Wenn über Platon gesprochen wird, fällt fast zwangsläufig ein berühmtes Bonmot: Die gesamte abendländische Philosophie sei nichts anderes als eine Reihe von Fußnoten zu Platon. So formulierte es Alfred North Whitehead – vielleicht ein wenig zugespitzt, aber dennoch mit einem wahren Kern.
Genau hier setzte David Engels auf der Wiener Tagung von Europa Aeterna an. Sein Vortrag über „Platon und das Abendland“ war weniger eine akademische Spezialanalyse als eine weit gespannte kulturgeschichtliche Reflexion über die geistigen Grundlagen Europas. Die zentrale These lautete: Wer das Abendland verstehen will, kommt an Platon nicht vorbei.
Platon und das Christentum
Ein entscheidender Punkt von Engels’ Argumentation betrifft die enge Verbindung zwischen platonischem Denken und christlicher Theologie. Die philosophische Durchdringung der christlichen Offenbarung sei in weiten Teilen ohne den Einfluss der platonischen und insbesondere der neuplatonischen Philosophie kaum vorstellbar.
Von Augustinus über Pseudo-Dionysius bis hin zu mittelalterlichen Denkern wie Anselm von Canterbury oder Bonaventura zeigt sich eine deutliche geistige Linie. Das Christentum hat die antike Philosophie nicht einfach verdrängt, sondern sie aufgenommen und transformiert.
Engels formulierte es pointiert: Die Christianisierung Europas sei zugleich auch eine Art „Platonisierung“ des Abendlandes gewesen.
Selbst dort, wo im Hochmittelalter Aristoteles zeitweise dominierte, blieb die metaphysische Grundlage der christlichen Theologie stark von platonischen Denkfiguren geprägt.
Gegen den „Supermarkt der Ideen“
Ein zweites zentrales Thema seines Vortrags war die Kritik am modernen Relativismus. Engels wandte sich ausdrücklich gegen die Vorstellung, Philosophie sei eine Art „Supermarkt der Ideen“, in dem sich jeder nach Belieben bedienen könne.
Stattdessen knüpfte er an die augustinische Idee der „philosophia perennis“ an – die Annahme, dass es eine dauerhafte, überzeitliche Wahrheit gibt, die sich in verschiedenen philosophischen Traditionen immer wieder ausdrückt.
Die Wahrheit sei nicht bloß ein Produkt kultureller Perspektiven oder historischer Zufälle. Sie habe vielmehr einen objektiven Charakter, der im menschlichen Verstand ebenso wie in der Ordnung der Welt selbst angelegt sei.
Gerade hier liege die bleibende Aktualität Platons.
Mehrere „Platons“
Engels griff zudem eine kulturhistorische Perspektive auf, die stark von Oswald Spengler beeinflusst ist. Demnach gebe es nicht nur einen Platon, sondern mehrere historische „Platons“.
Der erste ist der historische Philosoph der spätklassischen griechischen Poliswelt. Der zweite ist der Platon der Spätantike, der von Neuplatonikern und frühen christlichen Denkern gelesen wurde. Und schließlich gibt es den Platon des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Abendlandes.
In jedem dieser kulturellen Kontexte wurde derselbe Denker gelesen – aber unter jeweils anderen geistigen Voraussetzungen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Wahrheit relativ wäre. Vielmehr zeigen diese unterschiedlichen Interpretationen, wie verschiedene Zivilisationen sich derselben metaphysischen Wirklichkeit aus unterschiedlichen Perspektiven nähern.
Mythos und Philosophie
Ein besonders interessanter Punkt betrifft die Entwicklung von Platons eigenem Denken. Während seine frühen Dialoge stark rational argumentieren, treten in den späteren Schriften zunehmend Mythen und Gleichnisse auf.
Diese mythologischen Elemente seien kein Rückschritt, sondern Ausdruck einer philosophischen Einsicht: Der menschliche Verstand stößt irgendwann an seine Grenzen. Dort, wo reine Logik nicht mehr ausreicht, kann symbolische Sprache neue Zugänge eröffnen.
In diesem Sinne sieht Engels sogar eine Parallele zwischen den platonischen Mythen und den Gleichnissen Jesu. Beide versuchen, eine Wahrheit zu vermitteln, die sich nicht vollständig in begrifflicher Sprache ausdrücken lässt.
