Der Augsburger Bischof Bertram Meier hat an Mariä Himmelfahrt in Maria Vesperbild unmissverständlich klargemacht, dass Christen nicht schweigen dürfen, wenn es um das Leben geht. »Das Ja zum Leben von der Zeugung bis zum natürlichen Tod duldet keine Kompromisse«, so Meier. Er rief dazu auf, dieses Ja als Vorzeichen zu setzen – in Politik, Gesellschaft und auch im persönlichen Handeln, wie katholisch.de berichtet.
Ein klares Signal gegen den Zeitgeist
Während Abtreibungslobby und linke Politiker seit Jahren versuchen, den Lebensschutz systematisch auszuhöhlen, erinnert Meier daran, dass Gott selbst sein »Ja« zur Menschheit gesprochen hat. Dieses Ja umfasst jedes Leben – ob schwach, krank, behindert, fehlerhaft oder sterbend. Gerade deshalb brauche es die klare Stimme der Kirche, betonte der Bischof: »Da dürfen wir uns nicht raushalten. Da müssen wir uns einmischen – in Gottes Namen!«
Politische Brisanz
Die Worte Meiers fallen in eine Zeit, in der der Lebensschutz massiv unter Druck steht. Die Debatte um die Personalie Frauke Brosius-Gersdorf, die an Gesetzesmodellen zur Abtreibungsfreiheit mitarbeitete und deren Nominierung für das Bundesverfassungsgericht scheiterte, zeigt: In Politik und Justiz wird längst versucht, das Lebensrecht ungeborener Kinder aus dem Grundgesetz herauszulösen. Dass sich Bischöfe wie Rudolf Voderholzer oder Stefan Oster gegen diesen Tabubruch ausgesprochen haben, beweist, dass es innerhalb der Kirche Widerstand gibt – auch wenn es manchen Amtsträgern am Rückgrat fehlt.
Christliche Pflicht zur Einmischung
Bischof Meiers Predigt ist mehr als ein frommer Appell. Sie ist ein Weckruf an alle Christen, die Versuchungen des bequemen Schweigens zu überwinden. Denn wer beim Thema Lebensschutz Kompromisse eingeht, verrät die Schwächsten unserer Gesellschaft. Es ist höchste Zeit, dass die Kirche ihre Stimme erhebt – laut, klar und kompromisslos gegen eine Kultur des Todes, die sich immer dreister als Fortschritt tarnt.


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