Crisis – Journal für christliche Kultur, Heft 13

Philosophie verspricht Weisheit - Erlösung kann sie nicht geben

Von Peter Backfisch

Der Autor dieser Zeilen hatte dieses dreizehnte Heft des obigen Periodikums erst einmal zur Seite gelegt und nach einigen Wochen erneut zur Hand genommen und dabei erkannt, dass es ein wichtiges und vielleicht das beste Heft ist, das die Redaktion der Crisis bisher herausgegeben hat.

Bild: Crisis Magazin Cover


Philosophie - „Erbe und Versuchung“

Mit dem Titel Philosophie - „Erbe und Versuchung“, will die Redaktion einen Einblick in die Geschichte der abendländischen Philosophie von der Antike bis zur Moderne zu geben, dies immer auch im Kontext orthodoxer Sichtweisen. Man muss anerkennen, es ist ihr hervorragend gelungen! Die 15 Beiträge plus Vorwort können in einer Zeitschriftbesprechung unmöglich einzeln qualifiziert besprochen werden. Deshalb wird der Autor die verschiedenen Aussagen, Facetten und Sichtweisen in einer Gesamtsicht beschreiben und bewerten. In den Essays geht es nie darum nachzuweisen, dass die westliche Philosophie eine Sammlung von Irrtümern, Fehleinschätzungen und oft von Gottlosigkeiten ist, die einen unbedingten Rückzug aus derartiger Geistakrobatik verlangen würde. Die Autoren wollen im Gegenteil aufzeigen, dass wahre Philosophie nicht mit dem Denken erschöpft ist, sondern mit dem Leben von Jesus Christus erst beginnt. Es geht um die Herstellung eines rechten Verhältnisses im Verständnis, wie Philosophie genutzt werden kann, wie es „die Biene mit dem Nektar tut“. (Hl. Basilos d. Gr.).

Die Beiträge behandeln das Denken bis in die Antike zurück, weiter über das Mittelalter bis in die Moderne. Es werden Fragen behandelt, die sich die Menschen seit Jahrhunderten gestellt haben. Spannend und anschaulich vermitteln die Autoren vorherrschende Denksysteme der abendländischen Philosophie und beleuchten wirtschaftliche, soziale und politische Hintergründe ohne nie außer Acht zu lassen, dass es nicht Philosophien sind, sondern Religionen und es der Glaube ist, der den sozialen Kitt menschlichen Zusammenlebens liefert. Für eine Zeitschrift orthodoxer Christen ist es dabei nur verständlich, dass dabei das Byzantinische-hellenistische orthodoxe Ostrom die treibende Kraft war und bis in heutige Tage ist. Auch wird es wahrscheinlich in Zukunft so bleiben, da es eine Trennung zwischen weltlicher und religiöser Sphäre im Leben der Menschen nicht wirklich gibt.

Antike Philosophie und Moderne Revolution

In der Summe behandeln die Essays das Denken der Meister, wie Hieronymus, Augustinos, Basilus der Große, Franz von Assisi, Thomas von Aquin, Meister Eckart, Johannes vom Kreuz, Blaise Pascal und andere. Noch sieht man in den Lehren der Genannten, meist den Konsens mit den Offenbarungen Gottes. Mit der Französischen Revolution fallen schließlich alle Fesseln ab. Es werden grundlegende neue Änderungen ins Zentrum der Philosophie der Moderne gerückt, die mehr und mehr davon gekennzeichnet sind eine Welt ohne Gott in den Mittelpunkt zu stellen. Der Rationalismus des Descartes, die Reduzierung von Gott auf Vernunft nach Leibnitz, Hegels dialektisch-enzyklopädischer Systementwurf an dessen Ende ein „Weltgeist“ stehen soll, führen auf direkten Weg zum dialektischen und historischen Materialismus (Distomat und Histomat) des Marxismus. Auch die etwas spätere moderne Existenzphilosophie nach Kierkegaard, Heidegger und Sartre werden behandelt. Sartre ist wohl der konsequenteste Vertreter für die Ersetzung Gottes durch den Menschen. In „Das Sein und das Nichts“ vertritt Sartre die Position, dass die Frage nach der Existenz Gottes zweitrangig ist. Auch wenn Gott existierte, würde das an der menschlichen Verantwortung und Freiheit nichts ändern – der Mensch müsste sich dennoch selbst finden und sich überzeugen, dass ihn nichts vor sich selbst retten kann. Zuletzt werden auch Schopenhauers rhetorisches Argumentierens, ohne Wahrheitsanspruch und Nietzsche mit seinen Thesen „Gott ist tot! Gott bleibet tot! Und wir haben ihn getötet!“, nicht vergessen. Nietzsches als Menetekel des Zerfalls eines metaphysischen Fundaments Europas. Heidegger, der zeitlich auf Nietzsche folgte gilt als ein Fährtenleser, weil er erkannte, dass er durch reines Nachdenken zu Gott gefunden hatte.

