Pornografie zerstört unsere Jugend – und der Staat schaut zu

Britischer Gerichtshof ruft auf, Pornographie zu zensieren

Eine britische Baroness fordert schärfere Regeln gegen Online-Pornografie. Doch wer Kinder wirklich schützen will, muss endlich das Undenkbare fordern: ein vollständiges Verbot.

Bild: Headteacher

In London schlägt eine Stimme Alarm, die man kaum überhören kann. Die konservative Baroness Gabrielle Louise Bertin forderte in der Financial Times strengere Maßnahmen gegen die Flut extremer Internetpornografie. Sie warnte vor den »katastrophalen Auswirkungen« auf Jugendliche – und beschrieb, was längst jeder weiß, aber kaum einer ausspricht: Die Pornokultur hat das moralische Rückgrat der westlichen Welt zerbrochen, wie LifeSiteNews berichtet.

Die Zahlen sprechen eine grausame Sprache. Ein Viertel der Briten konsumiert regelmäßig Pornos, das Einstiegsalter liegt bei 13 Jahren. Lehrer berichten von 14-jährigen Jungen, die fragen, »wie man Mädchen beim Sex würgt«, Krankenschwestern von einer Zunahme sexuell verursachter Verletzungen, fast 40 Prozent der Frauen unter 40 wurden laut Studien bereits gewürgt. Das ist keine Randerscheinung mehr – das ist ein gesellschaftliches Massenphänomen.

Wenn Gewalt zur Norm wird

Pornografie hat längst die Grenzen der Fantasie überschritten. Sie verwandelt Kinder in Täter und Erwachsene in Süchtige. Das Internet ist überschwemmt mit Inzest- und Vergewaltigungsdarstellungen, oft getarnt als »Rollenfantasien«, tatsächlich aber Ausdruck einer zutiefst gewalttätigen und entmenschlichten Sexualität.

Bertin nennt die Zustände »ein System des Missbrauchs, das kaum jemand kontrolliert«. Sie fordert, Online-Inhalte endlich denselben gesetzlichen Maßstäben zu unterwerfen wie DVDs oder Filme – was bedeuten würde, dass ein Großteil der Internetpornografie schlicht illegal wäre. Ihre Initiative ist mutig – und doch bleibt sie halbherzig. Denn sie lehnt ein vollständiges Verbot ab.

Halbherzigkeit schützt keine Kinder

Das ist der Punkt, an dem jede moralische Diskussion zur Farce wird. Man kann keine »saubere« Pornografie regulieren – ebenso wenig wie man »maßvolle« Drogenabhängigkeit fördern kann. Pornografie ist immer Zerstörung: von Intimität, von Würde, von Liebe. Sie vernichtet die Vorstellung des Menschen als Abbild Gottes und degradiert ihn zum Konsumobjekt.

Die Wahrheit ist brutal einfach: Eine Gesellschaft kann entweder gesund sein oder pornografisch – beides zugleich ist unmöglich.

Ein Ruf zur Reinigung

Jede Regierung, die es ernst meint mit Kinderschutz, muss den Mut haben, Pornografie zu verbieten. Punkt. Keine »Altersverifikation«, keine »Kontrolle«, kein »Filter«. Nur ein klares Nein zur industriellen Ausbeutung des Körpers und der Seele.

Die Zivilisation begann mit der Verehrung des Heiligen im Menschen. Sie wird enden, wenn sie das Heilige endgültig in den Schmutz zieht. Wer Kinder retten will, muss zuerst den Bildschirm schließen – und den Mut haben, gegen die Milliardenindustrie der Entwürdigung aufzustehen.

 

Sven von Storch

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