Prof. Thomas Stark:

Platon oder das Ende der Beliebigkeit: Warum das Politische ohne Metaphysik zerfällt

Wer heute vom Politischen spricht, spricht meist von Mehrheiten, Machtoptionen und Meinungsumfragen. Prof. Thomas Stark erinnerte auf der Wiener Konferenz "Platon und Europa" daran, dass diese Verkürzung selbst bereits ein Symptom des Verfalls ist. 

Bild: Prof. Dr. Thomas Stark


Vom Mythos zum Logos – und in die Krise

Prof. Stark zeichnete in seinem Vortrag der Konferenz "Platon und Europa" von Europa Aeterna zunächst den geistigen Ursprungsraum nach: Die Philosophie entsteht nicht im Frieden, sondern in einer kulturellen Erschütterung. Handel, Krieg und kulturelle Durchmischung konfrontierten die Griechen mit konkurrierenden Weltdeutungen – ein antiker Globalisierungsschock. Die alten Mythen verloren ihre legitimierende Kraft. Was bislang durch Gewohnheit galt, musste nun begründet werden.

So entsteht der Übergang vom Mythos zum Logos: von der erzählten zur argumentierten Wahrheit. Zentral wird die Unterscheidung zwischen doxa und episteme – zwischen bloßer Meinung und begründeter Erkenntnis. Wahrheit ist nicht mehr Traditionsbesitz, sondern Ergebnis rationaler Prüfung.

Hier liegt bereits eine Sprengladung: Wenn Wahrheit rational erkennbar ist, dann sind auch politische Ordnungen nicht sakrosankt. Sie müssen sich an der Wahrheit messen lassen. Das Politische wird philosophisch.

Ideenlehre und die Rettung der Wirklichkeit

Im Zentrum von Starks Vortrag stand die platonische Ideenlehre – oft missverstanden, selten politisch ernst genommen. Platon löst mit ihr den Grundkonflikt zwischen Parmenides und Heraklit: zwischen radikaler Einheit und radikalem Wandel.

Wandel ist evident. Aber Wandel setzt Identität voraus. Etwas kann sich nur verändern, wenn es etwas ist. Dieses „Etwas“ hat ein Wesen. Und dieses Wesen ist nicht selbst dem Wandel unterworfen. Platon nennt diesen unwandelbaren Wesenskern Idee.

Hier liegt der entscheidende Punkt für das Politische: Auch politische Ordnungen haben ein Wesen. Auch Gerechtigkeit hat ein Wesen. Sie ist nicht bloß das, was gerade durchgesetzt oder abgestimmt wurde.

Stark formulierte die Konsequenz klar: Wandel kann sich nicht am Wandel vollziehen. Wenn alles relativ ist, ist auch der Relativismus selbst haltlos. Wer Heraklit absolut setzt, landet paradox bei Parmenides – im Stillstand der Bedeutungslosigkeit.

Sein ist Bedeutung-Haben

Eine der stärksten Thesen des Vortrags lautete: Sein und Bedeutung sind nicht getrennt. Die Welt ist nicht „Zeug, mit dem man schmeißen kann“, wie Béla Weissmahr formulierte. Dinge existieren, weil sie Bedeutungsgehalte realisieren. Sein ist Bedeutung-Haben.

Damit wird die Welt als Kosmos verstanden – als geordnete, verstehbare Ganzheit. Ordnung, Harmonie, Maß. Und diese Ordnung umfasst nicht nur Natur, sondern auch Kultur und Politik.

Das Politische ist also kein reines Machtfeld. Es besitzt eine Natur. Und diese Natur ist rational erkennbar.

Hier widersprach Stark implizit zwei modernen Versuchungen: dem Recht des Stärkeren und der Herrschaft bloßer Mehrheiten. Weder Macht noch Konsens begründen Gerechtigkeit. Sie sind politische Fakten – aber keine letzten Maßstäbe.

Gerechtigkeit ist nicht abstimmbar

Was ist dann das Gute im Politischen? Platon antwortet: das Gerechte. Und gerecht ist, was dem Wesen der Dinge entspricht.