Heutige Philosophie: Spiritualität der Westlichen Welt

Dies alles sind Lehrstellen in der in der heutigen Philosophie und der ganzen Spiritualität der modernen westlichen Welt, die eine Heilung nur im Gauben der Orthodoxie erfahren können. Durchgängig herrscht die Überzeugung vor, wahre Erkenntnis lässt sich nicht über den Intellekt, die Ratio oder den Diskurs erlangen, sondern nur durch ein Sich-Einlassen auf die Menschwerdung Gottes. Nur das Bewusstsein eines höheren Prinzips erlaubt die Überwindung der Fragmentierung, die in allen Lebensbereichen, vor allem aber auch in den Wissenschaften des modernen Westens, Einzug gehalten hat und uns beherrscht. Die moderne Philosophie kann uns aus diesem Tränental nicht führen, da sie keinen Erkenntnisgewinn aufzuweisen hat, denn sie besteht nur aus Mehrdeutigkeiten und schlecht gestellten Fragen. Der sie beherrschende Materialismus mit seinem Streben nach Profitmaximierung, materiellem Fortschritt und nicht enden wollender Selbstverwirklichung muss überwunden werden. Im Aufgehen des Einzelnen in seiner (Glaubens)Gemeinschaft und einem spirituellen Glauben an Jesus Christus sehen die Auroren den zu gehenden Weg zur wahren Erkenntnis. 

Zu erwähnen sind auch die besprochenen philosophischen Bücher am Ende des Hefts: Iwan Iljin; Ich schaue ins Leben-Ein Buch der Besinnung; George Remete; Martin Heidegger; Zwischen Phänomenologie und Theologie sowie Walter Schuberts Europa und die Seele des Ostens.

Zu beziehen: über www.crisis-journal.de 

Das Heft kostet € 15,00; Abo, 4 Ausgaben € 38,00

Sven von Storch

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Kommentare

... „Antike Philosophie und Moderne Revolution“ ...

Ja mei: „Die antike Philosophie bildet das fundamentale Fundament für viele Ideen, die moderne Revolutionen und politische Systeme geprägt haben. Insbesondere griechische und römische Konzepte von Freiheit, Gerechtigkeit, Tugend und Demokratie wurden in der Neuzeit neu interpretiert, um radikale politische Veränderungen zu legitimieren“!!!!!!! ... https://www.google.com/search?q=Antike+Philosophie+und+Moderne+Revolution&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&oq=Antike+Philosophie+und+Moderne+Revolution&gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOTIHCAEQIRigATIHCAIQIRigA….

IM Czerni : „Ich glaube, dass ich ... vor meinem Herrgott bestehen kann.“

https://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article104497591/Lothar-de-Maiziere-DDR-war-kein-Unrechtsstaat.html#:~:text=Die%20%C3%84u%C3%9Ferung%20des%20letzten%20Ministerpr%C3%A4sidenten%20der%20DDR%2C,ihn%20da%20geritten%20hat%22%2C%20sagte%20Klaus%20Schroeder%2C

Lothar de Maizière: DDR war kein Unrechtsstaat

https://jf-archiv.de/archiv98/118aa6.htm

Enteignungen unter sowjetischer Besatzung: Ex-Staatschef der UdSSR widerspricht dem Bundeskanzler

