Nach dem PISA-Schock fordert Beatrix von Storch: "Mehr Frontalunterricht, Leistung und Noten statt Stuhlkreise"

"Wir brauchen Leute, die Häuser bauen und Autos reparieren und weniger Akademiker"

Vor wenigen Tagen wurde die PISA-Studie vorgestellt - mit einer Schockdiagnose für die deutsche "Bildungsnation". Deutsche Fünfzehnjährige erreichen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften die niedrigsten Werte seit Beginn der Erhebung im Jahr 2000. In der WELT-Talkrunde „Meinungsfreiheit“ von Nena Brockhaus zog die AfD-Politikerin Beatrix von Storch daraus eine klare Folgerung. 

Nach dem PISA-Schock fordert Beatrix von Storch: "Mehr Frontalunterricht, Leistung und Noten statt Stuhlkreise"


Siehe hierzu Video auf YouTube HIER

Screenshot YouTube – Bei Nena Brockhaus über Studium Handwerk Noten und PISA – Beatrix von Storch – 2026-09-10

Für die AfD-Vizefraktionschefin liegt die Lösung auf der Hand: Nicht mehr Akademisierung um jeden Preis, nicht Sitzkreis-Pädagogik, sondern Handwerk, Noten, klare Leistungsanforderungen und wieder ein gegliedertes Schulsystem. „Wir brauchen Leute, die Häuser bauen und Autos reparieren und weniger Akademiker“, lautet die politische Kurzformel, die sich aus ihrer Rede ergibt.

Was der neue PISA-Absturz wirklich misst

Deutschland war nach dem ersten PISA-Schock von 2000 zeitweise Aufsteiger. Die Werte lagen über dem OECD-Schnitt, Reformen galten als Beleg, dass das System lernfähig sei. Dieser Zwischenhoch ist vorbei. 2025 kommen deutsche Jugendliche auf 486 Punkte in den Naturwissenschaften, 465 im Lesen und 464 in Mathematik. 2022 waren es noch 492, 480 und 475. Rund einem Drittel fehlen grundlegende Kompetenzen in Lesen und Rechnen, etwa einem Viertel in den Naturwissenschaften. Gut jeder Fünfte erreicht in keinem der drei Bereiche ausreichende Basisfähigkeiten.

Die Türkei hat sich in denselben Jahren gegen den OECD-Trend nach oben gearbeitet: 494 Punkte in den Naturwissenschaften, 472 im Lesen, 462 in Mathematik. Wer nur die Schlagzeile „Deutschland gleichauf mit der Türkei“ liest, untertreibt in zwei Fächern sogar. Die türkischen Fünfzehnjährigen liegen in Naturwissenschaften und Lesen vor den deutschen.

Der Handwerker rettet das Land, nicht der millionste Bachelor

In der Talkrunde beschreibt die Fraktion-Vize den gerade stattfindenen Mentalitätswechsel: Lange sei es selbstverständlich gewesen, dass „alle studiert“ hätten. Jetzt wendeten sich die Ersten bewusst dem Handwerk zu. Ein junger Mann in ihrem Umfeld hätte Mediziner werden wollen, die Praktika schon hinter sich gehabt und sich dann umentschieden.

„Und jetzt kommen die Ersten, die jetzt anfangen, Handwerkslehrer zu machen. Und ich bin richtig stolz auf die Jungs. Der eine, der wollte Medizin studieren, hatte seine Praktika schon alle gemacht und hat gesagt, ich mache jetzt kein Medizinstudium, ich mache jetzt eine Handwerkslehre.“

Von Storch behauptet nicht, Bildung sei unwichtig, sondern der Stellenwert der formalen Abschlüsse ändern sich. Lange habe Deutschland Leistung mit akademischer Leistung verwechselt. Was fehle, seien Gesellen und Meister, nicht noch mehr Absolventen ohne praxisnahe Fertigkeit.

„Wir werden jetzt Leute brauchen, die Tische bauen können, die Häuser bauen können, die die Heizung sanitär machen können und die Autos reparieren können. Das sind die, die wir brauchen.“

Jetziges Bildungssystem produziert reihenweise Verlierer

Aus dieser Diagnose folgt bei von Storch ein schulpolitisches Programm, das wieder das Bewährte in den Blick nimmt statt immer neue Experimente zu wagen, die in der Praxis nicht funktionieren und immer neue Generationen von Bildungsverlierern produzieren. Sie will das gegliederte System zurück: Hauptschule, Realschule, Gymnasium. Kinder mit besonderem Förderbedarf sollen besonders gefördert werden, nicht in einer gemeinsamen Klasse nivelliert werden. Dazu kommen Noten, klare Anforderungen und die Möglichkeit des Scheiterns.