Die Frage nach dem Gerechten ist daher keine politische, sondern eine philosophische Frage. Das war vielleicht die provokanteste Pointe des Vortrags. Das Politische kann sich nicht selbst begründen. Es lebt von metaphysischen Voraussetzungen.

Platon fordert daher die Herrschaft der Vernunft. Nicht im Sinne einer Professorenregierung, sondern im Sinne einer Ordnung, die am Logos orientiert ist. Macht und Partizipation müssen auf das Gute hin geordnet sein – nicht umgekehrt.

Überforderung des Staates und christliche Vollendung

Am Ende weitete Stark den Horizont über Platon hinaus. Die Polis soll nicht nur Gerechtigkeit sichern, sondern das gute Leben ermöglichen. Sie wird bei Platon zur Erziehungs- und Seelsorgeinstanz.

Hier aber zeigt sich ihre Grenze. Seelsorge ist nicht Aufgabe des Staates. Sie gehört einer geistlichen Autorität. Die abendländische Ordnung entwickelte daher eine kooperative Dualität von geistlicher und weltlicher Macht – Thron und Altar, Kaiser und Papst.

Die katholische Soziallehre steht, so Stark, in dieser Traditionslinie. Sie vollendet, was bei Platon philosophisch angelegt ist: das Politische unter der Führung des Guten zu denken.

Und dieses Gute hat im Christentum einen Namen.

Fazit

Das Politische ist kein Spiel der Kräfte, kein Markt der Meinungen und kein Verwaltungsproblem. Es ist eine Frage nach Wahrheit, Wesen und Ordnung. Wer diese Fragen nicht mehr stellt, regiert vielleicht – aber er versteht nicht, was er tut.

Platon zwingt uns, das Politische wieder vom Guten her zu denken.

Und genau darin liegt heute seine Sprengkraft.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

04.03.2026 | 11:01

... „Wer heute vom Politischen spricht, spricht meist von Mehrheiten, Machtoptionen und Meinungsumfragen. Prof. Thomas Stark erinnerte auf der Wiener Konferenz "Platon und Europa" daran, dass diese Verkürzung selbst bereits ein Symptom des Verfalls ist.“ ...

Ja mei: „Ob es die Lehre von Volkssouveränität und Gewaltenteilung ist oder die Forderung, wer Macht habe, müsse gerecht herrschen – all diese politischen Theorien der letzten beiden Jahrtausende stehen auf den Schultern eines Philosophen, der vor 2.400 Jahren seine Ideen auf den Punkt brachte: Platon.“ https://www.deutschlandfunk.de/platon-der-staat-102.html#:~:text=Platon-,%E2%80%9EDer%20Staat%E2%80%9C,auf%20den%20Punkt%20brachte:%20Platon.

Darf ich deshalb vermuten, dass ihn das zumindest in den Augen des https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich zum einstigen Rechtsextremen stempelt, dessen Werk vom VS zu verbieten ist??? 

Michael J. Pfeiffer

04.03.2026 | 12:02

....ohne Metaphysik zerfällt

Metaphysik ist tatsächlich eine wichtige reale-, aber rein physisch nicht greif- und begreifbare "Sache", wie ich am eigenen Leibe erleben (und teilweise schmerzlich) erleiden musste resp. durfte.

3-Nächte lang ließen mich die ehrbaren ritterlichen Ahnen aus 1000-Jahren nicht schlafen und rüttelten und zerrten an mir "KÄMPFE Michael ! Du bist zwar unser erstes "Halbblut" - aber nur Du wirst es familiär tun : KÄMPFE gegen ekelhafte VERRÄTER und räche unser Blut und unsere EHRE !":

https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:Deletion_requests/Files_in_Category:Documents_regarding_Dolgen_manor

