Es ist ein historischer Moment: Am 16. Oktober 2025 erklärte die Globale Anglikanische Zukunftskonferenz (GAFCON) offiziell die Trennung von der Mutterkirche in Canterbury. Der Schritt gleicht einem Erdbeben in der Welt des Protestantismus. 80 Prozent der Anglikaner – vor allem aus Afrika, Asien und Lateinamerika – wenden sich von der liberalen englischen Kirche ab. Anlass war die Wahl von Sarah Mullally zur ersten weiblichen Erzbischöfin von Canterbury – ein Symbol für den moralischen und theologischen Verfall der Church of England. Das berichtet katholisches.de.
Afrika führt den Aufstand gegen den Westen
Die GAFCON, gegründet 2008 in Jerusalem, war von Beginn an ein Bollwerk gegen die Dekadenz westlicher Kirchen. Als in den USA erstmals ein offen homosexueller Bischof geweiht wurde, antworteten Afrikas Gläubige mit Empörung und Mut. Heute führen die anglikanischen Kirchen Nigerias, Ugandas, Kenias und Südsudans eine geistliche Rebellion gegen die westliche Ideologisierung des Christentums.
Ihr Vorsitzender, Erzbischof Laurent Mbanda aus Ruanda, erklärte unmissverständlich: Die Institutionen der anglikanischen Gemeinschaft – von Canterbury bis Lambeth – hätten „die Lehre der Schrift verraten“. Künftig will die Bewegung als Global Anglican Communion die wahre Kirche repräsentieren. Grundlage sei die Jerusalemer Erklärung von 2008, die die Bibel als einzig verbindliches Fundament des Glaubens betont und sich auf die 39 Artikel der Reformation beruft.
Ende einer westlichen Herrschaft
Die neue Gemeinschaft bricht jede institutionelle und finanzielle Verbindung zur Church of England. Der Bischofssitz von Canterbury, einst Symbol einer globalen Einheit, verliert seine Autorität – ebenso König Charles III., dessen kirchliche Rolle ohnehin nur noch symbolischer Natur ist. Statt eines zentralen Oberhaupts soll künftig ein Rat der Primaten das geistliche Leben führen – ein zutiefst biblisches Modell, das Macht durch Glauben ersetzt.
Ein Fanal gegen den religiösen Relativismus
Die afrikanischen Kirchen, einst von europäischen Missionaren gegründet, kehren nun als Lehrer des Glaubens zurück. Während Europa sich dem Gender-Wahn, der Frauenordination und dem moralischen Relativismus verschreibt, ruft der globale Süden zur Rückkehr zur Schrift und zum Kreuz auf.
Dieser Bruch ist mehr als eine Kirchenspaltung – er ist ein geistlicher Weckruf. Wenn die Kirche in Europa weiter dem Zeitgeist opfert, wird der Glaube dort sterben, wo er einst geboren wurde. Nur wer wie Afrika den Mut hat, sich gegen die Ideologie zu stellen, kann das Christentum retten.


Add new comment