Gorbatschow entlarvt Helmut Kohl

https://www.youtube.com/watch?v=jl7wcNfCu_M

https://taz.de/Gorbatschow-Ueber-Bodenreform-nie-gesprochen/!1544795/#:~:text=Von%20einer%20Alternative%20%E2%80%9ERestitutionsverbot%20oder%20Scheitern%20des,reizte%20er%20gestern%20seinen%20Duzfreund%20Helmut%20Kohl

https://www.deutschlandfunk.de/zeitzeugen-lothar-de-maiziere-anwalt-der-ostdeutschen-100.html

Blockflöten und Revolutionäre
de Maizière: „Ich glaube, dass ich mit der Biografie, mit dem Leben, das ich in der DDR gelebt habe, auch irgendwann mal vor meinem Herrgott bestehen kann.“

(...) "Alle Leute, die ich im politischen Bereich verteidigt habe, waren zuvor in der Haftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit. Die waren das Untersuchungsorgan. Dort hat man natürlich auch mit denen von der Staatssicherheit versucht, irgendwelche Gentlemans Agreement oder Erleichterung zu verschaffen. (...) Es wäre völlig unsinnig gewesen, zu denen zu sagen: Hören Sie mal zu, ich halte Sie für einen Lumpen und für einen Verbrecher, aber trotzdem müssen wir jetzt mal miteinander über die Probleme meines Mandanten X reden." (...)

https://www.welt.de/geschichte/article147148400/DDR-Staatssicherheit-Was-Lothar-de-Maiziere-dazu-trieb-IM-zu-werden.html

DDR-Staatssicherheit

Was Lothar de Maizière dazu trieb, IM zu werden

Von Stefan Aust


https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_de_Maizi%C3%A8re#Schriften

https://www.youtube.com/watch?v=snq4wZj2tlc

"Ich will, dass meine Kinder nicht mehr lügen müssen. Meine Geschichte der deutschen Einheit."

http://www.are-org.de/are/files/Die%20Zeit%2029.01.2004%20Am%20Anfang%20der%20Einheit%20stand%20eine%20L%C3%BCge%20%2806.23%29%20HerKoe.pdf

Am Anfang der Einheit stand eine Lüge

____________

Ich wll, dass meine Kinder und Enkel sich keine dreckigen Lügen von dreckigen Stasi-Spitzeln mehr anhören müssen!

...oder anders gesagt:

"Eher geht ein Kamel durch`s Nadelöhr, als dass dreckige Stasi-Spitzel in das Reich Gottes gelangen." (frei nach Jesus Christus)

https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichnis_vom_Nadel%C3%B6hr#:~:text=Das%20Gleichnis%20vom%20Nadel%C3%B6hr%20(auch,ins%20Reich%20Gottes%20zu%20gelangen.

https://www.staaken-evangelisch.de/b/blog-110837-predigt-wie-ein-kamel-durch-s-nadelohr-kommt

Predigt Markus 10,17-27: Kamel und Nadelöhr

(Streiche: "Reicher"; setze: "dreckige Lügner und Verräter")
 

Wer seinen Mund öffnet ,um aus Erkenntnis zu sprechen ,kann sich nur auf das berufen ,was er erlebt gesehen und oder von anderen gehört und übernommen hat ! Dabei ist es dennoch entscheidend, all dies erlebt und gespürt zu haben ,um nicht auch Gefühle zu vergessen !

Und doch ist alles Denken aus unserem Geist ,welcher schon schwierig ist zu definieren ,da wir ja vermutlich mehr oder weniger aus dem "geistlichen Funken"  Gottes entstanden sind . Doch was wäre ,wenn dieser Funke abgebrochen  durchschnitten ,oder abgetrennt wurde ? 

Man könnte an Adam und Eva denken  und dem Ausschluss aus dem Paradies . Aber nein ;das alte Testament zeigt uns immer wieder die Verbindung Gottes und seine Suche zu seinem Volk,trotz Trennung auf . Die Lehren aus diesen ,von Gott beeinflusten Schriften (Bibel) sind Beispiele einer Beziehung zu seinem Schöpfer und dem Schöpfer dieser Welt . Natürlich kann man hin und her philosphieren ,was seit Anbeginn der Menschheit in jeder Zeitepoche geschehen ist . Den Stein der Weisen hat noch niemand gegessen und dennoch haben sich viele erhoben ,um selbst weiser zu sein oder zu erscheinen .  Das Wort sagt : " Demut bahnt einen Weg zu Gott " ! Darin erkennt unser Geist seine Stellung im Universum ,wie schon Seneca begriff. 

