Ein neues Zwischenpapier kündigt an:

Der nächste Synodenschritt in den Abgrund: Jetzt soll sogar das »Weibliche Diakonat« salonfähig werden

Die Synode auf Synodalität öffnet die nächste Tür zur revolutionären Umgestaltung der Kirche. Der Feind ist klar: eine Clique progressiver Kirchenfunktionäre, die mit aller Macht die sakramentale Ordnung aufbrechen will.

Synode, Bild: Edward Pentin, NCR

Die Synode auf Synodalität liefert das, was ihre Kritiker seit Jahren voraussagen: Die nächste rote Linie wird bewusst überschritten. Das am Montag veröffentlichte Zwischenpapier kündigt unmissverständlich an, dass die finale Synodenschrift sich mit der »Frage des Zugangs von Frauen zum Diakonat« befassen werde. Federführend ist – wie könnte es anders sein – das Dikasterium für die Glaubenslehre unter Kardinal Víctor Manuel Fernández, jener Kirchenmann, der seit seinem Amtsantritt damit beschäftigt ist, Grenzen einzureißen, statt sie zu schützen.

Bereits jetzt ist klar, wohin die Reise gehen soll: Frauen sollen predigen, Frauen sollen leiten, Frauen sollen sakramentale Funktionen übernehmen, die ihnen laut Dogma und unveränderlicher Tradition unmöglich zukommen können. Und wie immer geschieht das alles im Namen einer nebulösen »Partizipation«.

»Natürliche Vertiefung des Willens des Herrn«?

Der perhaps eindrucksvollste Schlag ins Gesicht der kirchlichen Lehre stammt von Kardinal Mario Grech, einem der führenden Synodalkardinäle. Er bezeichnete das Frauendiakonat als »natürliche Vertiefung des Willens des Herrn«. Ein Satz, der zeigt, wie tief die Synodal-Ideologie bereits in alternativen Wirklichkeitsräumen angekommen ist. Denn nicht die Offenbarung, nicht die Tradition, nicht die kirchliche Lehre definieren dieses angebliche »Vertiefen« – sondern eine radikale Agenda, die aus der katholischen Kirche einen verschwommenen NGO-Hybriden machen will.

Dabei ist die Lehre eindeutig: Wie Kardinal Gerhard Müller stets betont hat, ist die Unmöglichkeit der Weihe von Frauen – in allen drei Weihestufen – ein Dogma. Nicht Meinung, nicht Disziplin, sondern unantastbare Wahrheit des Glaubens. Auch Theologen wie Peter Kwasniewski haben klar gezeigt, dass das diakonische Amt Christus selbst repräsentiert, den wahren Diener, der beim Letzten Abendmahl seinen apostolischen Priestern die Füße wusch. Diese Symbolik ist nicht austauschbar, nicht verhandelbar, nicht modernisierbar.

Synodalismus als trojanisches Pferd

Die »Zwischenschrift« kündigt an, der Abschlussbericht werde Beiträge zu Themen wie »klerikalistische Spannungen«, »Patriarchalismus« oder angebliche »Grenzen des Petrinischen Prinzips« enthalten. Mit anderen Worten: Die alte Kirche soll dekonstruiert, das sakramentale Priestertum relativiert und die Tradition in ein Museum verbannt werden.

Der Feind ist klar: eine moderne, ideologisch aufgeladene Klerusfraktion, die den Glauben nicht mehr als empfangene Wahrheit begreift, sondern als variables Projekt. Nicht Christus formt die Kirche – sondern Ausschüsse, Beraterinnen und Synodalmanifeste.

Der Angriff wird weitergehen

Wer glaubt, das Thema Frauendiakonat sei nur ein »Diskussionspunkt«, hat die Dynamik der synodalen Revolution nicht verstanden. Jede »Frage«, die gestellt wird, ist bereits halb beantwortet. Jede Tür, die geöffnet wird, soll am Ende eingerissen werden.

Die entscheidende Frage lautet daher: Wie lange lässt sich die Weltkirche noch von einer kleinen, lautstarken Elite in Geiselhaft nehmen, die im Namen des »Dialogs« das Dogma zersetzt?

Die Zeit der Beschwichtigung ist vorbei. Wenn diese Synode ungehindert weitermarschiert, wird am Ende nicht Erneuerung stehen, sondern Verfall. Und wer jetzt schweigt, der macht sich mitschuldig.

Sven von Storch

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Comments

Else Schrammen

24.11.2025 | 14:51

Wenn sich die Katholische Kirche immer mehr an der evangelischen orientiert und z. B. "queere Gottesdienste" feiert, warum nicht auch Frauen an die Altäre. Die dürfen dann auch Männer-Quartetts segnen!

In dem Apostolischen Schreiben "Ordinatio sacerdotalis" aus dem Jahr 1994, hat Papst Johannes Paul II. festgestellt, daß die Kirche keine Vollmacht hat, Frauen zu weihen, und daß sich daran alle endgültig zu halten haben. Da es sich hier um eine ex cathedra-Aussage handelt, kann daran nichts gerüttelt werden; auch kein Papst kann an einer solchen Erklärung etwas ändern. Würde er es tun, wäre dies ungültig und er würde sofort automatisch sein Amt verlieren.

Die Politik, spätestens seit Merkel, macht es vor: zuerst den kulturellen Niedergang mit Massenmigration einleiten, dann den wirtschaftlichen. Zum kulturellen Niedergang zählt die kirchliche und demographische Zersetzung. Denn beide zerstören Identität und letztlich die demokratische Macht des Bürgers. Die kirchliche Zerstörung wurde von BK Scholz konsequent in Merkelianischer Manier fortgesetzt. Der aus seiner evangelischen (!) Kirche ausgetretene (!) Scholz ruft während seiner Amtszeit öffentlich mehrfach die Katholische Kirche zu Reformen auf. All die Totalität, der Allmachtsanspruch kommunistischer Regime hatte immer die Zerstörung der christlichen Kirche zum Ziel. So ist die Synodalität ein deutscher Sonderweg, der keinen Ursprung im unabhängigen heiligen Geist hat, sondern im totalitären kommunistischen Zwang.

Seine Legitimität wäre in einem wirklich demokratisch freien Land keine Frage. Sie wäre gar nicht aufgekommen.

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