Mit dem Gesetz zur sogenannten privaten Chatkontrolle beabsichtigte die EU-Kommission, Messenger-Anbieter wie WhatsApp, Signal oder Threema zu verpflichten, private Nachrichten bereits vor dem Versand systematisch zu durchsuchen. Geplant ist ein sogenanntes Client-Side-Scanning: Bilder, Videos oder Links sollen auf dem Endgerät des Nutzers automatisch mit Datenbanken und KI-Prüfung abgeglichen werden, noch bevor die Inhalte verschlüsselt übermittelt werden. Nur reiner Textverkehr würde – zumindest in aktuellen Entwürfen – von dieser Kontrolle ausgenommen sein.
EU will flächendeckende Überwachungsinfrastruktur schaffen
Bemerkenswert: Die vorgesehene Überwachung soll ohne konkreten Verdacht stattfinden. Jeder Nutzer stünde damit unter einer Generalvermutung der Überwachung – unabhängig davon, ob ein Anhaltspunkt für rechtswidrigen Inhalt vorliegt oder nicht.
Am 8. Oktober 2025 hat Bundesjustizministerin Stefanie Hubig öffentlich klargemacht, dass Deutschland diesem Entwurf nicht zustimmen werde – private Kommunikation dürfe nicht zum Verdachtsfall erklärt werden. Damit gelang es zusammen mit anderen Staaten, eine EU-Mehrheit im Rat vorerst zu verhindern. Laut Pressemitteilungen wurde die gegebene Abstimmung abgesagt, das Gesetz ist damit momentan gestoppt.
Druck der Bürger zwang Bundesregierung zur Ablehnung
Ruben Rupp, der digitalpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, erklärte dazu, dass der aktuelle Stopp des EU-Vorhabens nur durch den massiven öffentlichen Druck und die klare Ablehnung im Parlament möglich geworden sei.
„Ich bin froh, dass die Bürger gemeinsam mit der AfD-Fraktion so viel Druck aufgebaut haben, dass die Bundesregierung sich nun endlich gegen dieses Überwachungsvorhaben positionieren musste. Ohne den Widerstand aus der Bevölkerung und unsere klare Haltung im Bundestag hätte die Bundesregierung diesen Angriff auf die Privatsphäre wohl weiter unterstützt.
Er warnte davor, dass die sogenannte Chatkontrolle den Einstieg in eine umfassende Überwachungsstruktur bedeute, die das Vertrauen in sichere digitale Kommunikation zerstören könnte. Nach seiner Einschätzung habe die Bundesregierung ihre Haltung zum Gesetzesvorhaben lange unklar gelassen und erst reagiert, als der Protest in der Bevölkerung unüberhörbar geworden sei. Rupp wertete die ablehnende Position Deutschlands daher als wichtigen Schritt zur Wahrung der bürgerlichen Freiheitsrechte – und als Signal, dass demokratischer Widerstand Wirkung zeigen kann.
Das Gesetz ist abgewendet, aber der Willen der EU zur Überwachung bleibt
Doch dieses „Nein“ ist alles andere als dauerhaft. Innerhalb der Bundesregierung ist die Haltung kontrovers: Während das Justizministerium strikt ablehnt, war das Innenministerium unter Alexander Dobrindt (CSU) zuvor geneigt, die Maßnahmen zu unterstützen. Der überwiegende Teil der EU-Mitgliedstaaten ist für das Gesetz, nur Österreich, Tschechien, Niederlande und Deutschland sind aus dem Konsens ausgeschert. Für den 6. und 7. Dezember 2025 ist eine neue Abstimmungsrunde vorgesehen. Sollte Deutschland bis dahin unter Zugeständnissen zustimmen oder der Entwurf kosmetisch überarbeitet werden, könnte das Gesetz dennoch beschlossen werden – und das Verfahren müsste nur noch die übrigen Instanzen im EU-Apparat passieren.
Massive Gefahren für verfassungsmäßige Freiheitsrechte drohen
Gegen das Vorhaben regt sich weiterhin heftiger Widerstand – und das mit gutem Grund. Datenschützer, IT-Experten, Juristen, NGOs und selbst der wissenschaftliche Dienst des Bundestages sehen das Gesetz in seiner jetzigen Form als unvereinbar mit Grundrechten. Besonders betroffen wären:
- Recht auf Privatleben (Art. 7 der EU-Grundrechtecharta)
- Schutz personenbezogener Daten (Art. 8)
- Meinungs- und Kommunikationsfreiheit (Art. 11)
Ein massiver Kritikpunkt: Diese Regulierung würde nicht nur eine technische Schwachstelle in der Verschlüsselung eröffnen, sondern eine flächendeckende Infrastruktur zur Überwachung schaffen. Die Integrität von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung stünde auf dem Spiel.
Zwar sind staatliche Akteure wie Polizei, Geheimdienste oder Militär ausdrücklich vom Anwendungsbereich ausgenommen – aber wer glaubt ernsthaft, dass solche Schranken dauerhaft Bestand haben? Dieses Ungleichgewicht würde private Kommunikation dramatisch verwundbar machen.
