Rund 1.000 Menschen versammelten sich Mitte Dezember im Herzen Londons zu einem öffentlichen Weihnachtsgottesdienst unter dem Motto „Putting Christ Back Into Christmas“, wie der Vatikan-Journalist Edward Pentin berichtet. Nur wenige Meter von Downing Street, Westminster Abbey und dem britischen Parlament entfernt erklangen Weihnachtslieder, Gebete und Predigten – friedlich, öffentlich und ausdrücklich christlich. Und genau das reichte aus, um heftigen Widerstand auszulösen.
Der Gottesdienst, initiiert vom umstrittenen Aktivisten Tommy Robinson, dauerte mehrere Stunden und zog Christen unterschiedlicher Herkunft an. Im Zentrum stand nicht Politik im engeren Sinn, sondern ein klares Bekenntnis: Weihnachten ist kein neutrales Winterfest, sondern das Fest der Geburt Christi. „Christ is King“ war kein politischer Slogan, sondern ein theologisches Bekenntnis – und offenbar genau deshalb ein Skandal.
Weihnachten ohne Christus?
Dass ausgerechnet ein Weihnachtsgottesdienst zum Politikum wird, ist bezeichnend. Die lauteste Kritik kam nicht nur von linken Aktivistengruppen, sondern auch aus Teilen der etablierten Kirche, insbesondere der Church of England. Nicht wegen konkreter Inhalte, sondern wegen der Person des Veranstalters und wegen der Sorge, Christentum könne hier als kulturelle Identität verstanden werden – und damit Grenzen ziehen.
Doch genau darin liegt der Kern des Konflikts. Weihnachten ist seinem Wesen nach nicht inklusiv im ideologischen Sinn. Es behauptet etwas Konkretes: dass Gott Mensch geworden ist, an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit, in einer bestimmten Geschichte. Wer Weihnachten feiern will, ohne diese Wahrheit zu benennen, verwandelt es zwangsläufig in Folklore.
Papst Benedikt XVI. hat immer wieder betont, dass der christliche Glaube keine kulturelle Verzierung sei, sondern eine Wahrheit mit Konsequenzen. Eine Gesellschaft, die Christus aus dem öffentlichen Raum verbannt, verliert nicht nur ihren Glauben, sondern auch ihr inneres Maß.
Christentum als Störfaktor?
Die Reaktionen auf den Londoner Gottesdienst zeigen, wie sehr das offene Christusbekenntnis heute als Provokation gilt. Nicht Gewalt, nicht Hass, nicht Gesetzesbruch – sondern Gebet, Gesang und die Erinnerung an christliche Wurzeln gelten als gefährlich. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines tieferen kulturellen Bruchs.
In einer Gesellschaft, die ihre eigene Geschichte nur noch als Belastung kennt, wird jede positive Bezugnahme auf das Christentum verdächtig. Besonders dann, wenn sie nicht in der Sprache moralischer Unverbindlichkeit erfolgt, sondern mit klaren Worten. „Christ ist König“ widerspricht der modernen Vorstellung, dass alle Wahrheitsansprüche relativ und austauschbar sein müssen.
Gerade deshalb wirkt Weihnachten heute subversiv. Die Geburt Christi stellt jede Ideologie infrage, die Erlösung aus Politik, Technik oder Moralprogrammen erwartet. Sie erinnert daran, dass Macht nicht rettet, dass der Mensch sich nicht selbst erlöst und dass Geschichte einen Sinn hat, der größer ist als staatliche Programme.
Ein Spiegel Europas
Der Londoner Gottesdienst war kein Massenereignis, keine Revolution, kein Umsturz. Und doch wirkt er wie ein Brennglas. Er zeigt, wie nervös eine Gesellschaft geworden ist, die sich ihrer eigenen Grundlagen schämt. Er zeigt auch, dass es noch Menschen gibt, die bereit sind, diese Grundlagen öffentlich zu bekennen – trotz Anfeindung.
Weihnachten ist nie harmlos gewesen. Schon die Geburt Christi stellte bestehende Ordnungen infrage. Dass sie es heute wieder tut, ist kein Missbrauch des Festes, sondern seine logische Folge. Eine Kultur, die Weihnachten behalten, aber Christus loswerden will, hat sich bereits entschieden. Und diese Entscheidung führt nicht zur Neutralität, sondern zur Leere.
Der Konflikt um diesen Gottesdienst ist daher kein Randthema. Er ist ein Symptom. Europa wird sich entscheiden müssen, ob es Weihnachten weiterhin feiert – oder nur noch duldet.


Kommentare
... „Weihnachten ohne…
... „Weihnachten ohne Christus?