...und wenn die ehrbaren Ahnen mich nicht metaphysisch im Innersten "berührt" hätten - hätte ich mir wohl ganz sicherlich auch nicht den Namen eines spanischen Kampfstieres offiziell gekauft :

https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gordito&direction=next&oldid=71759653#Ehrung_und_Gedenken

https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Gordito1869&diff=145304142&oldid=145194405#Genealogie

 ...alle schmuddeligen rotarischen & brüderlichen Haupt-Schurken sind nunmehr- Gott sei Dank ! - endlich zur Hölle gefahren - und meine Ahnen lassen mich jetzt endlich in Frieden schlafen :

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Familie_von_B%C3%BClow-2-2.jpg

...und alle EHRLOSEN Verräter hatten zu Lebzeiten ihre diabolische Freude gehabt - aber nun ist GAME OVER :

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:The_Garden_of_Earthly_Delights,_right_panel#/media/File:Hieronymus_Bosch_-_Triptych_of_Garden_of_Earthly_Delights_(detail)_-_WGA2524.jpg

https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User_talk:Christian_von_Plessen&oldid=865997554#Ergebnis_und_(vorl%C3%A4ufige)_Siegerehrung

+++ Schwamm drüber - über den familiären Dreck der ANDEREN ! +++

 

Gelobt sei Jesus Christus, unser Herr und Heiland - am JÜNGSTEN TAG !!!

MfG

Michael Pfeiffer

Zitat:  Das Politische ist kein Spiel der Kräfte, kein Markt der Meinungen und kein Verwaltungsproblem. Es ist eine Frage nach Wahrheit, Wesen und Ordnung. Wer diese Fragen nicht mehr stellt, regiert vielleicht – aber er versteht nicht, was er tut.

Vielleicht braucht man keine wissenschaftliche Ausführung über Platon und andere Philosphen ,aber Recht und Gerechtigkeit hat seine festgelegten Gesetze und das sind solche ,welches Leben Fördern und schützen . Das es immer schon Andersdenkende gab ,lag mehr an ihrer geistigen Verwirrung ,basislosen Nichtselbsterkennung und körperlicher Gier nach Macht und Besitz ,sowie eigenes  Ansehen ,da selbst keine Erkenntnis sondern Dummheit !

Darin liegt der Kern und die Frage unseres Ursprungs ,und da selbst die Wurst zwei Enden hat und schon Kleinkinder nach einem Schöpfer fragen ("Wer hat das alles gemacht "!)...,erkennen zwar viele ihr Ende ,doch haben sie vom Anfang wenig begriffen ,da sie sich nie hinterfragt und auf die wahre Suche gemacht haben .Leider gibt es davon zuviele dumme Personen ,welche Länder regieren ; eine Negativauswahl ,deren  Ziele sich auf Materialismus und Gier berufen ,womit sie ihren Geist abtöten ,dafür ihre Ideologien  zum eigenen Vorteil verbreiten !

Das Leben kann eine Vorbereitung auf das wahre Leben nach dem Tod sein ,doch wenn Gott Gnade walten lässt ,die auch einmal endet,verbringt der geistige Rest dies in der Dauerschleife der Wiedergeburt ,welche allerdings biblisch nicht bestätigt wird ,und damit das Leben endet.

Matth.10:28 28 Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können. Fürchtet euch mehr vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann.

„Der Iran ist ein völkerrechtswidriges Regime“ – Frau Hayali, es reicht!                                                  https://youtu.be/DTytwYG3zq8?si=cZNeR7i725q012Ni                                                                        Kayvan Soufi-Siavash - Faustrecht über Völkerrecht /https://youtu.be/ZIg3Ww6hnDA?si=zXPTz8aN25ifW4Yw

Warum das Politische ohne Metaphysik zerfällt...