Kinderschutz ist nur vorgeschoben
Hinzu kommt der sogenannte Chilling-Effekt: Wenn Bürger wissen oder fürchten, dass ihre private Kommunikation ausgewertet wird, ziehen sie sich zurück – im Austausch mit Freunden, in politischen Diskussionen oder bei der Arbeit. Besonders gefährdet: Journalisten, Anwälte, Whistleblower, Aktivist:innen.
Niemand bestreitet die Notwendigkeit, den sexuellen Missbrauch von Kindern im digitalen Raum zu bekämpfen. Doch Freiheit darf kein Faustpfand sein: Die Sujets sind so sensibel, dass sie umso mehr rechtsstaatliche Schranken erfordern. Wer Kindesmissbrauch bekämpfen will, wie die EU als Rechtfertigung vorgibt, der muss den Kindesmissbrauch bekämpfen. Dazu gehört nicht, die verfassungsmäßigen Abwehrrechte der Bürger gegen den Staat außer Kraft zu setzen.
Die Bürger müssen weiter wachsam bleiben
Das deutsche Nein war ein bedeutender Schritt – doch es ist kein Sieg. Das Gesetz steht weiter im Raum. Wenn die EU eine abgeänderte Fassung vorschlägt, besteht durchaus die Gefahr, dass Deutschland letztlich zustimmt.
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, hätte das weitreichende Konsequenzen: eine Schwächung der informellen Kommunikation, Eingriffe in berufliche Vertraulichkeit, Einschränkungen der Meinungsfreiheit. Zudem könnte es ein gefährlicher Präzedenzfall für zukünftige Überwachungstechnologien werden.
Der Druck der Zivilgesellschaft zeigt Wirkung – doch Wachsamkeit bleibt nötig. Die Verteidigung der bürgerlichen Grund- und Freiheitsrechte wird zu einer zentralen Bewährungsprobe für Europa.


Comments
Die Chats werden weitgehend…
Die Chats werden weitgehend bereits seit längerem überwacht. Man versucht dies aber nun offiziell zu legitimieren, da es bei den Überwachungsdiensten zu viele undichte Stellen gibt und an einer Geheimhaltung der Überwachung damit gespart werden kann.
So oder so !?
Mein "Aluhut" sacht mir ja, dass man mit diesem Windows 11 z. B. sowieso ein Potpourri von Spähsoftware mit verpasst bekommt ! 🤢
Man soll auf Windows 11…
Man soll auf Windows 11 upgraden, weil bei den erforderlichen erhöhten Hardwareanforderungen auch gleich die Hardwarespionagechips im Motherboard verbaut sind. Außer den mit Sprengstoff verbauten Pagern gibt es noch viele andere Backdoorprojekte. Zum Beispiel ein zweites in einem Chip eingebautes unabschaltbares Mikrofon und ein ausgeschalteteter Computer oder Handy, dass trotzdem noch in einem geheimen Standbymode Gespräche aufzeichnet...
Widerstand gegen die technokratische Elite
Alle "EU-Gesetze", die heimlich und gegen jegliche Meinungs- und Freiheitsrechte der Bürger gerichtet sind, sind zwingend kriminell und brauchen von niemandem befolgt werden.
Ansage an die Regierung: wir werden solche kriminellen Verordnungen rigoros verweigern und mißachten .... und zwar millionenfach. Und ich rede nicht von 2 oder Millionen, sondern von 60-70 Millionen Bürgern hier in Buntland. Und von mindestens 400 Millionen in der gesamten EU.
Eine nicht gewählte technokratische Elite von ein paar Tausend Kriminellen hat überhaupt nichts zu bestimmen. Sie nehmen sich einfach das Recht dazu. Unglaublich.
Wir müssen alle NEIN sagen.
Remis
Stimme vollkommen zu ....und was machen Sie ,wenn Ihr Konto geschlossen wird ......bis ??
Sie z.B. geimpft oder gechippppppt werden ,oder einer Chatttttatataatt -Kontrolle zustimmen ??
Fazit :Soweit wie möglich unabhängig machen ,von Staat u.allem ,denn auf "Neinsager "brauchen Sie nicht warten ,...die bekommen eine Bratwurst und eine Doppelmaske !
Noch besser ,man ist bei Gott geborgen ,das geht über den ersten Tod hinaus !
"Schutz vor Kindsmißbrauch"
Eine diabolische Verdrehung mehr: Die crème de la crème derselben Technokraten, die uns ihr Projekt der Totalüberwachung mit dem Scheinargument unterjubeln wollen, es diene dem Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung, sind selber tief in die übelsten pädosexuellen Netzwerken verstrickt: https://rumble.com/v4cuabf-podesta.html
Ich erinnere daran, dass es…
Ich erinnere daran, dass es unter den Pädophilen genügend Politiker gibt. Sie die Eppstein-Akten, der Fall Dutroux, Edathy und Co., Daniel Cohn-Bendit, Volker Beck.
Werden die auch überwacht?
Wer ernsthaft Kinderschutz…
Wer ernsthaft Kinderschutz will, soll die Sexualisierung unserer Kinder unterlassen. Keine Drugqueens in Kindergärten und Schulen, keine Darkrooms usw. Das Selbstbestimmungsgesetz zur Geschlechtsänderung muss weg. So was darf nur mit ärztlicher und psychologischer Beratung erfolgen, wenn man Volljährig ist.
Add new comment