Philosophie als Lebensform
Am Ende seines Vortrags betonte Engels einen Gedanken, der im modernen akademischen Betrieb oft verloren geht: Philosophie ist nicht nur ein theoretisches Projekt.
Für Platon bedeutet Philosophie eine radikale Neuorientierung des gesamten Lebens. Wer einmal die Wirklichkeit der Transzendenz erkannt hat, kann nicht mehr so leben wie zuvor.
Diese Überzeugung erklärt auch Platons berühmte Kritik an der Demokratie. Wahrheit entsteht nicht durch Mehrheitsentscheidungen. Sie hat einen objektiven Charakter, der unabhängig von politischen Stimmungen existiert.
Die Aufgabe des Staates besteht daher nicht darin, bloßen Wohlstand zu maximieren, sondern den Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit zu führen.
Platon und die Krise des Abendlands
Hier schloss Engels schließlich den Bogen zur Gegenwart. Wenn das Abendland heute eine geistige Krise durchlebt, dann liegt dies nicht zuletzt daran, dass seine metaphysischen Grundlagen in Vergessenheit geraten sind.
Platon erinnert daran, dass eine Zivilisation ohne Orientierung an Wahrheit und Transzendenz ihre innere Ordnung verliert.
Und genau deshalb, so Engels’ implizite Botschaft, ist Platon nicht nur ein Autor der Antike – sondern ein Denker, der auch im 21. Jahrhundert noch gefährlich aktuell ist.


Kommentare
... „Der erste ist der…
... „Der erste ist der historische Philosoph der spätklassischen griechischen Poliswelt. Der zweite ist der Platon der Spätantike, der von Neuplatonikern und frühen christlichen Denkern gelesen wurde. Und schließlich gibt es den Platon des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Abendlandes. In jedem dieser kulturellen Kontexte wurde derselbe Denker gelesen – aber unter jeweils anderen geistigen Voraussetzungen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Wahrheit relativ wäre. Vielmehr zeigen diese unterschiedlichen Interpretationen, wie verschiedene Zivilisationen sich derselben metaphysischen Wirklichkeit aus unterschiedlichen Perspektiven nähern.“ ...
Beginnend mit der EU unter der göttlich(?) gesegneten Flinten-Uschi der Allmächtigen(?)?? https://www.kettner-edelmetalle.de/news/europas-selbstsabotage-wie-das-eu-parlament-die-grosste-freihandelszone-der-welt-torpediert-22-01-2026
Mehrere „Platons“ sind eine…
Mehrere „Platons“ sind eine tolle Sache...
...allerdings dürfen UNSERE "Platons" nix SEHEN, nix SAGEN und nix HÖREN...
...und müssen untertängst ihre Fressen - als pure willenlose "LA-KEITELS" - halten :
https://www.nachdenkseiten.de/?p=116012
Auf solche feigen möchte-gern "Platons" kann man einen sehr dicken Haufen scheißen ! "
Wen nennt man heute einen "La-Keitel" ? und was unterscheidet einen deutschen Lakeitel von Platon? (Google KI)
Als „La-Keitel“ bezeichnet man heute (historisch-spöttisch) eine Person, die sich durch blinden Gehorsam und bedingungslose Unterwürfigkeit gegenüber einer Führungsperson auszeichnet.
Frankfurt 1933 -1945
Der Ursprung des Begriffs
Der Begriff ist ein Wortspiel aus Lakai (einem unterwürfigen Diener) und dem Namen von Wilhelm Keitel, dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht unter Adolf Hitler. Keitel galt als Hitlers treuester Erfüller, der selbst völkerrechtswidrige Befehle ohne nennenswerten Widerstand weitergab, was ihm bei seinen Offizierskollegen diesen spöttischen Beinamen einbrachte.
Frankfurt 1933 -1945 +3
Unterschied zum deutschen "Platon"
Die Gegenüberstellung mit Platon zielt auf den fundamentalen Unterschied zwischen kritischem Denken und unreflektiertem Handeln ab:
Der "Lakeitel" (Gehorsam): Er definiert sich über die bloße Ausführung fremden Willens. Er stellt keine moralischen oder intellektuellen Fragen, sondern fungiert lediglich als Werkzeug der Macht.