„Dann brauchen wir eine klare Leistungsanforderung natürlich. Dann brauchen wir Noten. Dann brauchen wir, ich glaube, mehr Frontalunterricht als Sitzkreise und Stuhlkreise. Und Noten und Durchfallen muss man auch können. Also das heißt, wieder mehr von dem, was wir früher mal hatten. Das hat irgendwie sehr viel besser funktioniert.“

Der unsichtbare Elefant im Raum: Die Masseneinwanderung

Beatrix von Storch äußert sich dazu klar: Heterogenität ohne gemeinsame Sprache zerlegt den Unterricht. Wenn in einer Klasse viele Schüler der Unterrichtssprache nicht folgen können, sinke nicht nur deren eigenes Ergebnis. Das Niveau der ganzen Klasse und am Ende des Systems gehe mit.

„Und wenn Sie da ganz viele Leute haben, die nicht die Sprache sprechen, dann kann keiner mehr die Leistung bringen. Und das schlägt dann auf das ganze System durch. Deswegen sind wir jetzt abgestürzt bei PISA von einem bereits niedrigen Niveau. nochmal abgestützt mit dem Problem, wie wir uns draufgeladen haben.“

Sven von Storch

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Kommentare

Else Schrammen

10.09.2026 | 14:15

Da liegt Frau von Storch richtIg, in den Schulen muss das das Fach Leistung wieder gestärkt werden. Ebenso benotigt wir wieder mehr Handwerker als arbeitslose Akademiker. Obwohl, die woken Leutchen mit Laberfächerstudium bekommen immer gleich einen Job: Bei den hunderten linksgrünen NGOs!

Das Bildungsproblem bestand in dieser BRD von Anfangan. Meine Frau war für fast ein Jahr in Hessen in der Schule. Das  Niveau in den DDR-Schulen war bedeutend höher als in den BRD-Schulen. Für sie ist es heute noch ein Graus wenn sie an die Zeit in der Westschule denkt.

In der DDR hat sie Abitur und ein Studium als diplomierter Elektronikingenieur abgeschlossen und bis zur Wiedervereinnahmung als Entwicklungsingenieur in einem Forschungszentrum gearbeitet. Sie ist bis heute der Meinung dies im Westen nie hätte erreichen können.  

"Wir brauchen Leute ... weniger Akademiker"

 

Na, in den Kirchen können wir jedenfalls Leute mit Hirn & Studium bestens gebrauchen ! :

https://www.pro-medienmagazin.de/kardinal-tadelt-bischoefe-wegen-afd-kritischer-aeusserungen/

Ex-Präfekt der Glaubenskongregation

Kardinal tadelt Bischöfe wegen AfD-kritischer Äußerungen

 

"Gerhard Kardinal Müller ist einer der einflussreichsten deutschen Katholiken. Aus Rom hat er nun seine deutschen Kollegen davor gewarnt, durch ihre AfD-Äußerungen Wähler aus der Kirche zu vertreiben. Am Ende gehe es um das Seelenheil."

Von Nicolai Franz

9. September 2026


"Gerhard Kardinal Müller hat in einem Gastbeitrag für das Portal „kath.net“ seine deutschen Bischofskollegen zur parteipolitischen Zurückhaltung ermahnt. „Einige befremdliche Äußerungen deutscher Bischöfe anlässlich der Wahlen in Bund, Ländern und Kommunen bedürfen der Klarstellung aus theologischer Sicht“, schrieb der Theologe am Montag aus Rom.

Müllers Kritik bezieht sich vor allem auf Wortmeldungen in Bezug auf die AfD. Bischöfe dürften „keineswegs ihre geistliche Vollmacht (…) zu Gunsten oder Ungunsten einer einzelnen politischen Partei in die Waagschale werfen.“

Mit dieser geistlichen Vollmacht meint Müller, wie in dem theologisch dichten Text deutlich wird, dass am Ende das Seelenheil katholischer Christen auf dem Spiel steht, die von der Kirche aufgrund deren AfD-Äußerungen abgeschreckt werden könnten."...