Johannes ,der Vorbote Christus war antwortete auf des Volkes Fragen :Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; mitten unter euch steht, den ihr nicht kennt, 27 der nach mir kommt, vor dem ich nicht würdig bin, den Riemen seiner Sandale zu lösen.

Sein Geist erkannte in Demut seine Stellung .somit war er ein Mitbegründer auf dem Weg zu Gott .Psalm 104 besingt über die Schaffung der Erde und all unser Sein  ,die Basis aus der sich der Mensch erhebt ,doch auch seit seiner Geburt bis zu seinem Tode ,die Wahl hat seinen Schöpfer zu erkennen oder anzuerkennen ,oder sich dumm und unwissentlich über ihn zu erheben .  

Der einfache Mensch,der in Demut auf der Suche ist ,kann hier seine Basis annehmen und über Demut einen Weg zu Gott bahnen ,darin ist Weisheit und Erkenntnis von Gottes Geist . Viele Gelehrte unserer Welt haben sich Gedanken gemacht .Warum ? Waren sie wirklich auf Suche nach Wahrheit ,oder auf Anerkennung in Veränderung von Kulturen und Denkweisen  ? Mögen sie auch gute und rechtschaffene Gedanken aufgeschrieben haben ,ohne Gottes Geist ,keine Erkenntnis ! Zu dem sind durch Geburt und Tod Grenzen gesetzt . Niemand weiß von vor seiner Geburt ,ob Wiedergeburt oder Neuschaffung eines Bewusstseins? Und was ist danach ? Aus heutigen Erkenntnissen ,aber schon aus der Bibel wissen wir eigentlich ,dass mit dem Tode nicht alles vorüber ist . Jesu sprach von der Furcht vor dem ,der über den zweiten Tod herrscht ! Nahtoderlebnisse zeigen viel auf und dennoch sind die,welche zurückkehren ,Zeugnisgeber über Ausschnitte ihrer höchst interessanten Erlebnisse .

Viele Menschen ,darunter viele Christen bezeugen Gott auf ihre spezielle Weise auch heute noch !Sie haben ihn erlebt -gespürt - oder Erfahrungen gemacht ,welche man im besten Sinne als übernatürlich erklären könnte . Sicher ist ,und davon zeugen all die Propheten aus dem Wort ,dass man Gott erleben kann und eine Beziehung mit ihm haben kann ,ja sollte . Darin erkennen wir und anerkennen wir  unseren Schöpfer ,sind getrost was kommen mag und vertrauen ,gleich in welcher Situation einem "König" ,bessser Vater ,deren Kinder wir durch unsere Entscheidung und SEIN Angebot geworden sind . (Lehren des Evangelium)

Trotz aller Weisen und Gelehrten ,fehlt diese Entscheidung leider auch bei vielen ,welche auf ihrer Suche nach einem Gott waren ,der sich nicht nur im Verborgenen aufhält ! Ich selbst habe "Wunder " erlebt und bezeuge dies deswegen als Christ. Somit soll auch der einfache Psalm ,der die Wunder all dieser Welt beschreibt, eine Mahnung an unsere Politiker und Machthaber sein ,da er mit folgenden Worten endet : Psalm 104                                                                                                            

Möge ihm mein Dichten gefallen. *Ich will mich freuen am HERRN.                                                       Die Sünder sollen (werden )  von der Erde verschwinden /                                                                   und Frevler sollen (werden ) nicht mehr da sein.                                                                                           * Preise den HERRN, meine Seele! Halleluja!

Matth.7,16  16 Wie könnt ihr sie erkennen? Achtet auf die Frucht ihres Handelns, auf das, was aus ihrem Leben herauskommt! Denn von einem vertrockneten, dornigen Strauch kann man keine schmackhaften Weintrauben ernten. Genauso wenig ist zu erwarten, dass an einem Distelstrauch saftige Feigen wachsen.

DIE BIBEL, also Gottes Wort sagt dazu:

Kolosser 2,8+9
8 Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus.
9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig!

 

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