Platon (Erkenntnis): Als Symbol der Philosophie und des „deutschen Idealismus“ (oft im Bildungskontext zitiert) steht Platon für das Streben nach der Idee des Guten und der Wahrheit. Ein „Platoniker“ sucht nach der übergeordneten Vernunft und hinterfragt die Realität (wie im Höhlengleichnis beschrieben), anstatt sich blind unterzuordnen.
Liberation Route Europe +4
Zusammenfassend unterscheidet den "Lakeitel" von einem philosophischen Idealisten wie Platon der Verzicht auf die eigene moralische Urteilskraft zugunsten einer dienenden Funktion im Machtapparat.
Liberation Route Europe +1
Interessieren Sie sich für weitere Details zu den Nürnberger Prozessen, in denen Keitels Rolle juristisch aufgearbeitet wurde?
KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen
PS:
...hoffentlich enden UNSERE feigen & verräterischen "La-Keitels" auch allesamt so, wie ihr großes Vorbild : mit unterwürfigem Geiste & als unmoralisches Werkzeug der bösen Macht !
https://www.nachdenkseiten.de/?p=116012
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Keitel#Verhaftung,_Prozess,_Verurteilung_und_Hinrichtung
...wenn sich UNSERE…
...wenn sich UNSERE willfährigen & unterwürfigen La-Keitels wenigstens mit Marcus Tullio Cicero beschäftigen würden : Cui bono ? - Wem konkret nützt ihr ganz persönlicher VERRAT an der Demokratie, -am Rechtsstaat, -an der FDGO und insbes. am Deutschen Volk ?
https://de.wikipedia.org/wiki/Cui_bono
https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero
Welche deutschen Medien- und/oder Pressevertreter hatten bis heute an Bilderberger-Konferenzen teilgenommen und was wurde von Seiten ihrer eigenen Presse- und Medien-Organe hierüber der deutschen Öffentlichkeit berichtet? und wie wurden diese (m.E.) Verräter an der Demokratie zum Schweigen gebracht? (Google KI)
An den Bilderberg-Konferenzen nehmen regelmäßig prominente Vertreter deutscher Medienhäuser teil. Die Konferenzen sind private Treffen, bei denen die sogenannte Chatham House Rule gilt: Teilnehmer dürfen die erhaltenen Informationen verwenden, aber weder die Identität noch die Affiliation der Redner oder anderer Teilnehmer preisgeben.
YouTube +2
Bekannte Teilnehmer aus deutschen Medien (Auszug)
Zu den regelmäßigen oder ehemaligen Gästen gehören Führungspersönlichkeiten großer Verlagshäuser und Journalisten:
Mathias Döpfner: Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE.
Christoph Keese: Ehemaliger Chefredakteur (u.a. Welt am Sonntag) und Manager bei Axel Springer.
Stefan Kornelius: Ressortleiter Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung.
Kurt Kister: Ehemaliger Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung.
Matthias Naß: Korrespondent der Wochenzeitung DIE ZEIT.
Wikipedia +1
Eine detaillierte Übersicht bietet die Liste von Teilnehmern an Bilderberg-Konferenzen auf Wikipedia.
Berichterstattung und Transparenz
Die Berichterstattung in den Medien der Teilnehmer ist oft distanziert oder befasst sich primär mit der Kritik an der Geheimhaltung selbst.
Inhaltliches Schweigen: Aufgrund der Chatham House Rule berichten teilnehmende Journalisten in ihren eigenen Organen so gut wie nie über konkrete Gesprächsinhalte.
Fokus auf Mythen: Viele deutsche Medien (wie DER SPIEGEL oder Deutschlandfunk) thematisieren die Konferenzen oft im Kontext von Verschwörungstheorien oder als informelles Vernetzungstreffen der Elite, ohne operative Details zu nennen.
Kritik von außen: Organisationen wie LobbyControl kritisieren die mangelnde Transparenz, da dort Politiker ohne öffentliches Mandat auf Wirtschaftsführer treffen.
LobbyControl +3
Mechanismen der Verschwiegenheit
Dass Teilnehmer „zum Schweigen gebracht“ werden, ist im Sinne eines Zwangs nicht belegt. Vielmehr beruht die Diskretion auf:
Chatham House Rule: Einem freiwillig akzeptierten Verhaltenskodex, der Vertraulichkeit als Voraussetzung für offene Debatten sieht.
