Bischof Schneider übr die Lage der Kirche

Petrus schläft während Judas wach ist

Die Kirche dürfe keinen »Minderwertigkeitskomplex« im Umgang mit der Welt haben.

In einem Interview mit dem Priester und Podcaster Father Daniel Maria Klimek erklärte Bischof Athanasius Schneider, dass »Petrus schläft, während Judas wach ist«, wobei er den heiligen Petrus Canisius zitierte.

Schneider bestätigte St. Canisius Standpunkt, dass die Guten dazu neigen, »zu schlafen«, während die Feinde der Kirche »sehr wachsam und sehr beschäftigt« sind, um ihre böse Agenda umzusetzen.

Auf die Frage nach seiner Meinung zum Einfluss der sogenannten St. Gallen Mafia, einem Begriff, den Kardinal Godfried Danneels verwendet hat, um eine Gruppe zu beschreiben, die die Papstwahl von damals Kardinal Jorge Bergoglio geplant hat, gab Bischof Schneider zu, dass die Gruppe Treffen abgehalten und Vorbereitungen getroffen habe, um die Wahl von Papst Franziskus herbeizuführen.

Es sei nur logisch, dass diese Mafia diese Längen gehen würde, sagte Schneider, »weil der Feind nicht schläft«. Er wies darauf hin, dass Jesus Christus selbst darauf hingewiesen habe, dass »die Kinder dieser Welt klüger sind als die Kinder des Lichts" und uns ermahnt habe, "klug wie die Schlangen und unschuldig wie die Tauben zu sein.«

Im Gegensatz zur Gruppe von St. Gallen oder Politikern müsse die Strategie der Christen, das Werk Gottes zu tun, vom Heiligen Geist inspiriert sein, betonte Schneider. Er rief die Katholiken dazu auf, zu beten, Akte der Wiedergutmachung zu leisten und Opfer zu bringen, um eine göttliche Intervention in der Kirche zu erflehen.

»Gott kann eingreifen«, fuhr er fort und wies darauf hin, dass er dies in der Geschichte getan habe. »Und er wird das tun. Wir wissen nicht wann und wie, aber er wird... Und so müssen wir eine heilige ‚Mafia‘ organisieren, einen heiligen Kreuzzug aus Gebeten und Opfern und das erflehen.«

Er rief die Katholiken auch dazu auf, »Buße für unsere eigenen Sünden und für die Sünden der Welt« zu tun und »Akte der Wiedergutmachung« zu leisten, »sogar mit Freude, weil wir Christus lieben und ihm unsere Liebe zeigen wollen«.

Der Prälat wies darauf hin, dass solche Akte der Buße und Wiedergutmachung dazu beitragen, Seelen zu retten, und »eine Seele für die Ewigkeit zu retten, ist das ausgezeichnetste Werk, das wir tun können, und gibt uns das größte Glück, das wir uns vorstellen können.«

Darüber hinaus dürften wir im Umgang mit der Welt kein »Minderwertigkeitskomplex« haben, sondern müssten aus Überzeugung und Mut handeln, sagte Schneider.

»Zusammen bilden wir eine große Familie, sogar eine Armee, eine spirituelle Armee, und Unsere Liebe Frau ist die Kommandantin unserer Armee - Sie ist die Zerstörerin aller Häresien«, sagte er.

Er betonte, dass im Umgang mit der Welt ein »missionsmäßiger Eifer« erforderlich sei, um Menschen anderer Religionen »geduldig, liebevoll und respektvoll zu Christus, dem einzigen Erlöser«, zu führen, angesichts der Tendenz der Kirche heute, sich auf weltliche Angelegenheiten zu konzentrieren und das Übernatürliche zu vernachlässigen.

Dieser »missionsmäßige Eifer« gehöre zur wahren Mission der Kirche - ihrer übernatürlichen Mission, sagte Schneider.

Sven von Storch

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