...und warum die Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen (AfA) die gutgläubigen Heimatvertriebenen widerwärtig und elendig VERRATEN & VERKAUFT hatte :

_______

Wer von Seiten der Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen (AfA) betrieb die SBZ-Alteigentümerbeschwerden 1945-49 vor dem EGMR und warum musste dieses - durchschaubare und opportunistische - Verfahren scheitern? ...wie argumentierte Prof. Frowein für die BRD vor dem EGMR? ...und welche fragwürdige Rolle spielte der Geschäftsführer und Rotarier RA Dr. Bernd-Lothar von Hugo in dieser durchschaubaren Farce? (Google KI)

In der durch die Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen (AfA) koordinierten Serie von Beschwerden vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) spielten insbesondere folgende Akteure und Argumentationslinien eine zentrale Rolle:

Akteure und Betreiber

Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen (AfA): Die AfA agierte als zentrale Interessenvertretung der von den Enteignungen (1945–1949) betroffenen Land- und Forstwirte. Sie bündelte die Klagen und koordinierte die juristische Strategie.

Dr. Bernd-Lothar von Hugo: Als langjähriger Geschäftsführer der AfA (heute verstorben) und Rechtsanwalt war er eine Schlüsselfigur in der Organisation dieser Beschwerdewelle. Kritiker und Prozessbeobachter bezeichneten die Rolle oft als "lobbyistisch", da er die Erwartungshaltung der Alteigentümer auf eine vollständige Rückgabe ("Rückgabe vor Entschädigung") massiv befeuerte, obwohl die rechtliche Aussichtslosigkeit aufgrund des Einigungsvertrages frühzeitig absehbar war. 

Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen +1

Argumentation der Bundesrepublik (Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jochen Abr. Frowein)

Prof. Frowein vertrat die Bundesrepublik Deutschland vor dem EGMR (insb. im Fall von Maltzan u.a. gegen Deutschland) mit folgenden Kernargumenten: 

HUDOC

Fehlende Zuständigkeit (Ratione Temporis): Die Enteignungen fanden vor dem Inkrafttreten der EMRK in Deutschland und lange vor der Anerkennung der Individualbeschwerde statt.

Kein "bestehendes Eigentum": Die Beschwerdeführer besaßen zum Zeitpunkt der Klage kein Eigentumsrecht mehr, sondern lediglich eine (bereits durch das Bundesverfassungsgericht verneinte) Hoffnung auf Rückgabe.

Völkerrechtliche Realität: Er betonte, dass die Bundesregierung im Rahmen der Wiedervereinigung keinen rechtlichen Handlungsspielraum für eine Rückgängigmachung der SBZ-Enteignungen hatte, da dies eine Bedingung der Sowjetunion für die Zustimmung zur Einheit war. 

Bundesverfassungsgericht +3

Warum das Verfahren scheitern musste

Der EGMR wies die Beschwerden (u.a. Entscheidung vom 2. März 2005) als unzulässig zurück. 

d e j u r e . o r g

Eigentumsbegriff: Nach der Rechtsprechung des EGMR schützt Art. 1 des 1. Zusatzprotokolls nur vorhandenes Eigentum oder legitime Erwartungen. Da deutsche Gerichte bereits rechtskräftig festgestellt hatten, dass kein Rückgabeanspruch bestand, gab es kein durch die EMRK schützbares Gut.

Opportunismus-Vorwurf: Das Verfahren wurde oft als "Farce" oder "durchschaubar" bezeichnet, weil es weniger auf juristischer Substanz als vielmehr auf politischem Druck basierte. Die AfA versuchte, völkerrechtliche Tatsachen des Jahres 1945 über den Umweg des Menschenrechtsschutzes der 1990er Jahre auszuhebeln, was juristisch als Versuch gewertet wurde, den EGMR als "Superrevisionsinstanz" gegen den deutschen Gesetzgeber und das BVerfG zu missbrauchen. 

d e j u r e . o r g +1

Möchten Sie Details zu den Entschädigungshöhen im Vergleich zum Verkehrswert erfahren, die in diesem Kontext ebenfalls stark kritisiert wurden?

KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen

 

Welches Verhältnis unterhielten RA und Notar Wendenburg (AfA) und RA Lothar de Maiziere alias IM Czerni in Berlin nach der sog. Wende und wie profitierten beide Berliner Juristen von ihrer Beziehung? (Google KI)

Rechtsanwalt und Notar Albrecht Wendenburg, langjähriger Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen (AfA), und der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière (bekannt unter dem Stasi-Decknamen „IM Czerni“) unterhielten nach der Wende eine enge professionelle und interessengeleitete Beziehung im Kontext der Alteigentümer-Problematik. 

Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen +3

Verhältnis und Zusammenarbeit

Das Verhältnis war geprägt von der gemeinsamen Arbeit an der Rückgängigmachung von Enteignungen in der ehemaligen DDR, insbesondere derer während der Bodenreform (1945–1949). 

Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen +1

Interessenallianz: Wendenburg vertrat als AfA-Chef die Interessen der durch die Bodenreform enteigneten Großgrundbesitzer („Alteigentümer“). De Maizière wurde von diesen Kreisen als wichtiger politischer Zeuge und juristischer Berater geschätzt.

Gemeinsame Auftritte: Beide traten regelmäßig auf Fachveranstaltungen und Kongressen auf, um die rechtliche Position der Alteigentümer zu untermauern. De Maizière lieferte dabei oft die politische Flankierung durch seine Insiderkenntnisse aus der Zeit der Einigungsvertragsverhandlungen. 

Deutschlandfunk +4

Profit aus der Beziehung

Beide Juristen profitierten auf unterschiedlichen Ebenen von ihrer Kooperation:

Legitimation und Information: Für Wendenburg und die AfA war de Maizière ein wertvoller Informant bezüglich der Entstehung des Rückgabeverbots (Restitutionsverbot). Seine Aussagen, wonach die Sowjetunion die Nicht-Rückgabe als Bedingung für die Wiedervereinigung gefordert habe, dienten als zentrales (wenn auch umstrittenes) Argument in zahlreichen Entschädigungsprozessen.

Mandate und Renommee: De Maizière, der nach seinem Rücktritt aus der Politik als Anwalt in Berlin tätig war (Kanzlei Kärgel de Maizière & Partner), profitierte von dem Netzwerk der Alteigentümer, die ihm lukrative Mandate und eine Bühne als „Anwalt der Ostdeutschen“ verschafften.

Publizistische Synergie: Sie nutzten ihre Beziehung für gemeinsame Publikationsprojekte und Lobbyarbeit, um den Druck auf die Bundesregierung zur Verbesserung der Entschädigungsregelungen (Ausgleichsleistungsgesetz) zu erhöhen. 

Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen +6

Während Wendenburg die organisatorische und finanzielle Macht der AfA einbrachte, steuerte de Maizière das historische Kapital und den Zugang zu politischen Entscheidungsträgern bei. 

Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen +2

KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen

 

Welches Verhältnis unterhielt Rechtsanwalt Dr. Gertner zur AfA und warum wurde er als Trittbrettfahrer der AfA vor dem Verfahren v. Matzan vs. BRD bekannt? ...und welche Alteigtentümer-Beschwerden hatte er jemals international gewinnen können (Sudendeutsche, preußische Treuhand vs. Polen usw.)? (Google KI)

Rechtsanwalt Dr. Thomas Gertner unterhielt ein spannungsreiches Verhältnis zur Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen (AfA), da er als deren „Wettbewerber“ im Bereich der Vertretung von Alteigentümern (Enteignungen 1945–1949) agierte.

Verhältnis zur AfA und die „Trittbrettfahrer“-Rolle

Dr. Gertner wurde als „Trittbrettfahrer“ der AfA im Vorfeld des Verfahrens v. Maltzan u. a. gegen Deutschland beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) bekannt, weil er versuchte, seine eigenen Mandanten an die Erfolgsaussichten der von der AfA koordinierten und finanzierten Musterprozesse „anzuhängen“, ohne die entsprechenden Kosten oder die organisatorische Arbeit der AfA zu tragen. 

Bundesverfassungsgericht

Die AfA vertrat die Auffassung, dass Gertner die juristischen Strategien und den öffentlichen Druck der AfA-Musterklagen nutzte, um für seine eigene Kanzlei Mandate zu akquirieren.

