In Erlangen missbrauchen linke Aktivisten ein historisches Gotteshaus für eine politische Kampagne

Antifa zündet Rauchbomben an Kirche – und niemand empört sich

Vermummte Antifa-Aktivisten zünden Rauchbomben an der Hugenottenkirche in Erlangen und hängen ein politisches Banner auf. Der Vorfall zeigt einmal mehr die Doppelmoral im Umgang mit politischem Extremismus in Deutschland.

Bild: Kettner Edelmetalle


Was sich am vergangenen Samstag im bayerischen Erlangen abspielte, wäre in jeder gesunden Demokratie ein handfester Skandal. Vermummte Aktivisten der sogenannten Antifa zündeten Rauchbomben am Turm der historischen Hugenottenkirche und befestigten ein Banner mit der Aufschrift „Gott strafe die AfD“.

Passanten befürchteten zunächst einen Brand. Stattdessen mussten sie beobachten, wie ein Gotteshaus für eine politische Provokation instrumentalisiert wurde. Die Rauchbomben waren offenbar gezielt hinter dem Banner angebracht, das an einem Baugerüst befestigt wurde, das derzeit für Renovierungsarbeiten am Turm errichtet ist.

Der Hintergrund der Aktion wirkt beinahe banal: Die AfD hatte zuvor ein Foto der Kirche für Wahlwerbung verwendet. Für die selbsternannten „Antifaschisten“ offenbar Grund genug, zu Mitteln zu greifen, die eher an Einschüchterung und Sachbeschädigung erinnern als an demokratischen Protest.

Die Doppelmoral der Empörung

Man muss sich nur kurz ein Gegenbeispiel vorstellen. Hätte eine rechte Gruppe Rauchbomben an einer Moschee gezündet und ein politisches Banner angebracht, wäre der Aufschrei gewaltig gewesen. Fernsehsender hätten Sondersendungen geschaltet, Politiker hätten sich gegenseitig mit moralischen Verurteilungen überboten.

Doch wenn eine linksextreme Gruppe eine Kirche mit Pyrotechnik einnebelt, bleibt es erstaunlich still. Diese selektive Empörung ist längst ein bekanntes Muster: Politische Gewalt wird je nach ideologischer Herkunft unterschiedlich bewertet.

Die Antifa gilt in Teilen der politischen und medialen Landschaft noch immer als eine Art zivilgesellschaftliches „Korrektiv“. Dass viele ihrer Gruppen systematisch Gesetze brechen, Gegner einschüchtern und Sachbeschädigung betreiben, wird dabei häufig relativiert oder schlicht ignoriert.

Verständnis statt klarer Kritik

Besonders irritierend ist die Reaktion aus der Kirche selbst. Die zuständige Pfarrerin äußerte zwar Kritik an der Aktion, zeigte aber zugleich Verständnis für die „Wut“ der Aktivisten und deren angeblichen Wunsch, die Demokratie zu schützen.

Demokratie schützen – durch Rauchbomben an einem Gotteshaus? Durch die Instrumentalisierung religiöser Symbolik für politische Parolen?

Eine solche Argumentation lässt tief blicken. Denn sie vermittelt den Eindruck, dass politische Gewalt zumindest teilweise legitim sei, solange sie sich gegen die „richtigen“ Gegner richtet.

Ein Symbol mit bitterer Ironie

Die Hugenottenkirche ist kein beliebiges Gebäude. Sie wurde im 17. Jahrhundert von französischen Glaubensflüchtlingen errichtet, die in Deutschland Schutz vor religiöser Verfolgung suchten. Sie steht damit symbolisch für Glaubensfreiheit und religiöse Toleranz.

Dass ausgerechnet dieses Bauwerk nun für eine politische Kampagne missbraucht wird, ist eine bittere Ironie der Geschichte.

Die Hugenotten flohen einst vor religiöser Unterdrückung. Heute wird ihr Gotteshaus von Aktivisten instrumentalisiert, die politische Gegner mit moralischer Verachtung und Einschüchterung überziehen.

Der Rechtsstaat auf dem Prüfstand

Die Feuerwehr entfernte Rauchbomben und Banner, die Gegenstände wurden der Polizei übergeben. Ob es zu Ermittlungen oder gar Festnahmen kommt, ist unklar.