Exklusivität: Die Teilnahme gilt als Privileg; wer gegen die Regeln verstößt, wird in der Regel nicht mehr eingeladen.
Selbstverständnis: Medienvertreter nehmen oft nicht als „Berichterstatter“, sondern als „private Experten“ oder Diskutanten teil, was sie aus ihrer Sicht von der journalistischen Pflicht zur unmittelbaren Berichterstattung entbindet.
YouTube +3
Aktuelle Teilnehmerlisten und offizielle Statements zu den Themen werden heutzutage regelmäßig auf der offiziellen Webseite der Bilderberg Meetings veröffentlicht.
Bilderberg Meetings
Allen Schergen, die IHREN Presse-Kodex und das Deutsche Volk verraten & verkaufen, sollte bewusst werden, dass sich das politische & juristische Umfeld für sie - rein persönlich - noch zu ihren Lebzeiten ändern kann : La Keitel und Epstein lassen aus der Hölle schön grüßen ! ... wobei Epstein deutlich mehr Glück mit seinem Suizid im Kerker hatte, was ihm den qualvollen und rechtsstaatlichen Erstickungstod UNSERES Schurken La Keitel am Galgen ersparte :
Er wurde um 1:19 Uhr am Schafott 2 gehängt, wobei es nicht zum Genickbruch kam, sondern der Tod erst um 1:33 Uhr durch Ersticken eintrat.[29]
https://www.tagesschau.de/ausland/epstein-autopsie-103.html
Der wegen Vergewaltigung angeklagte Ex-Wall-Street-Banker Epstein hat sich in seiner Zelle erhängt.
Anmerkung zur Berichterstattung über Selbsttötungen
"Üblicherweise berichtet tagesschau.de nicht über Suizide. Wir orientieren uns dabei am Pressekodex: Demnach gebietet die Berichterstattung über Suizide Zurückhaltung: "Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen und die Schilderung näherer Begleitumstände ... Ein weiterer Grund für unsere Zurückhaltung ist die erhöhte Nachahmerquote nach Berichterstattung über Selbsttötungen...."
Starb Epstein an Genickbruch? (Google KI)
Nein, die offizielle Todesursache von Jeffrey Epstein war laut dem Bericht der New Yorker Gerichtsmedizin Erhängen durch Suizid.
tagesschau.de +3
Es wurden jedoch Verletzungen festgestellt, die oft fälschlicherweise als "Genickbruch" interpretiert werden:
Knochenbrüche im Halsbereich: Die Autopsie ergab mehrere Brüche, unter anderem am Zungenbein (Os hyoideum) und am Kehlkopf.
Medizinische Einordnung: Während solche Brüche bei einer Erhängung vorkommen können (insbesondere bei älteren Menschen), sind sie laut Experten wie dem ehemaligen New Yorker Chefarzt Michael Baden oder dem deutschen Rechtsmediziner Michael Tsokos eher typisch für eine gewaltsame Strangulation durch Dritte.
Aktuelle Entwicklungen (Februar 2026): Neuere Analysen von freigegebenen Obduktionsunterlagen durch Michael Tsokos deuten auf weitere atypische Befunde hin, wie Unterblutungen an den Handgelenken, die auf eine Fixierung hindeuten könnten.
Wikipedia +2
Zusammenfassend lässt sich sagen: Epstein erlitt Brüche von Halsknochen, die offizielle Untersuchung wertete dies jedoch als Folge einer Selbsttötung, während unabhängige Experten darin Indizien für Fremdeinwirkung sehen.
YouTube +2
KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen
Im Gegensatz zu unserem La Keitel war Epstein - als Papst-Vertrauter - ein gewiefter Profi, der seinen eigenen Suizid perfekt als Mord öffentlich vorgetäuscht hatte...
https://www.stern.de/panorama/verbrechen/jeffrey-epstein--neue-bilder-von-seiner-privatinsel-veroeffentlicht_36925762-36925618.html
„Urbi et orbi“ ... oder drei waschechte Philanthropen unter sich...
Cui bono? Das ist die…
Cui bono? Das ist die entscheidende Frage!
Mir fällt als Antwort nichts Besseres ein, als daß sich gewisse Mächtige auch fast 90 Jahre nach dem Holocaust noch an Deutschland rächen wollen.
Eine andere Antwort finde ich auch nicht in Ihren langen KI-Ausführungen ...
Add new comment