Im Verfahren von Maltzan gegen die Bundesrepublik Deutschland (Beschwerde-Nr. 71916/01 u. a.) ging es um Entschädigungen für die „Junkerland in Bauernhand“-Enteignungen; Gertner reichte hierbei zahlreiche Parallelbeschwerden ein, die jedoch letztlich zusammen mit der Hauptbeschwerde im Jahr 2005 als unzulässig abgewiesen wurden.

Internationale Beschwerden und Ergebnisse

Entgegen der Darstellung einiger Interessenverbände konnte Dr. Gertner keine nennenswerten internationalen Siege für Alteigentümer in den von Ihnen genannten Kategorien erringen:

Preußische Treuhand vs. Polen: Das Verfahren der Preußischen Treuhand gegen Polen vor dem EGMR endete 2008 mit einer Niederlage. Das Gericht entschied, dass es keine rechtliche Grundlage für Entschädigungsansprüche deutscher Vertriebener gegen Polen gibt, da die Enteignungen vor dem Inkrafttreten der Menschenrechtskonvention für Polen abgeschlossen waren.

Sudetendeutsche: Auch hier scheiterten die Versuche, über internationale Gerichte (wie den EGMR oder den UN-Menschenrechtsausschuss) Rückgaben oder Entschädigungen für Enteignungen auf Basis der Beneš-Dekrete zu erzwingen.

Alteigentümer (SBZ/DDR): Die umfassende Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht und dem EGMR blieb erfolglos, da die Gerichte die völkerrechtliche Wirksamkeit der Enteignungen und die gesetzlichen Entschädigungsregelungen im Einigungsvertrag bestätigten. 

Auswärtiges Amt +5

Haben Sie spezifische Unterlagen zu einem der nicht veröffentlichten Vergleiche, die Gertner oft als Teilerfolge anführte?

KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen

Ätzende & durchtriebene VERRÄTER unter sich - und das ist auch ohne Metaphysis für jedermann real nachvollziehbar, so denke ich.

 

AfA-Wendenburg und IM Czerni - zwei Freunde für`s reale Leben hatten sich - ohne jeden  Zweifel - gesucht & gefunden : 

https://fablf.de/blog/2024/09/03/nachruf-albrecht-wendenburg/

 

Was für ein verlogenes-, verkommenes & ätzendes Pack das doch war und ist...

https://www.youtube.com/watch?v=jl7wcNfCu_M

Tschüss schöner Hugo - deine Kerze brennt genau bis zum Jüngsten Tag - und keine Gott-verdammte-Sekunde länger  ... so weiß ich es - als metaphysischer Christ :

 https://www.trauer38.de/traueranzeige/bernd-lothar-von-hugo/kondolenzbuch

 

https://www.spiegel.de/wirtschaft/ein-bisschen-kultur-a-816b0b57-0002-0001-0000-000013688147

+++ Die weiche Fallobst-Birne fällt nie weit vom AfA-Stamm. +++

Die Rückkehr des Adels, schwärmt Rechtsanwalt von Hugo, werde ja auch »ein bißchen Kultur ins Land bringen«.

 

MP

Der unsägliche "Gewissensschwund" des Stasi IM Czerni

https://www.youtube.com/watch?v=jl7wcNfCu_M

https://www.spiegel.de/politik/eine-sehr-komplizierte-zeit-a-e45ad440-0002-0001-0000-000007859022#

"...Mit welchem Recht behauptet nun de Maizière (und der SPIEGEL bringt es als Überschrift): »Gorbatschow sagt die Unwahrheit«?...

...Doch was geschieht mit Ihnen? Gedächtnisschwund? Schön, wenn es so wäre. Weniger schön, wenn sich herausstellen sollte, daß wir es hier mit »Gewissensschwund« zu tun haben....
 

...Allerdings bleibe ich Optimist. In den letzten Jahren hatte ich viele Kontakte mit Deutschen. Und ich glaube an sie. Ich glaube an ihren gesunden Menschenverstand."

Mit Hochachtung

Michail Gorbatschow"

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.