Die Erfahrung der letzten Jahre stimmt allerdings skeptisch. Viele Aktionen linksextremer Gruppen verlaufen juristisch im Sande, während politische Debatten weiterhin von moralischer Empörung über vermeintliche „Gefahren von rechts“ dominiert werden.

Doch ein Rechtsstaat, der diesen Namen verdient, darf Extremismus nicht nach politischer Farbe bewerten. Wer Kirchen mit Rauchbomben attackiert, politische Gegner einschüchtert und öffentliche Gebäude für Propaganda missbraucht, greift die Grundlagen der demokratischen Ordnung an.

Solange solche Aktionen relativiert oder gar entschuldigt werden, wächst der Eindruck, dass in Deutschland nicht alle Bürger vor dem Gesetz gleich behandelt werden. Und genau dieses Gefühl ist der eigentliche Sprengstoff für das Vertrauen in Staat und Gesellschaft.

Sven von Storch

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Kommentare

Die Doppelmoral der Empörung - Die Hugenotten flohen einst vor religiöser Unterdrückung.   

Da Lothar de Maizière alias Stasi-IM Czerni direkter Abkömmling der (feige ausgebüchsten resp.) geflüchteten Hugenotten ist, braucht man sich über sog. "Doppelmoral" in der Ex-Stasi-DDR wirklich nicht wundern.

 


Ist der als Stasi IM geführte Czerni alias Lothar de Maiziere Abkömmling der geflüchteten Hugenotten - und warum hatte IM Czerni UDSSR-Präsident Gorbatschow der Lüge öffentlich bezichtigt? (Google KI)

 

Lothar de Maizière ist ein direkter Nachfahre hugenottischer Einwanderer. Er bezichtigte Michail Gorbatschow im Jahr 1998 der Lüge (bzw. der Unwahrheit) im Zusammenhang mit den Verhandlungen zur DDR-Bodenreform. 

Bibliothek für Hugenottengeschichte +3

Herkunft aus einer Hugenottenfamilie

Die Familie de Maizière floh im 17. Jahrhundert nach dem Edikt von Fontainebleau aus Frankreich nach Preußen. 

Munzinger-Archiv +1

Religiöser Hintergrund: De Maizière stammt aus einem protestantischen Elternhaus, das seine hugenottischen Traditionen pflegte.

Prominente Verwandtschaft: Er ist der Cousin des ehemaligen Bundesministers Thomas de Maizière. 

Wikipedia +3

Der Konflikt mit Gorbatschow

Der Vorwurf der Lüge bezog sich auf die Frage, ob die Sowjetunion die Unantastbarkeit der Enteignungen aus der Zeit der Bodenreform (1945–1949) zur Bedingung für die deutsche Einheit gemacht hatte. 

Spiegel +2

Hintergrund: In den 1990er Jahren gab es heftige Debatten um den Grundsatz „Rückgabe vor Entschädigung“. De Maizière und andere Einigungspolitiker argumentierten, die Sowjets hätten einer Wiedervereinigung nur zugestimmt, wenn die damaligen Enteignungen nicht rückgängig gemacht würden.

Gorbatschows Aussage: Gorbatschow bestritt später öffentlich, dass die Sowjetunion eine solche harte Bedingung gestellt habe. Er gab an, Moskau wäre auch bei einer Rückgabe des Landes nicht gegen die Einheit eingeschritten.

Die Reaktion: De Maizière bezeichnete dies als unwahr. Er beharrte darauf, dass die sowjetische Seite in den Zwei-plus-Vier-Gesprächen die Unantastbarkeit der Bodenreform als zwingende Voraussetzung ("Conditio sine qua non") formuliert habe. 

Spiegel +4

Hintergrund zum Alias „Czerni“ 

Stasi-Vergangenheit: De Maizière wurde vorgeworfen, unter dem Decknamen IM „Czerni“ für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) gearbeitet zu haben.

Tätigkeit: Er wurde von der Abteilung XX der Bezirksverwaltung Berlin geführt. De Maizière selbst bestritt eine bewusste Verpflichtung als Inoffizieller Mitarbeiter stets und führte seine Kontakte auf seine Arbeit als Rechtsanwalt für Kirchenmitglieder und Oppositionelle zurück. 