______________

Ich denke, Deutschland braucht viel mehr Akademiker - wie Gerhard Kardinal Müller !

...oder ist hier jemand anderer Ansicht ? !

MP
 

karlheinz gampe

10.09.2026 | 19:35

Von den kriminellen Altparteien. Was sich heut Akademiker nennt, das hat oft nur früheren Sonderschul Status! Man schaue auf Baerbock Prof., Lauterbach Prof. usw. ! Meine Neffen und Nichten haben alle Einser Abi und wissen wenig bis nix. Für die haben zum Bsp. die Türken Deutschland wieder aufgebaut und nicht die Trümmerfrauen! https://www.bing.com/search?EID=MBHSC&form=BGGCDF&pc=BG00&q=de+mazaire+absenkung+bildungsniveau&PC=U316&FORM=CHROMN     https://ansage.org/die-fieberkurve-des-systemischen-scheiterns-warum-pisa-nur-das-symptom-eines-verspielten-landes-ist/

Hans-Peter Klein

11.09.2026 | 05:08

Da gebe ich Ihnen völlig recht, bin ganz Ihrer Meinung, Frau von Storch.

Ein großer Teil unserer gesellschaftlichen Misere ist u.a. auf ein akademisiertes Prekariat zurück zu führen. Das sind Leute die für nichts wirklich zu gebrauchen sind, die in den Jobcentern der Arbeitsämter aber trotzdem als hoch Qualifizierte gehätschelt werden, weil sie einen Bachelor/Master in irgendeinem Orchideenfach vorweisen und deswegen meinen, für der  Gemeinde dienliche Arbeiten nicht zur Verfügung stehen zu müssen.

Das gesellschaftliche Ansehen qualifizierter wertschöpfender Arbeit in den gelernten Traditionsberufen muß daher unbedingt angehoben werden. Jede funktionierende Gesellschaft brauch qualifizierte Facharbeiter, Meister, Leute die fähig sind, das operative Tagesgeschäft so zu erledigen, das "der Laden läuft".

Es hat sich längst eine Mentalität breit gemacht, bei derjenige als ganz besonders clever gilt, der sich früh genug einen bequemen Bürojob irgendwo im öfftl. Dienst ergattern konnte um von da aus auf die bedauernswerten Rackerer herab schauen zu können.
Durch die Unkündbarkeit haben sich einseitige Privilegien angehäuft, die in keinem Verhältnis mehr stehen zu den Berufsrisiken der arbeitenden  Steuerzahler auf dem freien Arbeitsmarkt.

Die Politik sollte hier schleunigst die Prioritäten erkennen und sich diesem speziellen Politikfeld zuwenden.

MfG, HPK

Da gebe ich Ihnen völlig recht, bin ganz Ihrer Meinung, Frau von Storch...

 

...sagen ausgerechnet Leute, die studiert haben - und heute mit ihrer Rente unzufrieden sind ?

 

>>> Sorry, Herr Hans-Pitter Klein, ihre geistige Armut kotzt mich an !

 

Das Leben als Studierter ist einfach nur herrlich - und selbst mein alter  Hund neidet Ihnen absolut nichts ! :

 

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Westiepoo#/media/File:Osborne_Stier_2014_09.JPG

 

Michael Pfeiffer, Köln am herrlichen Rhein 

Natürlich braucht das Land Arbeiter und Handwerker und nicht nur Akademiker. Nicht alle Kinder wollen auch Akademiker werden.

Als ich 1986 aus der Schule kam, war das Abitur noch etwas wert. Abiturienten waren kluge Kinder, meist aus der Mittel- und Oberschicht, hatten ein breites Allgemeinwissen, gute Manieren, eine gute Ausdrucksweise und waren gepflegt. Die meisten haben tatsächlich studiert und sind später einer entsprechenden Tätigkeit nachgegangen. Die Eltern hatten die finanziellen Mittel für separaten privaten zusätzlichen Unterricht, Nachhilfe, viele Besuche in Museen, Ballett, Oper, Musik- und Kunstveranstaltungen und auch die entsprechende Fachliteratur und Lehrmittel.

