Ein mutiger Bischof steht auf:

Bischof Eleganti_ Die Kirche muss das Evangelium verkünden, nicht Synodalität

»Die Gläubigen schreien nach Jesus, nicht nach Gremien und Prozessdokumenten«

Der Schweizer Weihbischof Marian Eleganti hat in einem scharfen Kommentar die kirchliche Fixierung auf den Synodalen Prozess kritisiert. Statt immer neuer Papiere, Zwischenschritte, Gremien und Dokumente brauche die Welt die Verkündigung des Evangeliums. Die Gläubigen, so Eleganti, würden nach Christus verlangen – nicht nach »spiritueller Manipulation im Gewand der Unterscheidung«. Damit übt er deutliche Kritik am Pontifikat von Papst Franziskus und der von ihm initiierten »Synodalität«, wie Sign of the Cross Media berichtet.

Synodale Überlastung und inhaltsleere Dokumente

Eleganti beklagt eine Überproduktion an »Zwischenberichten, Leitlinien, Prozessbeschreibungen und Kommissionsarbeit«, die niemanden wirklich interessiere. Der Großteil der Gläubigen nehme von diesen Texten keine Notiz. Statt geistliche Erneuerung zu fördern, habe die Synodalität lediglich »Reformkatholiken« in Vollzeitbeschäftigung.

Die eigentlichen Probleme werden verdrängt

Nach Ansicht des Bischofs werden die wirklichen Krisen der Kirche im Prozess verschwiegen: der Massenabfall von zentralen Glaubensinhalten wie der Göttlichkeit Christi oder seiner leiblichen Auferstehung, die liturgische Formlosigkeit, das Ausbleiben von Priesterberufungen sowie eine Theologie und Pastoral, die offen im Widerspruch zur Lehre der Kirche stehen.

Synodalität als Machtinstrument

Eleganti wirft der Kirchenleitung vor, Synodalität als propagandistisches Instrument einzusetzen, um gewünschte Ergebnisse zu erzielen. So würden heterodoxe Forderungen wie Frauenämter, Abschaffung des Zölibats oder Gleichstellung von Laien und Klerikern vorangetrieben – in eklatantem Gegensatz zu Tradition und kirchlichem Recht.

Ruf zur Rückkehr zu Christus

Die einzige wahre Aufgabe der Kirche, so Eleganti, sei die Verkündigung Jesu Christi – in einer Welt, die von Kriegen, Apostasie und geistiger Verwirrung geprägt sei. Anstatt in endlosen Gremienprozessen zu kreisen, müsse die Kirche missionarisch wirken, die Liturgie erneuern und den Gläubigen das Mysterium des Glaubens erfahrbar machen.

Sven von Storch

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