WELT +2

KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen

 

Mehr Doppelmoral - unter hugenottischen Stasi-Schergen - in der Ex-Stasi-Diktatur DDR geht nun wirklich nicht mehr.

https://www.spiegel.de/politik/ehrlich-treu-zuverlaessig-a-807574d2-0002-0001-0000-000013501875

»Ehrlich, treu, zuverlässig« 

"Acht Jahre lang - so geht aus Stasi-Akten und Aussagen hervor - hielt sich die Stasi einen Mitarbeiter mit dem Decknamen »Czerny« für die Ausspähung der Evangelischen Kirche und der Bonner Ständigen Vertretung. Klarname: Lothar de Maiziere. Dieselbe Abteilung XX/4 plante die Ermordung von Dissidenten."

(...) "Im Klartext: Der Rohdiamant »Czerny«, so urteilten die Revisoren, könne, geschickt und gezielt eingesetzt, zum funkelnden Stasi-Juwel werden." (...)


https://www.swr.de/swrkultur/wissen/archivradio/stasi-affaeren-angela-merkel-appelliert-als-ddr-regierungssprecherin-an-die-presse-100.html

Stasi-Affären – Angela Merkel appelliert als DDR-Regierungssprecherin an die Presse

Ekkehardt Fritz Beyer

16.03.2026 | 10:25

... „Die Antifa gilt in Teilen der politischen und medialen Landschaft noch immer als eine Art zivilgesellschaftliches „Korrektiv“. Dass viele ihrer Gruppen systematisch Gesetze brechen, Gegner einschüchtern und Sachbeschädigung betreiben, wird dabei häufig relativiert oder schlicht ignoriert.“ ...

Ja mei: Schon „im Juni 2024 gab es Kritik von der ÖDP und anderen, als Söder Änderungen bei Bürgerbegehren in Bayern plante, was als Rückbau direkter Demokratie interpretiert wurde“!!! https://www.google.com/search?q=wie+s%C3%B6der+die+demokratie+abschafft&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&oq=wie+s%C3%B6der+die+demokratie+abschafft&gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOTIJCAEQIRgKGKAB0gEJMjA1NzVqM…

Haben sich die Bayern unter dem Söder M etwa längst an seinen aus auch meiner Sicht kommnunistischen Gepflogeneheiten immer näher kommenden Politikstil gewöhnt???

Johannes Friedrich

16.03.2026 | 15:30

"zeigte aber zugleich Verständnis für die „Wut“ der Aktivisten und deren angeblichen Wunsch, die Demokratie zu schützen"                                                                                                                         Gerade diese Aktion ist alles andere als demokratisch.

 

Else Schrammen

16.03.2026 | 15:37

Was soll's, solange es Christliche Kirchen trifft und KEINE Moscheen ist die Welt doch in Ordnung. Einen Vorwurf muss ich FW allerdings machen: Bezeichnet - verdammt nochmal - diese linken Verbrecher nicht ständig als "Aktivisten"; das sind Terroristen! 

Gal 6,7 Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.

Was will eine gottlose Antifa mit ihrem Spott erreichen? Ihr Herz ist doch voller Gift und Galle und letztlich kommt alles auf sie selbst zurück, denn Gott lässt sich nicht Spotten!

Ronald Schroeder

16.03.2026 | 22:05

„Greift nicht unsere Symbole ab“. So reagierte die evangelisch-reformierte Gemeinde Erlangen auf die Verwendung der Hugenottenkirche als Bildmotiv in einer AfD-Wahlwerbung. Pfarrerin Susanne Gillmann macht klar: „Wir sagen Nein“.

Jetzt sollte man doch einfach abwarten, wie sich Gemeinde und Pfarrerin äußern. Es ist schließlich ihr Gotteshaus und vielleicht haben sie ja nichts gegen diese antifaschistische Aktion. Angesichts vergangener Wortmeldungen würde ich hiervon sogar ausgehen. Dann ist auch alles in Ordnung.

Und der Hammer: Die beiden Fahnen auf dem Banner der Links-Terroristen stehen für Anarchie und Kommunismus. Und ausgerechnet die reden von Gott? Wenn die hier was zu sagen hätten, würden als ersten die christlichen Kirchen brennen. Und selbstredend schützen anarchistische Kommunisten die Demokratie, Frau Pfarrer. Das haben sie ja immer getan... Wie hohl kann man eigentlich sein? Über die Medien, die Strafverfolgungsbehörden und die Justiz muss man wohl nichts mehr sagen. Die haben sich selbst ad absurdum geführt. 

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