironischerweise ausgerechnet bei denen, die ständig „Machtabbau“ fordern.

Das ZdK und ähnliche Gremien treiben seit Jahren eine Agenda voran, die nichts mit Evangelium, sondern alles mit Zeitgeist zu tun hat: Umbau der Sexualmoral, Anpassung an Gender-Ideologie, Aufweichung der Lehre unter dem Stichwort „Teilhabe“. Das Diakonat der Frau wäre in dieser Logik nur ein Etappenziel. Das sagen viele Protagonisten offen. Wer so argumentiert, will das Weihesakrament nicht verstehen – er will es politisch umformen.

Wahre Größe der Frau liegt nicht im Klerikalismus

Die Kirche hat Frauen nie als Christen „zweiter Klasse“ betrachtet. Im Gegenteil: Die größte aller Menschen ist eine Frau – Maria. Sie ist Königin der Apostel, ohne Apostelamt. Heiligkeit, nicht Weihe, ist die höchste Würde. Die Geschichte der Kirche ist voll von Frauen, die als Ordensgründerinnen, Mystikerinnen, Lehrerinnen der Kirche und Märtyrerinnen das Antlitz des Christentums geprägt haben – ohne jemals ein Messgewand anzuziehen.

Wer heute jungen Frauen einredet, sie seien nur voll „gleichberechtigt“, wenn sie am Altar stehen, zerstört genau jene spezifische Berufung, die die Kirche so dringend braucht: geistliche Mutterschaft, missionarische Klarheit, Opferbereitschaft, Treue. Anstatt das zu stärken, werden Frust und Entfremdung geschürt. Das ist nicht Befreiung, sondern Zerstörung.

Die römische Kommission hat in nüchternen Worten ausgesprochen, was in Wahrheit auf der Hand liegt: Die Kirche ist nicht Eigentümerin, sondern Verwalterin der Sakramente. Sie darf nicht tun, was sie will – sie muss tun, was Christus gewollt hat. Genau das ist heute die eigentliche Zumutung für eine verunsicherte Funktionärsschicht: dass es Bereiche gibt, in denen weder Mehrheiten, noch Talkshows noch Gremien irgendetwas ändern können.

Wer jetzt tobt, zeigt vor allem eines: dass er eine andere Kirche will. Die Entscheidung aus Rom ist deshalb mehr als eine Strukturfrage. Sie ist ein Prüfstein, ob wir noch bereit sind, Glauben zu empfangen – oder ob wir ihn uns selber basteln wollen.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

12.12.2025 | 13:05

... „Dass die Kommission zugleich festhält, man fälle noch kein endgültiges Urteil wie bei der Priesterweihe, ist theologisch präzise formulierte Zurückhaltung – kein Hintertürchen zur Frauenweihe. Es bedeutet: Die Datenlage aus Schrift, Tradition und Dogma spricht klar gegen ein sakramentales Diakonat für Frauen. Wer trotzdem Druck macht, kämpft nicht um Gerechtigkeit, sondern gegen die innere Struktur des sakramentalen Amtes.“ ...

Auch weil der jüdische Jesus ein Christus war/ist(?), dessen Verhältnis zu Frauen offensichtlich entspannter, offener, freier war, „als man das von einem heiligen Propheten denken mochte“? Er hat Frauen an sich herangelassen, viel näher als erlaubt und schicklich galt. Meines Erachtens ist das die Ausstrahlung eines tief spirituellen Menschen auf spirituelle Frauen gewesen. Eine tiefe emotionale Beziehung, die nicht in erster Linie auf der sexuellen Ebene abgelaufen ist“!!! https://www.deutschlandfunk.de/war-jesus-verheiratet-100.html

Da die Antibabypille damals nocht etwa auf sich warten ließ: Könnte das nicht auch ein wesentlicher Grund dafür sein, dass er zuminst mit seiner "letzten" Alten https://rtde.team/meinung/264475-merkel-und-kretschmann-zwei-boesartige/keine Kinder hatte???????

Else Schrammen

12.12.2025 | 15:02

Wie kommt es, dass diese grünlinkswoken Weib ... äh Damen, zumeist mit Doppelnamen, sobald sie die Spitze in einer Institution, ob in politischen oder kirchlichen, erreicht haben, ausrasten, wenn es um die "Benachteiligungen" von Frauen geht. Ich bin alt geworden mit dem Wissen, dass Nonnen Kirche und Glauben vertreten (Klosterschule) und der Gewissheit, dass Pastor immer noch ein Mann und Würdenträger ist. Es ist mir ein Graus, wenn am Altar zwei Frauen stehen und bei einem "Gottesdienst" eine "moderne" Predigten halten. Lieber keine Messe als so etwas. Jetzt dürft ihr mal raten, wie ich zur Weihe von Frauen stehe!

Jesus bezeichneit sich öfter als Bräutigam. Wo der Bräutigam ist, da ist auch die Braut. Seine Braut sind wir alle, seine Kirche, Männer und Frauen, Junge und Alte, Gescheite und Einfältige.

Der Priester repräsentiert Christus, den Bräutigam;  vor sich hat er seine Braut, nämlich uns. Er sollte deshalb auch allein die Kommunion austeilen ("Nehmet hin und esset, das ist mein Leib"), und dies nicht Laien überlassen. 

Dies bedeutet keinen Affront gegen Frauen, die sich unterrepräsentiert und benachteiligt fühlen. Vielmehr sollte man sich (ob Mann oder Frau) geehrt und privilegiert fühlen, einen Bräutigam wie Christus zu haben.

Ja, das frage ich mich auch. Die Quotenweib ... äh Damen in Führungspositionen werden seit Jahren ja auch immer mehr, weil sie sich hervorragend als indoktriniertes, und besonders skrupelloses Werkzeug einsetzen lassen. Da gibt es kein "Fünfe gerade sein lassen" zum Wohle des Verbrauchers oder einer übergeordneten Vernunft. Abgrundtief und äußerst schädlich für die Gesellschaft!

Johannes Friedrich

19.12.2025 | 14:06

Die Aussage von Stetter-Karp ist völlig unsinnig. Das wäre genauso, wie wenn ein Mann sich als Mensch zweiter Klasse fühlen würde, weil er keine Kinder bekommen kann.

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