Bis zu 14.000 Stellen sollen in Deutschland abgebaut werden

Verlust von 2,1 Milliarden bei Autozulieferer ZF

Der hoch verschuldete Autozulieferer ZF ist noch tiefer in die Verlustzone gerutscht und meldet für das vergangene Jahr einen Fehlbetrag von 2,1 Milliarden Euro.
 

Bis zu 14.000 Stellen sollen in Deutschland abgebaut werden


Der Konzern hat im Rahmen seines umfassenden Umbaus zahlreiche unrentable Projekte abgeschrieben. Diese Einmalbelastung drückt das Ergebnis massiv nach unten. Der Verlust hat sich damit gegenüber dem Vorjahr – als bereits über eine Milliarde Euro Minus anfielen – mehr als verdoppelt.

ZF-Chef Mathias Miedreich sieht darin jedoch einen notwendigen Schritt: Die Abschreibungen entfernen Ballast aus der Bilanz und schaffen die Voraussetzung für eine Rückkehr in profitables Wachstum in den kommenden Jahren.

Operativ ein leichter Anstieg

Trotz des tiefroten Gesamtergebnisses zeigt sich im operativen Geschäft eine positive Entwicklung. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) konnte von etwa 1,47 Milliarden Euro auf rund 1,75 Milliarden Euro gesteigert werden. Hier zeichnen sich erste Erfolge der eingeleiteten Maßnahmen ab.

Schuldenberg bleibt bedrohlich hoch

Die finanzielle Belastung bleibt enorm. Zwar gelang es, die Finanzverbindlichkeiten um 250 Millionen Euro zu senken. Dennoch liegt die Nettoverschuldung weiterhin bei 10,2 Milliarden Euro.

Zusätzlich ist die Eigenkapitalquote deutlich gesunken – um mehr als fünf Prozentpunkte auf nur noch 13,3 Prozent. Diese Kennzahl gilt als wichtiger Indikator für die Stabilität eines Unternehmens und unterstreicht die anhaltende Fragilität der Bilanz.

Schrumpfender Mitarbeiterstamm und Stellenabbau im Plan

ZF gehört weiterhin zu den weltweit führenden Automobilzulieferern, ist aber wie die gesamte Branche von schwacher Konjunktur und zögerlicher Nachfrage – besonders bei Elektrofahrzeugen – betroffen.

Ende 2025 beschäftigte der Konzern weltweit noch 153.153 Menschen, das sind etwa fünf Prozent weniger als im Vorjahr. In Deutschland sank die Belegschaft ebenfalls um rund fünf Prozent auf etwas mehr als 49.000 Beschäftigte. Der geplante Abbau von bis zu 14.000 Stellen in Deutschland in den kommenden Jahren läuft damit im Zeitplan.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

19.03.2026 | 10:56

... „Der Konzern hat im Rahmen seines umfassenden Umbaus zahlreiche unrentable Projekte abgeschrieben. Diese Einmalbelastung drückt das Ergebnis massiv nach unten. Der Verlust hat sich damit gegenüber dem Vorjahr – als bereits über eine Milliarde Euro Minus anfielen – mehr als verdoppelt.“ ...

Was ganz im Sinne des aktuellen Gurus von wohl welcher Partei liegt?

https://weltwoche.ch/daily/wir-brauchen-keine-autofirmen-sagt-robert-habeck-oder-brauchen-wir-keinen-robert-habeck/ bzw. Grüne???

Solange sich Manager und Vorstandsmitglieder mit Mio. € mit immer mehr überproprtionaler Steigerung gegenüber den normal Beschäftigten die Taschen vollstopfen ist denen das egal woher die Kohle kommt. Heutzutage ist vieles durch inkompetentes Mißmanagement das  jeglichen Bezug zu der Belegschaft und der Firma völlig verloren hat normal geworden und keiner wird für diese Verschwendung/Veruntreuung von Geldern zur Rechenschaft gezogen, genau das Gegenteil passiert mit horrenden Summen als Abfindung. Die derzeitige Regierung mit einem Black Rock Manager und einen inkompetenten/fachlich überforderten Finanzminister der jegliche Zusammenhänge im Finanzwesen nicht versteht kann es nur noch Bergab gehen mit der Wirtschaft. Der Ausverkauf beginnt doch schon damit das an ausl. Geldgeber landwirtschaftliche Flächen verkauft werden als Kapitalstock ohne jegliche Bewirtschaftung dieser Flächen, die Heuschrecken werden immer dreister und die Legeslative sind nur noch  Marionetten der Oligarchen. Man sollte diese Republik auch Olgarchenrepublik (Dunkel) Deutschland (ORD) o.ä. nennen.

Bald werden auch die Westdeutschen begreifen, insbesondere die Tausenden, die von diesem massiven Stellenabbau betroffen sein werden, dass die Altparteien die Wirtschaft - und nicht nur die Wirtschaft - mit aller Macht und vorsätzlich zerstören und vernichten. Denn die Altparteien, insbesondere die Grünen, die ja erst wieder massiv von den Schwaben gewählt und gehypt wurden, tragen doch mit ihrer irrsinnigen wirtschaftsvernichtenden Politik die Verantwortung dafür, dass das Standbein Deutschlands, die Autoindustrie total den Halt verliert. Vielleicht beginnen dann auch die Wessis endlich zu begreifen, dass sie aufhören müssen, ihre eigenen Henker immer wieder aufs Neue zu wählen.

Else Schrammen

19.03.2026 | 15:28

Na,, wenn das in Deutschland so rasant weiter abwärts geht, werden aus den derzeit drei Millionen Arbeitslosen schnell vier oder fünf. Und ich gehe davon aus, dass diese zum größten Teil keine ungelernten Arbeitskräfte sind. Aber wenn wir der "hohen Politik" Glauben schenken, fehlen immer noch Nillionen Fachkräfte. Warum greifen die "geleerten" Herrschaften nicht auf den Fachkräfte-Pool im eigenen Land zurück? Zur Not helfen auch (echte) Umschulungen!

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