Industriekrise: Jetzt wackelt auch der Varta-Konzern

Drohende Insolvenz: Batterie-Traditionsunternehmen soll zerschlagen werden

Der Druck auf den deutschen Industriestandort wird spürbarer. Nach zahlreichen Rückschlägen in der Automobil- und Chemiebranche gerät nun auch ein traditionsreiches Unternehmen aus dem Schwabenland ins Wanken. Beim Batteriehersteller Varta zeichnet sich eine Zerschlagung ab, die weit über einzelne Werksschließungen hinausgeht.
 

Industriekrise: Jetzt wackelt auch der Varta-Konzern


Kaum eine Marke steht in deutschen Haushalten so selbstverständlich für zuverlässige Energie wie Varta. Die blau-gelben Batterien stecken seit Generationen in Fernbedienungen, Taschenlampen und Kinderspielzeug. Das Unternehmen aus Ellwangen gilt als Inbegriff deutscher Batteriekompetenz. 

Doch genau dieses Traditionsgeschäft soll jetzt aus dem Konzernverbund herausgeschnitten werden. Wichtige Geldgeber treiben diese Trennung voran und sehen darin die einzige Chance, wenigstens einen Teil der Firma zu retten. Für die restlichen Sparten droht damit der Absturz in die Insolvenz. Hunderte Arbeitsplätze stehen unmittelbar auf dem Spiel.

Varta verliert Großauftrag von Apple

Rund 3260 Menschen beschäftigt der Konzern derzeit. Viele von ihnen arbeiten in der Region um Ellwangen. Die jüngsten verfügbaren Zahlen aus dem Jahr 2024 zeigen die Schieflage deutlich: Bei einem Umsatz von mehr als 790 Millionen Euro blieb ein Verlust von 64,5 Millionen Euro. Das Portfolio umfasst neben den bekannten Haushaltsbatterien auch Mikrobatterien für Hörgeräte sowie Energiespeicher für Haushalte und Industrie. 

Besonders hart trifft es den Standort Nördlingen in Bayern. Dort sollen etwa 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren, weil das Werk noch im Herbst schließen muss. Apple, einst der zentrale Abnehmer der dort gefertigten Knopfbatterien für kabellose Kopfhörer, ist abgesprungen. Neue Großaufträge blieben aus. Bis November läuft die Produktion noch, danach wandern die Aufträge nach Asien.

Frühere Turbulenzen deuteten auf Infarkt des Unternehmens hin

Bereits 2024 geriet Varta in eine schwere Krise und musste sich unter dem Restrukturierungsgesetz neu aufstellen. Damals verloren die alten Aktionäre ihr gesamtes Investment, Gläubiger verzichteten auf Teile ihrer Forderungen. Das Verfahren sollte eine Insolvenz abwenden und wurde im April des folgenden Jahres für beendet erklärt. 

Doch die Erholung blieb aus. Die angespannte Finanzlage und der Verlust des Apple-Geschäfts haben die Situation erneut zugespitzt. Nun wollen die Geldgeber das profitable Geschäft mit den Haushaltsbatterien isolieren und in eine neue Struktur überführen. Was von den übrigen Bereichen übrig bleibt, steht vor einer ungewissen Zukunft. Die Industriekrise hat damit ein weiteres Traditionsunternehmen erreicht – und diesmal geht es an die Substanz.

Sven von Storch

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Kommentare

Wem gehört der Laden denn? Größtenteils irgendwelchen ausländischen Investoren. Die wollen ihre Rendite, Arbeitsplätze sind denen egal.

Es GIBT keine deutschen Traditionsunternehmen mehr. Die wurden ans Ausland verscheuert. Die alten Bundesländer erleben jetzt, was Neufünfland schon hinter sich hat: Blühende Landschaften!

Die BRD ist eine Kolonie und hat keinerlei Souveränität.

Glass Steagall Act

24.07.2026 | 18:36

… kommen weitere ausländische Investoren günstig an deutsche Traditionsunternehmen! Merz muss ja seinen externen Auftraggebern deutsche Unternehmen billig zu Füßen legen! Dafür hat man ihn schließlich zum „Ausverkaufs-Kanzler“ gemacht! 
„Die Deutschen müssen länger und härter arbeiten“ … damit der Wert der ausverkauften Industrie auch schön erhalten bleibt!

Ekkehardt Fritz Beyer

25.07.2026 | 09:43

... „Doch genau dieses Traditionsgeschäft soll jetzt aus dem Konzernverbund herausgeschnitten werden. Wichtige Geldgeber treiben diese Trennung voran und sehen darin die einzige Chance, wenigstens einen Teil der Firma zu retten. Für die restlichen Sparten droht damit der Absturz in die Insolvenz. Hunderte Arbeitsplätze stehen unmittelbar auf dem Spiel.“ ...

Ja mei - „Standort Deutschland am Abgrund: Warum niemand mehr in unser Land investieren will“: https://www.kettner-edelmetalle.de/news/standort-deutschland-am-abgrund-warum-niemand-mehr-in-unser-land-investieren-will-24-07-2026 

Energiekrise: Deutschland zahlt fünfmal mehr für Gas nach Stopp russischer Importe Nach dem Ausstieg aus russischen Lieferverträgen explodieren die Preise – die Berliner Zeitung rechnet mit dramatischen Folgen für die Industrie. 

https://tinyurl.com/54pfff3t

Was erwartet ihr ? Maßgeblicher Bestandteil der rot-grünen Agenda ist die Erhöhung der Energiekosten und der Staatsquote ins unermessliche und somit die vollständige Ausraubung der Leute und Zerstörung des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Die Chinesen sind nicht so blöd und füllen enfach die Lücke die die hiesigen, ständig wiedergewählten, Staatsruinierer hinterlassen. 

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