Dass ausgerechnet ein Weihnachtsgottesdienst zum Politikum wird, ist bezeichnend. Die lauteste Kritik kam nicht nur von linken Aktivistengruppen, sondern auch aus Teilen der etablierten Kirche, insbesondere der Church of England. Nicht wegen konkreter Inhalte, sondern wegen der Person des Veranstalters und wegen der Sorge, Christentum könne hier als kulturelle Identität verstanden werden – und damit Grenzen ziehen.“ ...
Ja mei: „Er sieht dich, wenn du schläfst
Er weiß, wann du wach bist
Er weiß, wann du böse oder gut warst
Also sei um Himmels willen gut!“
– „Santa Claus Is Coming to Town“ https://uncutnews.ch/passen-sie-besser-auf-der-ueberwachungsstaat-erstellt-eine-liste-und-du-stehst-drauf/
Ist es deshalb nicht ein Kreuz-, Kruzi- und Allahu Akbar-Skandal, dass das genaue Geburtsdatum Jesu niemand weiß! „In der Bibel wird kein Datum genannt, warum feiern wir ihn also am 25. Dezember? Die frühen Christen hatten sicherlich viele Diskussionen darüber, wann er gefeiert werden sollte! Außerdem fand die Geburt Jesu wahrscheinlich nicht im Jahr 1 statt, sondern etwas früher, irgendwo zwischen 2 v. Chr. und 7 v. Chr., möglicherweise im Jahr 4 v. Chr. (es gibt kein Jahr 0 – die Jahre gehen von 1 v. Chr. bis 1!)“! https://www.whychristmas.com/customs/25th#:~:text=Christmas%20is%20celebrated%20to%20remember,of%20Christ%20(or%20Jesus).
Und nun? „Jesus trennt Glauben und Staat“??????? https://www.dioezese-linz.at/institution/8812/bilden/predigten/lesejahr_a/article/245996.html&ts=1766390489667
In Zeiten des Antichristen
Die Zeichen der Zeit nähern sich der Endzeit ,demnach verspottet man wieder den Schöpfer unserer Welt ,wie es schon im Wort steht. Doch Gott wird handeln ,auch wenn seine Gnade noch gilt ! Darum wird es Zeit ,für Menschen die nach dem Sinn des Lebens fragen ,dass sie erkennen von GUT und Böse,ihre Schuld / Versäumnisse bekennen und sich vor Gott demütigen und seinen Sohn annehmen .Ihr wisst nicht wieviel Zeit wir noch haben ?Jeder muss seinen eignen Weg des Herzens gehen .Kirche spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle ,denn jeder ist für sich allein verantwortlich !
„Tommy Robinson bringt…
„Tommy Robinson bringt Christus zurück ins Weihnachtsfest
Ein Fest gegen den Zeitgeist: Warum Weihnachten plötzlich provoziert“ ...
Etwa auch, weil der Islam lt. göttlicher(?) Botschaft zu Deutschland gehört???https://www.islamreligion.com/de/articles/709/viewall/die-bibel-verneint-die-gottlichkeit-jesu-teil-7-von-7
Seine Eiligkeit Spontifex II ♝, Weihnachtsansprache
"Ein Spiegel Europas
Der Londoner Gottesdienst war kein Massenereignis, keine Revolution, kein Umsturz. Und doch wirkt er wie ein Brennglas. Er zeigt, wie nervös eine Gesellschaft geworden ist, die sich ihrer eigenen Grundlagen schämt. Er zeigt auch, dass es noch Menschen gibt, die bereit sind, diese Grundlagen öffentlich zu bekennen – trotz Anfeindung."
Wenn im Londoner Gottesdienst oder in anderen Gottesdiensten zur Weihnachtszeit in Westeuropa aber auch nur Ansätze vom politisch - weltanschaulichen Standpunkt beispielsweise von Benedikt XVI oder von Jordan Peterson aufscheinen, dann darf zumindest die römisch - katholische Kirche sich gefasst machen darauf, dass ihr als Reaktion eine Welle von Verleumdung, Hass, Hetze und Denunziation entgegenschlägt.
Weihnachten
Fast tausend Christen versammeln sich, um der Geburt Christii zu gedenken? Singen und beten? Unter freiem himmel? Wie können die es wagen! Versammlungen zum Gebet unter freiem Himmel, auch die Straßen nutzend? Das dürfen nur Muslime - und das sogar ohne Kritik hervorzurufen (zumindest in Deutschland)!
So haben wir das im…
So haben wir das im Konfirmandenunterricht seinerzeit gelernt:
"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den
Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt,
gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am Dritten Tage
auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des
allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der
Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen"
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