Staat quetscht die Bürger aus wie Zitronen

Von jedem verdienten Euro gehen 53,1 Cent an Klingbeil und Co.

Am 13. Juli 2026 ist es endlich so weit: Ab diesem Tag arbeiten die Menschen in Deutschland rechnerisch wieder für sich selbst. Bis dahin floss jeder verdiente Euro statistisch an den Staat und die Sozialkassen. 

Staat quetscht die Bürger aus wie Zitronen


Von jedem Euro bleiben den Bürgern nur noch 46,9 Cent übrig. Die Belastungsquote liegt bei 53,1 Prozent – und sie steigt weiter.

Bis zum 13. Juli nur für den Staat geschuftet

Der Wendepunkt im Jahr fällt auch 2026 tief in die zweite Jahreshälfte. Die durchschnittliche Belastung eines Arbeitnehmerhaushalts ist gegenüber dem Vorjahr erneut leicht gestiegen. Mehr als die Hälfte des erwirtschafteten Einkommens landet nicht beimjenigen, der es erarbeitet hat, sondern bei Staat und Sozialversicherungen.

Steigende Kosten für Gesundheit, Klima und Energie treiben die Quote nach oben

Mehrere staatlich verursachte Faktoren sorgen für den Anstieg. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung ist um 0,4 Prozentpunkte höher. Die CO2-Abgabe auf Kraft- und Heizstoffe liegt nun bei 60 Euro je Tonne – rund neun Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark wirkt sich die fast verdoppelte Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz aus. Hinzu kommt die kalte Progression: Bei nominal steigenden Löhnen greift der Staat automatisch stärker zu, auch wenn die Kaufkraft kaum oder gar nicht zunimmt.

Einige vorübergehende Entlastungen wie gesenkte Energiesteuern auf Benzin und Diesel im Mai und Juni sowie reduzierte Luftverkehrsteuern konnten den Anstieg nur abmildern. Ohne diese Maßnahmen und ohne den Ausgleich der kalten Progression wäre die Belastung noch deutlich höher.

Durchschnittshaushalt: Monatlich über 4300 Euro an den Staat

Ein typischer Arbeitnehmerhaushalt mit 2,3 Personen verfügt über ein monatliches Bruttogehalt von 6572 Euro. Dazu kommen durchschnittlich 144 Euro aus selbstständiger Tätigkeit oder Vermögen sowie 1422 Euro Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung. Das ergibt ein rechnerisches Gesamteinkommen von 8139 Euro im Monat.

Davon gehen 981 Euro an Lohn- und Einkommensteuer, 2627 Euro an Sozialversicherungsbeiträge und 717 Euro an indirekte Steuern und Abgaben wie Umsatzsteuer, Energiesteuern, Grundsteuer oder Rundfunkbeitrag. Insgesamt fließen monatlich 4325 Euro an den Staat und die öffentlichen Kassen. Allein die Umsatzsteuer schlägt mit rund 360 Euro zu Buche.

Alleinstehende zahlen anteilig noch mehr

Wer allein lebt, wird besonders stark belastet. Ein durchschnittlicher Single kommt bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 5472 Euro (inklusive Arbeitgeberanteil) auf eine Abgabenlast von 54 Prozent. 2956 Euro gehen jeden Monat an Steuern und Sozialkassen. Für Singles beginnt das selbstverdiente Geld daher erst am 17. Juli.

Nicht-Single-Haushalte liegen bei 52,9 Prozent. Bei einem Gesamteinkommen von 9496 Euro monatlich werden 5021 Euro abgeführt.

Deutschland liegt bei der Abgabenlast europaweit auf Platz zwei

Im europäischen Vergleich gehört Deutschland zur absoluten Spitzengruppe. Ledige Durchschnittsverdiener werden nur in Belgien noch stärker zur Kasse gebeten. Mit 53 Prozent liegt die Quote deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 44,9 Prozent. Auch Familien mit zwei Kindern und zwei Verdienern tragen in Deutschland mit 46,8 Prozent eine hohe Last – nur Belgien ist mit 49,2 Prozent noch strenger. In der Schweiz bleibt bei einem vergleichbaren Haushalt dagegen 80 Prozent des Einkommens übrig.

Hohe Abgaben schwächen Anreize und stören das Gerechtigkeitsgefühl

Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler, kritisiert die Höhe der Belastung mit klaren Worten: „Dennoch legt der Steuerzahlergedenktag offen, dass immer noch mehr als die Hälfte des von Arbeitnehmern erwirtschafteten Einkommens staatlich umverteilt und verwaltet wird. Das schwächt Arbeitsanreize, belastet die Wirtschaft und stört das Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen. Deshalb fordern wir eine Diskussion darüber, ob die vielen Leistungen sowie die Systeme selbst effizient sind und die hohe Belastung gerechtfertigt ist.“

Die von der Bundesregierung angekündigte Einkommensteuerreform reiche nach seiner Einschätzung nicht aus. Ein großer Teil des angekündigten Entlastungsvolumens entfalle auf ohnehin notwendige Anpassungen des Grund- und Kinderfreibetrags. Holznagel fordert deshalb, die Gesamtbelastung langfristig wieder unter die Marke von 50 Prozent zu drücken.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

14.07.2026 | 10:23

„Staat quetscht die Bürger aus wie Zitronen

Von jedem verdienten Euro gehen 53,1 Cent an Klingbeil und Co.“ ...

 

Weil Deutschland unter dem https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich nicht mehr Zahlmeister Europas zu sei hat, „sondern Zahlmeister der Welt“ ist „und dies auf Kosten seiner eigenen Bevölkerung“?!! https://afdbundestag.de/bundesregierung-macht-deutschland-zum-zahlmeister-der-welt/

Das tun schon verdammt weh! Aber wenn wir weiter Millionen von "Schutzbedürftigen" großzügig rundumversorgen wollen(?), geht es eben nicht anders.

Und dann wollen(?) wir noch das Weltklima retten, Europa vor den bösen Russen schützen und zum eigenen Schaden auf deren billige Energie verzichten. Und die EU ist auch auf unser Geld angewiesen. Ganz zu schweigen davon, daß die Ukraine ohne uns nicht weiter Krieg führen könnte.

Da muß man doch jeden Steuer-Euro gerne entrichten - im Bewußtsein, damit Gutes zu tun ... ODER?

Glass Steagall Act

14.07.2026 | 11:30

Was der Artikel nicht sagt  und was die wenigsten wissen ist, dass wir auch eine indirekte Steuer haben! Die hebt unseren Steuersatz noch einmal um weitere 9% an! Damit liegen wir bei fast 62% Steuern! Das bedeutet, von einem Euro, bleiben uns nur noch schlappe 38 Cent!

Siehe hier:

https://asterios-raptis.medium.com/die-wahre-steuerlast-wie-viel-bleibt-den-deutschen-b%C3%BCrgern-wirklich-c2956af13a76

Graf von Henneberg

14.07.2026 | 12:49

Was hat der alte Fritz seinerzeit gesagt (so ähnlich): " Ein jeder hat seinen Beitrag für den Staat zu leisten, aber 10% sind genug!"

Es kommen ja häppchenweise noch weitere Abgaben hinzu - Plastiksteuer, Tabak & Alkohol.

Was aber keiner bemerkt: Von den 53 Cent gehen 50% an Selenskyjs Krieg. Schulden, die der Staat aufbaut, müssen wir bezahlen. Pro Jahr müssen wir Zinsen von 81 Milliarden abdrücken. 

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