Bei der Vorstellung seines neuen Buches Dio esiste sprach Kardinal Robert Sarah Tacheles: Die eigentliche Mission der Kirche sei es, den Menschen das Evangelium zu verkünden und sie zur Umkehr zu rufen – nicht, sich in endlosen Diskussionen über Politik, Klima oder Migration zu verlieren.
»Gerettet werden heißt: zurück zu Gott«
Sarah betonte im Interview: Der Mensch sei geschaffen, um in Gemeinschaft mit Gott zu leben, habe diese Gemeinschaft aber durch die Sünde zerstört. Christus sei gekommen, »um Sünde und Tod zu vernichten«. Darum bestehe das Heil in der Rückkehr zu Gott – im Leben mit Ihm, hier und in der Ewigkeit. »Wenn wir unsere Sündhaftigkeit nicht anerkennen, gibt es keine Rettung«, so der Kardinal.
Kritik am »horizontalen Denken« in der Kirche
Der Kardinal kritisierte, dass auch in der Kirche immer mehr rein »horizontal« gedacht werde – als ob Gott nicht existiere. Statt das Evangelium zu verkünden, beschäftige man sich mit Politik, Sozialthemen oder Ökologie. »Aber die Mission der Kirche ist klar: ›Geht hinaus und predigt das Evangelium‹. Nicht die Probleme der Welt retten wir, sondern die Seelen. Ohne Christus gibt es keinen Frieden.«
Warnung vor falschen Propheten und Kirchenspaltung
Auf die Frage nach Gläubigen, die angesichts der Krise der Kirche abdriften, sagte Sarah: »Auch wenn die Kirche heute leidet und krank wirkt – sie bleibt unsere Mutter. Man darf sie nicht verlassen. Wer behauptet, außerhalb der Kirche die Wahrheit zu finden, irrt.« Christus habe versprochen, bei seiner Kirche bis ans Ende der Zeiten zu bleiben. Deshalb müsse man durchhalten, treu bleiben und beten, dass die Kirche sich erneuere.
Klares Bekenntnis zur wahren Mission
Für Sarah ist es keine Option, die Kirche zu politischen Hilfsorganisationen oder sozialen Bewegungen umzuformen. »Das Mandat Jesu ist eindeutig: Verkündet das Evangelium. Predigt Christus – und nur Christus. Das ist die einzige Rettung der Welt.«


Add new comment