Ein Gesetz, das die Bibel zur Gefahr erklärt

Kanada kriminalisiert das Christentum? Carneys Bill C-9 zielt direkt auf die Freiheit des Wortes

Ein neuer liberaler Angriff auf religiöse Freiheit und christliche Identität

Bild: Bibel, Picryl

Christen in Kanada schlagen Alarm: Die liberale Regierung unter Mark Carney plant mit Bill C-9 nichts weniger als die Entkernung der Meinungsfreiheit – und wie LifeSiteNews berichtet, sollen erstmals sogar biblische Aussagen strafbar werden können. Was früher als Warnung galt, wird nun politische Realität: Der Staat maßt sich an, das Christentum inhaltlich zu beurteilen und seine unbequemen Lehren unter Strafe zu stellen.

Die geplanten Änderungen treffen mitten ins Herz der religiösen Rede. In einem Abkommen zwischen Liberalen und Bloc Québécois sollen sämtliche religiösen Ausnahmen im Bereich der "Hassrede" gestrichen werden. Jeder, der öffentlich bestimmte Bibelstellen zitiert oder predigt, riskiert künftig eine Anzeige wegen "Hassmotivation". Die Regierung erklärt damit faktisch ganze Teile des Alten und Neuen Testaments zu gefährlichen Schriften.

Wenn Bibelzitate plötzlich als Verbrechen gelten

Die Beispiele, die bereits öffentlich diskutiert werden, zeigen, wie radikal dieser Kurs ist. Aussagen wie "Gott schuf sie als Mann und Frau" oder Jesu Lehre zur Ehe sollen nach Ansicht liberaler Funktionäre als "anti-homosexuell" oder "anti-trans" gelten. Sogar die elementare christliche Botschaft, dass der Mensch der Erlösung bedarf, wird als potenziell "genozidal" diffamiert, weil sie den Begriff Sünde verwendet.

Marc Miller, Minister für Kultur und Identität, erklärte öffentlich, es gebe in "Levitikus, Deuteronomium, Römerbrief" Passagen, die man als eindeutig "hasserfüllt" einstufen könne. Damit erhebt ein Regierungsmitglied erstmals für alle sichtbar den Anspruch, definieren zu dürfen, welche Teile der Bibel zulässig sind – und welche nicht.

Wer dennoch verkündet, was die christliche Glaubenslehre seit Jahrtausenden lehrt, könnte nach Bill C-9 bis zu zwei Jahre Haft erhalten. Und wer bei einer Demonstration zusätzlich wegen "Mischief" oder anderer Bagatelldelikte angeklagt wird, muss sogar mit einer Verdoppelung der Strafe rechnen, wenn seine Motivation als "christlich" interpretiert wird. Der Staat kriminalisiert damit nicht mehr einzelne Taten, sondern die Glaubenshaltung selbst.

Der liberale Angriff auf das christliche Fundament der Gesellschaft

Dass liberale Regierungen in Kanada Christen zunehmend als Gefahr für die öffentliche Ordnung betrachten, ist kein neues Phänomen. Pastoren wie David Lynn oder Derek Reiner wurden bereits für harmloses Straßenpredigen vor Gericht gezerrt. Katholische Priester landeten in "Bubble Zones". Und evangelikale Aktivisten wie Bill Whatcott müssen seit Jahren für das Verteilen biblischer Traktate mit Haftstrafen rechnen.

Doch Bill C-9 hebt diese Entwicklung auf eine neue Ebene: Das Gesetz beseitigt endgültig die Möglichkeit, sich auf die "gute Absicht" zu berufen, wenn Christen öffentlich das verkünden, was sie als göttliche Wahrheit kennen. Das Strafrecht wird zur Waffe gegen die Verkündigung selbst.

Damit nähert sich Kanada einem Zustand, in dem christliche Sprache nur noch in privaten Räumen existieren darf. Die Verkündigung der Sünde – und damit auch die Verkündigung des Erlösers – wird rechtlich eingeschränkt. Ein Staat, der so handelt, trennt seine Bürger nicht nur von der eigenen Tradition, sondern vom kulturellen Fundament, das Kanada überhaupt erst geprägt hat.

Ein Weckruf: Freiheit stirbt, wenn Christen schweigen

Die kanadischen Liberalen unter Carney setzen auf eine politische Logik, die jede religiöse Wahrheit als potenziell gefährlich betrachtet. Was nicht in die ideologisch neu definierte Staatsidentität passt, soll verschwinden. Doch eine Gesellschaft, die die Bibel als Bedrohung behandelt, stellt sich letztlich gegen die Wahrheit, die sie hervorgebracht hat.

Wer weiterhin öffentlich "Merry Christmas" sagt, soll vielleicht noch nicht bestraft werden. Aber ein Land, das das Evangelium kriminalisiert, hat bereits den ersten Schritt getan, um das Christentum aus dem öffentlichen Raum zu verbannen.

Jetzt ist der Moment, die Stimme zu erheben. Denn Freiheit stirbt nicht auf einmal – sie stirbt, wenn diejenigen schweigen, die sie verteidigen müssten.

Sven von Storch

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