Das können sich Eltern, die von sozialen Leistungen des Staates abhängig sind, gar nicht leisten. Das staatliche Schulsystem leidet aktuell unter einem Sanierungsstau von 30 Milliarden Euro in Deutschland, und das sind nur die offiziellen Zahlen. Die Kosten werden aufgeteilt: Das jeweilige Bundesland übernimmt die Personalkosten (Lehrkräfte), während der kommunale Schulträger (Stadt oder Kreis) die Sachkosten (Gebäude, Strom, IT) trägt.

Die Lehrer an öffentlichen Schulen werden von den jeweiligen Bundesländern bezahlt, die verbeamteten vom Staat. Mittlerweile gibt es Kettenarbeitsverträge von Jahr zu Jahr, viele Aushilfen, die teilweise nicht einmal ausgebildete Lehrkräfte sind, da die Schulen kein Geld haben. In unserer Stadt fallen an den öffentlichen Gymnasien etwa 25 % des Unterrichts generell aus. Die Eltern demonstrieren regelmäßig. 

Die Kinder sind ja mit den Jahren nicht schlauer und klüger geworden. Es gibt vom Kultusministerium und von den Lehrerverbänden die „Empfehlung“, dass mindestens 50 % der Kinder das Abitur erhalten sollen. Zudem werden die Kinder nur auf die Pisa-Tests hin trainiert, das Allgemeinwissen fällt unter den Tisch. In den Coronajahren wurden die Kinder ohne Ansehen der persönlichen Leistung alle pauschal versetzt.

Heute ist das Abitur quasi die neue Volksschule. Kinder von Sozialleistungsempfängern, die kaum im Monat mit ihrem Geld auskommen, Kinder aus Migranten- und Asylantenfamilien, die kaum Deutsch sprechen und geschweige denn schreiben.  Selbst für eine Verkäufertätigkeit beim Textildiscounter KIK braucht man heute Abitur. Dieser Tage hing ein Aushang im Fenster. Da haben früher Hauptschüler gearbeitet!

Zudem sitzen die ehemaligen Sonderschüler mit in den Klassen und behindern den Unterricht. Diese Kinder brauchen besondere Betreuung, die in einer normalen Klasse nicht auch noch von der Lehrkraft geleistet werden kann. Die Integrationsbeauftragten existieren oft nur auf dem Papier.

An den öffentlichen Gymnasien herrschen solche Zustände, dass nicht einmal mehr weibliche Lehrkräfte dort unterrichten wollen, aus Angst, bedroht, erpresst oder tatsächlich angegriffen oder sexuell genötigt zu werden. Viele Schulen an sich sind marode, die Sportanlagen heruntergekommen bis nicht mehr benutzbar. Die Lehrmittel sind veraltet, es wird jede Woche mindestens 1 Klassenraum verwüstet und muss neu bestückt werden, die Schul-Ipads werden bei Ebay verkauft.

Meiner Ansicht nach war das alte Schulsystem deutlich besser. Damit meine ich Gymnasium, Real- und Hauptschule sowie separate Sonderschulen. Die Kinder sollten nach Leistung und Wissen beurteilt werden und wieder lernen, dass auch eine Verkäuferin, eine Mechaniker, eine Erzieherin, etc. ehrbare Berufe sind, auf die man stolz sein kann.

Nicht nur das...

 

Wir brauchen auch wieder Schule für Jungen. Ich war entsetzt und habe tief geschluckt als auf der Abschlußfeier meiner Tochter die 4 besten der Klasse vorgestellt und ausgezeichnet wurden. Es war nicht ein einziger Junge darunter.

Und das obwohl laut Aussagen der Eltern wenigstens einer das Potential dazu hatte alle zu überflügeln. Seine Schwester hingegen studiert und schließt permanent alles mit eins ab.

Ich vermute mit dem Unterricht ist es ebenso wie mit modernen Filmen. Endloses Gelaber und Herumgesitze.

Ich bin für:

- Schuluniform

- Digitalisierungsverbot im Klassenraum

- Handyverbot

- getrennte Mädchen- und Jungenschulen

- Schulen für begabte und weniger Begabte trennen

- straffe Lehrpläne mit ernster Benotung ohne Diskussionsrecht

- gleiche Benotung für ALLE sodaß man ehrlich sieht wo man steht und nichts schön geredet werden kann

- Zulassung von privatem Unterricht und Privatschulen 

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